Kategorie: Allgemein

Seit dem 25. Mai 2026 wurde das offizielle Ghana e-Visa-Portal freigeschaltet. Es ersetzt die „Visa on Arrival“-Regelung. Innerhalb von 48 Stunden soll das gebührenpflichtige Visa per e-mail zugesandt sein. Inhaber afrikanischer Pässe, die geschäftlich oder touristisch reisen, sind von den Visagebühren befreit. Ghana ist nun das sechste afrikanische Land, das alle Visumgebühren für afrikanische Staatsbürger abschafft. Es gelten weiterhin die üblichen Reisebedingungen: Gültiger Reisepass, Gelbfieberimpfung und Flugticket.

Ein Bericht der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (EITI) enthüllte, dass Kamerun offiziell die Förderung von 953 kg Gold angab, jedoch nur einen Export von 22,3 kg verzeichnete. Eine eingeleitete Untersuchung stellte fest, dass in den Regionen Ost und Adamawa etwa 200 illegale Unternehmen tätig sind. Mehr als 95 % davon sind ausländische Firmen. Viele der Unternehmen werden von chinesischen Staatsangehörigen geführt. Die Behörden haben die Firmen aufgefordert, „die Bergbauaktivitäten unverzüglich einzustellen“, erwähnten jedoch keine möglichen Sanktionen oder rechtlichen Schritte. Korruption und der Einfluss mächtiger Eliten schränken die Durchsetzung ein.

Die Tabakernte wird voraussichtlich die Rekordmarke von 360.000 Tonnen (360 Millionen Kilogramm) überschreiten. Rund 95% der mehr als 127.000 registrierten Tabakbauern in Simbabwe sind vertraglich gebundene Kleinbauern, auf die 85 % der gesamten Produktion entfallen. Da Kleinbauern keine traditionellen Landtitel besitzen, um sich normale Bankkredite zu sichern, springen von China unterstützte Firmen ein. Sie stellen Saatgut, Dünger und Betriebsmittel auf Kredit zur Verfügung und erhalten im Gegenzug das Recht, die Ernte aufzukaufen.  Verträge mit chinesischen Unternehmen sind eine zweideutige Angelegenheit: sie bringen Einnahmen und führen zu Abhängigkeiten. Viele Kleinbauern berichten, dass hohe Unternehmensgebühren, unvorhersehbares Wetter und streng kontrollierte Unternehmenspreise sie dauerhaft in Schulden stürzen. Kritiker sagen, dass Tabakunternehmen den Anbau nach Afrika verlagern, Ackerland der Nahrungsmittelproduktion entziehen und zur Entwaldung beitragen. Landwirte geben bewusst traditionelle Grundnahrungsmittel wie Mais und Sonnenblumen zugunsten von Tabak auf.

Die militärisch-technischen Zusammenarbeit wurde bei einem Treffen zwischen Außenminister, Simeón Oyono Esono Angüe und Sergej Lawrow in Moskau betont. Russland ist bereit, die Verteidigungsfähigkeit Äquatorialguineas umfassend zu unterstützen. Auch die bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sollen intensiviert werden, vor allem in den Bereichen Bergbau, Energie und Landwirtschaft.

Botswana hat Teile seines Strafgesetzbuchs, die gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe stellten, offiziell aufgehoben. Die Reform folgt auf ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2019, in dem die Gesetze für verfassungswidrig erklärt wurden. Aktivisten betonen, dass die Gesetzesänderung das Engagement der Regierung für die Menschenrechte unterstreicht. Dies steht jedoch in scharfem Kontrast zu den Entwicklungen in anderen Teilen des Kontinents. Mehrere Länder haben strengere Anti-LGBTQ-Gesetze erlassen oder vorgeschlagen, darunter Senegal, Ghana, Burkina Faso und Mali. Menschenrechtsgruppen warnen, dass zunehmende nationalistische Rhetorik und Einflüsse von außen das harte Vorgehen befeuern. In 31 afrikanischen Ländern ist Homosexualität nach wie vor strafbar, und in einigen, darunter Uganda und Mauretanien, gilt in bestimmten Fällen weiterhin die Todesstrafe.

Der für nächste Woche geplante Gipfel des Indien-Afrika-Forums wurde aufgrund der Ebola-Krise in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda abgesagt. Die vierte Ausgabe des Gipfels, der die diplomatischen Beziehungen zwischen Indien und den Ländern des afrikanischen Kontinents fördert, sollte nach mehr als einem Jahrzehnt vom 28. bis 31. Mai in Delhi stattfinden.

Simbabwes katholische Bischöfe äußern sich „zutiefst besorgt“ darüber, dass die geplante Verfassungsrevision „grundlegende Verfassungsprinzipien untergräbt, die institutionelle Unabhängigkeit schwächt, die direkte demokratische Teilhabe einschränkt und die verfassungsmäßigen Garantien gegen Machtkonzentration und -missbrauch aushöhlt“. Sie appellieren daher „respektvoll an das Parlament, jene Bestimmungen des Gesetzentwurfs abzulehnen, die mit der verfassungsmäßigen Demokratie, der Souveränität des Volkes und der langfristigen Stabilität und Integrität der simbabwischen Verfassungsordnung unvereinbar sind“. Andere christliche Konfessionen, wie der Zimbabwe Council of Churches (ZCC), die Evangelical Fellowship of Zimbabwe haben sich ebenfalls gegen die Verfassungsreform ausgesprochen.

Das südafrikanische Unternehmen für Elektrofahrzeug-Infrastruktur Zero Carbon Charge (CHARGE) hat die erste von zwei netzunabhängigen, solarbetriebenen Ladestationen entlang der wichtigen Verkehrsachse N3 zwischen Johannesburg und Durban in Betrieb genommen. Die neuen Stationen, die an einer der verkehrsreichsten Güter- und Personenverkehrsstrecken des Landes liegen, sind so konzipiert, dass sie vollständig netzunabhängig betrieben werden können, was die Strategie unterstreicht, das Laden von Elektrofahrzeugen vom angespannten südafrikanischen Stromnetz zu entkoppeln. CHARGE plant eine rasche Expansion über die N3 hinaus und strebt bis Ende nächsten Jahres die Installation von 60 Stationen landesweit an.

Ruanda unterzeichnete Abkommen über die zivile nukleare Zusammenarbeit mit den USA und dem US-Unternehmen Holtec International, um seine Stromversorgung zu verbessern und das Wirtschaftswachstum zu fördern. Anfang der 2030er-Jahre soll der erste operative Atomreaktor in Betrieb genommen werden. Ruanda hat in der Vergangenheit bereits mit Russlands Staatskonzern Rosatom (2019) sowie dem kanadisch-deutschen Startup Dual Fluid Energy (2023) Vereinbarungen abgeschlossen. Für die USA ist das Abkommen wichtig, da sie sich als globale Exporteure im Bereich sicherer und fortschrittlicher Kernenergie positionieren wollen.

Das nigerianische Verteidigungshauptquartier teilte mit, dass bei den gemeinsam mit dem US-Militärkommando für Afrika (AFRICOM) durchgeführten Operationen Kontrollpunkte, Waffenlager, Logistikzentren, militärische Ausrüstung und Finanzierungsnetzwerke zerstört wurden, die vom ISIL und dessen Ableger in der Westafrika-Provinz (ISWAP) genutzt wurden. Seit Jahren führen sie einen Kampf in der Region. Seitdem der ISIL im Nahen Osten erhebliche Rückschläge erlitten hat, hat er seinen Fokus auf Afrika verlagert. In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 entfielen 86 % der weltweiten Aktivitäten der Gruppe auf Afrika.

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