Schlagwort: Uganda

Ethikminister James Nsaba Buturo hat Forderungen der Schwulen- und Lesbenorganisation SMUG nach legaler Gleichstellung zurückgewiesen. In einer Pressekonferenz hatte sich SMUG über Diskriminierung und Schikanen von Homosexuellen durch die Polizei beklagt. Im Kampala gab es Demonstrationen zu Gunsten der Homosexuellen.

400 anglikanische Bischöfe aus ganz Afrika haben ihre zweite Konferenz in Entebbe beendet. Unter ihren Themen waren: Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit, Unterentwicklung, Krankheit, Korruption und Krieg. Die afrikanischen Bischöfe übten Kritik an der liberalen Kirche in Europa und den USA, besonders im Bezug auf Sexualmoral und die Weihe von Homosexuellen.

Es ist das erste Projekt des im November 2012 in Wien gegründeten „König-Abdullah-Dialogzentrums“. Anglikaner, Katholiken und Muslime in Uganda haben gemeinsam eine Aktion gestartet, die gefährdeten Kleinkindern eine Überlebenschance geben will. Der Vorsitzende der Organisation MCC ist der katholische Erzbischof von Kampala. Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in Uganda ist verhältnismäßig gut.

Am 18. Februar sucht Yoweri Museveni, seit 25 Jahren Regierungschef, eine Wiederwahl. Seinem gefährlichsten Herausforderer Kizza Besigye droht er mit Gefängnis, sollte er selbstständig Wahlergebnisse veröffentlichen. Die Bevölkerung will er mit einer Kolonne neuer Wasserwerfer, Feuerlöscher und anderer Sicherheitsfahrzeuge einschüchtern. Die Jugend Ugandas, die nie einen anderen Präsidenten kannte, schaut gespannt nach Kairo. Noch nie hat ein Präsident ihres Landes die Macht friedlich übergeben; sie wurden alle gestürzt.

Zwanzig heiratswillige Priester, die sich des Zölibats entziehen wollen, haben die Gründung einer neuen Kirche angekündigt. An der Spitze steht ein früherer Priester von Sambia, der letztes Jahr dort die „Katholisch-Apostolische Kirche von Sambia“ gründete und exkommuniziert wurde. Die Regierung Ugandas muss noch prüfen, ob die neue religiöse Gruppe nicht gegen die Verfassung verstößt.

Norwegen hat 4 Mio. Dollar Entwicklungshilfe für Uganda wegen Mangel an demokratischer Entwicklung und zu hoher Korruption eingefroren. Präsident Museveni forciert eine Verfassungsänderung, um an der Macht zu bleiben.

Die ugandische Armee hat damit begonnen, interne Flüchtlinge aus den Lagern in Lango und Teso Distrikt nach Hause zu schicken. Wegen immer neuer Angriffe der LRA-Rebellen in Acholi Distrikt müssen die eine Million Flüchtlinge dort in den Lagern verbleiben.

Präsident Museveni hat dem Chef der LRA, Joseph Kony, Straffreiheit zugesichert, wenn es zum Abschluss eines Friedensvertrages für das Land kommt. Trotz der Anklage des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gegen Kony wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit will Museveni dem Rebellenchef eine „vollständige Amnestie“ gewähren, wenn er sich bei den Friedensgesprächen kommende Woche „positiv“ verhält.

Fast alle Tankstellen sind geschlossen. Auch in Kenia herrscht Benzinknappheit. Wegen einer größeren Reparatur im Hafen von Mombasa können Tanker seit einer Woche nicht anlegen.

Der Vize-Präsident des Südsudan, Riek Machar, hat angeboten, im Konflikt zwischen den LRA Rebellen und der ugandischen Regierung vermitteln zu wollen. Die LRA greift von ihren Basen im Südsudan immer wieder Dörfer im Norden Ugandas an. Uganda hat den UN-Sicherheitsrat um Hilfe im Kampf gegen die Rebellen gebeten.

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