Schlagwort: Uganda

Der UNO Sicherheitsrat hat seinen Anruf wiederholt , alle Frauen, Kinder und Zivilisten unverzüglich frei zu lassen, die während des 20jährigen Konfliktes entführt wurden, um zu einem raschen Abschluß des Friedenprozesses zu kommen. Er lädt außerdem die 192 Mitgliedstaaten der UNO ein, die Friedensanstrengungen im Norden von Uganda zu unterstützen und dafür zu sorgen, daß die Verantwortlichen für ernste Verletzungen der Menschlichenrechte und Mißachtung internationaler humanitärer Regeln von der Justiz verfolgt werden.

LRA-Anführer Joseph Kony hat sich zum ersten Mal mit Vertretern der Regierung getroffen, die nach Juba weiterreisten, um den Inhalt der Unterredung den Verhandlungsführern der Friedensgespräche mitzuteilen. Kony ließ sich auch von 20 Journalisten einer Delegation aus Norduganda fotographieren. In einer Pressekonferenz bestritt er die Existenz von Kindersoldaten in seiner Armee. Nach Angaben von UNICEF hat er über 25.000 Kinder entführt.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes gibt es einen Kunstkalender, in dem 50 führende Künstler von Uganda wöchentlich ihre Werke auf gutem Papier und im Ringbuch gebunden, gemeinsam vorstellen. Dazu gibt es Vermerke über Ausstellungen, Galerien und Kunstmärkte. Die Themen sind: Natur, Heimatliebe, Überlebenskunst, Kampf gegen Korruption und Amtsmissbrauch und Schutz der Berggorillas.

Die Klage der Frauenrechtsorganisation Mifumi, den traditionellen Brautpreis als verfassungswidrig zu erklären, lehnten vier von fünf Richter ab. Die Frauenrechtler argumentierten, der Brautpreis verstoße gegen die Rechtsgleichheit von Mann und Frau und führe zu häuslicher Gewalt, da der Ehemann seine Frau als Eigentum betrachte.

Ein Verbot von Plastikverpackungen wurde trotz der Androhung hoher Strafen von der Bevölkerung bisher nicht beachtet. Die Behörden wollen die Umweltverschmutzung durch Plastikmaterialien vermindern.

Stellvertretender Anführer der LRA-Rebellen, Vincent Oti, erklärte in einem Interview mit dem BBC, Joseph Koni habe allen Kämpfern befohlen, die Kampfhandlungen gegen die Uganda-Armee einzustellen. Die Verhandlungen in Juba sollen nächste Woche wieder aufgenommen werden. Wegen eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs nimmt die oberste Führungsschicht der LRA nicht daran teil.

Ugandas Flüchtlingsminister Malinga sieht sich gezwungen, ein neues Lager zu errichten, um den Flüchtlingsstrom aus dem östlichen Kongo aufzunehmen. Wegen neuen Gewalttaten seit den chaotischen Wahlen im November seien schon Tausende über die Grenze gekommen. Täglich kommen 100 weitere Menschen dazu und die beiden Siedlungen nahe der Stadt Mbarara sind überlaufen. Neuankömmlinge berichten öfter über die Grausamkeiten der Rebellengruppen als über Belästigungen nach der Wahl.

Die Insel Migingo im Viktoriasee ist kaum größer als ein Fußballfeld, sorgt aber für Unstimmigkeiten zwischen Uganda und Kenia. Offiziell nimmt Nairobi die Sache gelassen. Uganda hat Polizei stationiert und die Nationalflagge gehisst. Der Streit geht um den Grenzverlauf, um die reichen Fischgründe im See und um ethnische Zugehörigkeit.

Nach einem UN Bericht hat die ugandische Armee ehemalige geflohene Kindersoldaten der LRA Rebellen rekrutiert, viele von ihnen unter 18-Jahre. Die Regierung rechtfertigt die Rekrutierung mit dem Argument, die Kinder hätte keine andere Integrationsmöglichkeit.

Der bekannte ugandische Theologe und Autor Fr. John Mary Walligo starb auf einem Flug nach Johannesburg. Er war Mitbegründer der Uganda Human Rights Commission.

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