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Uganda – Der 24-jährige Brian Gitta ist der erste Ugander – und der jüngste überhaupt – der den begehrten, mit $ 33.000 dotierten Afrika Preis für eine technische Neuheit erhält, nachdem er ein Instrument erfunden hat, mit dem auch ein Laie, ohne Blutabnahme in Sekunden Schnelle eine Malaria Diagnose stellen kann. Wiederverwendbare Klammern und ein roter Strahl durch den Finger zeigen die Kondition des Blutes an. Die Erfindung, Matibabu genannt, sollte im Kampf gegen die Malaria wirksam werden.

Uganda – Einem Parlamentsbeschluss folgend will Präsident Museveni eine Steuer auf die Nutzung von sozialen Medien auf Mobiltelefonen einführen. Sie soll anfänglich etwa 16 Euro im Jahr betragen, was etwa 3% des jährlichen Pro-Kopf-Einkommens darstellt. Seine Kritiker sehen darin einen Schachzug, um das Leben der Opposition schwieriger zu machen. Während des letzten Wahlkampfs hatte die Regierung das mobile Internet abgeschaltet, um so die Organisation von Veranstaltungen der Opposition zu erschweren.

Uganda – So groß war der Sturm der Entrüstung über den ugandischen Parlamentarier Twinamasiko, der dafür plädierte, dass eine Ehefrau aus disziplinarischen Gründen gelegentlich zu schlagen sei, dass er sich öffentlich entschuldigen musste. Präsident Museveni behauptete am Weltfrauentag, dass er in 50 Ehejahren seine Frau noch nie geschlagen habe. Da laut eines ugandischen Regierungsberichts mindestens ein Fünftel aller Uganderinnen zwischen 15 und 49 Jahren häusliche oder sexuelle Gewalt erleidet, scheint der Parlamentarier doch eine weitverbreitete Ansicht zu vertreten.

Ugannda – In seiner Neujahrsansprache hat Präsident Museveni Kirchenführer und Kritiker attackiert, sie sollten Kommentare über Politik unterlassen. Zusammen mit andern Glaubensvertretern verurteilte Erzbischof Lwanga aus Kampala die Kritik an den Kirchen. Diese könnten nicht zu politischen Problemen schweigen. Die Beziehung zwischen Kirche und Staat ist in letzter Zeit angespannter geworden, seitdem es dem Dauerpräsident gelungen ist, durch eine umstrittene Verfassungsänderung die Höchstaltersgrenze für den Präsidenten aufzuheben, um fast unbegrenzt an der Macht zu bleiben. Die kath. Bischofskonferenz hatte eine Volksbefragung gefordert.

Uganda – Wegen schlechter Bezahlung, miserablen Arbeitsbedingungen und Mangel an lebensrettenden Medikamenten und Instrumenten hat die Uganda Medical Association einen Streik angekündigt. Präsident Museveni warnte vor Verhaftung der streikenden Ärzte, wenn er den Notstand erklärt. Er sucht aber noch klärende Gespräche. Die UMA will am 6. November über die Arbeitsniederlegung entscheiden.

Uganda – Im Streit um die Abschaffung der Altersgrenze von Präsident Museveni haben sich Abgeordnete im Parlament geprügelt; sie gingen mit Fäusten und Stühlen aufeinander zu. Oppositionsführer Kizze Besigye und andere Gegner seien festgenommen worden. Wenn die Altersgrenze von 75 Jahren, wie erwartet, fällt, könnte der seit 1986 autokratisch regierende Museveni ein „Ewigkeitspräsident“ werden.

Uganda – Damit der Präsident noch länger im Amt bleiben kann, haben Abgeordnete der Regierungspartei NRM einen Antrag gestellt, die momentane Altersgrenze von 75 Jahren aufzuheben. So könnte Museveni 2021 wieder antreten. Die Opposition ist wütend aber machtlos. Bei einer Demonstration gegen die Gesetzesänderung wurden 7 Oppositionelle verhaftet. Ihr Büro wurde ausgeräumt. Kritik aus dem Ausland ist spärlich, denn Uganda ist ein starker Verbündeter gegen die islamistischen Milizen, al-Shabaat, in Somalia und bietet zurzeit über einer Million Flüchtlingen aus dem Kongo und Südsudan Schutz und Hilfe.

Uganda – Die angesehene Makerere Universität in Kampala, mit 40.000 Studenten aus dem In- und Ausland, untersucht zurzeit, wie die Bewertungen von Hunderten Studenten zur Erlangung eines akademischen Grades geändert werden konnten. Alle Rekorde bis 2011 kommen unter die Lupe, und keine akademischen Grade werden verliehen. Professor Nawangwe ist sicher, dass der versuchte Betrug dem Ruf der Universität, die Präsident Julius Nyerere und den Schriftsteller Ngugi wa Thiong’o hervorbrachte, nicht schaden kann, da die strengen Sicherheitsmaßnahmen eine ähnliche Situation in Zukunft unmöglich machen.

Uganda – Immer mehr Farmer steigen von Mais auf den Anbau von Chia Samen um. Das aus Südamerika stammende Getreide ist reich an Proteinen und ungesättigten Fettensäuren. Die Pflanze braucht wenig Wasserund keine Düngemittel. In Europa und den USA gibt es für Chia Samen einen wachsenden Markt.

Uganda – Schon vor zwölf Jahren hat Ugandas Präsident Yoweri Museveni die Begrenzung von Amtszeiten aus der Verfassung streichen lassen, um im Amt zu bleiben. Jetzt plant er wieder eine Verfassungsänderung, die die Altersgrenze für Kandidaten fürs Präsidentenamt aufheben soll, damit er in 2021 wieder zur Wahl antreten kann. Zu dem Zeitpunkt wird der der jetzt 72-Jährige 35 Jahre an der Macht sein. Man verlässt den Bananenhain nicht, den man angelegt und gepflegt hat, wenn die Früchte reifen, sagt er. Es stimmt, dass sich Uganda unter Museveni stabilisiert hat und ein markantes Wirtschaftswachstum aufweisen kann, doch seine Kritiker gehen gegen den Despoten auf die Straße.

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