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Empörung in der Bevölkerung, dass jeder der 529 Gesetzgeber 200 Millionen Schilling ($56.500), erhält um neue Fahrzeuge zu beschaffen. Anet Nana Namata, eine aktive Menschenrechtsverteidigerin und Geschäftsführerin der Union der Menschenrechtsverteidiger Ugandas verurteilt die Entscheidung der Regierung:“ Es ist inakzeptabel, dass eine Regierung einer kleinen Gruppe im Parlament, die weiterhin ein monatliches Gehalt von mehr als 30 Millionen Schilling (ca. 8.000 Dollar) erhält, Geld für Luxusautos verteilt (Fast 30 Millionen Dollar), während die überwiegende Bevölkerung nicht in der Lage ist, sich selbst zu ernähren.“ Ein Arbeiter verdient einen durchschnittlichen Monatslohn von etwa 28 Dollar, während ein Lehrer 75 Dollar erhält. Regierungssprecher Ofwono Opondo verteidigt die Entscheidung als im Einklang mit einer altehrwürdigen Tradition.

In einem Rundschreiben vom 10. Juni teilt das Erziehungsministerium mit; „Nach der Schließung aller Schulen aufgrund der vorherrschenden Covid-19-Pandemie werden wir Radiokurse ausstrahlen, damit die Lernenden ihren Unterricht fortsetzen können“. Sowohl staatliche als auch private Radiosender werden für Lernübungen zur Verfügung stehen. Nach dem Zeitplan werden die Schüler in den nächsten vier Wochen in den Fächern Sozialkunde (SST), Mathematik, Naturwissenschaften und Islamische Religion (IRE) unterrichtet, wobei für jedes Fach 25 Minuten vorgesehen sind. Mit den Schülern der vierten und fünften Klasse soll begonnen werden. Eine ähnliche Verordnung im März fand viele Kritiker, da nicht jeder Zugang zu Radiogeräten  hat, zwischengeschaltete Werbung die Lernenden irritierte, sehr schnell gesprochen wurde und es unzulängliche Erklärungen gab.  

Sauberes Wasser ist rar in Uganda. Unzählige Kinder sterben jedes Jahr an verseuchtem Wasser. Auch Flüchtlinge leiden unter der Knappheit; sie kochen Wasser vom See ab, was viel Holz braucht und einen hohen CO2 Ausstoß verursacht. Zwei  junge Sozialunternehmer haben ein klimafreundliches Filtersystem entwickelt und bereits in 30 Schulen aufgestellt. Das Wasser läuft durch einen Granitsandfilter und wird auch ohne kochen keimfrei. Jeder Filter spart der Firma Tusafishe täglich 1500 Kilogramm CO2 ein. Für ihr  Wasserprojekt wurden die beiden Wissenschaftler 2019 mit dem „SEED Low Carbon Award“ ausgezeichnet.

Die Uganda Wildlife Authority (UWA) sicherte eine Finanzierung durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen für die Beschaffung von Drohnen, um Teile seiner Schutzgebiete zu überwachen. Ein Bericht aus dem Jahr 2020 über illegale Finanzströme in Afrika stellte fest, dass Uganda durch den illegalen Handel mit Wildtieren jährlich zwischen 7 und 23 Mrd. $ verliert. Der Tourismus ist Ugandas größter Devisenbringer mit etwa 1,6 Mrd. $ jährlich.

Der Ex-Kommandeur der ugandischen LRA-Miliz Dominic Ongwen wurde vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, wegen Vergewaltigung, sexueller Versklavung und Rekrutierung von Kindersoldaten zu einer 25-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die LRA tötete mehr als 100.000 Menschen und entführte 60.000 Kinder. Die Gewaltwelle erstreckte sich bis in den Sudan, die Demokratische Republik Kongo und in die Zentralafrikanische Republik. LRA-Chef Kony gilt bis heute als flüchtig.                                              06.05.2021

An ihrem 15. Geburtstag pflanzte Leah Namugerwa 200 Bäume; zum 16. waren es schon 500. Sie ist besorgt um die kahlen Flecken in Ugandas Wäldern. Seit den 1990er Jahren schrumpfte die Waldbedeckung des Landes von 24 auf 8%. Allein in 2020 gingen in den Tropen über 12 Millionen Hektar Wald verloren. So kämpft die Aktivistin, um die Wälder ihres Landes aufzuforsten. Ihre Initiative erweist sich als Inspiration für Uganda und darüber hinaus. Jede Pflanzaktion bringt mehr Menschen, die sich der „Grünen Idee“ verschreiben. Ob sie Bäume pflanzt oder das Seeufer säubert, immer kommen Leute, die mitmachen und die Idee weitertragen. In den sozialen Medien verbreitet Leah das Klimabewusstsein in Schulen und ermutigt Jugendliche, zu ihren Geburtstagen Bäume zu pflanzen.

Erzbischof Dr. Cyprian Kizito Lwanga ( 68) wurde nach seinem plötzlichen Tod  in der Krypta der Rubaga-Kathedrale beigesetzt. Er war eine politische Persönlichkeit und auch Vorsitzender des Gemeinsamen Christlichen Rates von Uganda (UJCC). Stephen Kaziimba, anglikanischer Erzbischof von Uganda, sagte, „er war die klare Stimme des Evangeliums, mit der er sich für die Armen und Unterdrückten einsetzte, sein Engagement für die Einheit der Christen und für Gerechtigkeit für alle wird uns sehr fehlen.“ Er galt als Kritiker von Alt-Präsident Yoweri Museveni und appellierte an die Regierungspartei NRM, sich zu ihren anfänglichen Idealen zu bekennen und den „üblen“ Methoden der Vorgängerregime zu widerstehen.

Die Regierungen von Uganda und Tansania und  die internationalen Ölfirmen – die französische Total E&P und die chinesische Cnooc – haben Vereinbarungen für die Kommerzialisierung der geplanten East African Crude Oil Pipeline (EACOP) unterzeichnet. Die 1.445 Kilometer lange Pipeline, beginnt in Hoima im Albertine Graben im Westen Ugandas und endet im Hafen von Tanga in Tansania. Sie wird 216.000 Barrel Rohöl pro Tag transportieren. Aufgrund der wachsartigen Beschaffenheit des ugandischen Öls wird es eine der längsten beheizten Rohöl-Exportpipelines der Welt sein. Mehr als 10.000 Arbeitsplätze sollen so geschaffen. Umweltaktivisten kritisieren das Projekt, aufgrund der C02-Emissionen (freigesetzt bei  der Verbrennung von Öl) entstehen Risiken  für geschützte Umgebungen, Wasserquellen und Feuchtgebiete in beiden Ländern.

Cyprian Kizito Lwanga, Erzbischofs von Kampala, fordert die Regierungspartei NRM auf, sich zu ihren ursprünglichen Idealen zu bekennen und den „üblen“ Methoden der Vorgängerregime zu widerstehen. Unter den Gewaltherrschern Idi Amin und Milton Obote fanden massive Menschenrechtsverletzungen statt; Menschen wurden entführt, gefoltert und getötet. Bei den Wahlen im Januar, die Museveni einen umstrittenen Wahlsieg bescherten, kamen es zu gewaltätigen Auseinandersetzung. Das Militär setzte Tränengas ein.

Nach offiziellen Angaben hat Präsident Yoweri Museveni (76) mit 58,6% die Präsidentschaftswahlen gewonnen; damit beginnt er seine 6te Amtszeit. Sein Herausforderer Bobi Wine kam auf 34,8%. Die Wahlbeteiligung lag bei um die 57 %. Es war einer der gewalttätigsten Wahlkämpfe.  Regierungskritiker wurden eingeschüchtert oder eingesperrt, Journalisten angegriffen und das Internet gesperrt. Mindestens 54 Menschen kamen ums Leben.

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