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Die Weltgesundheitsorganisation hat die erste klinische Studie gestartet, um zu prüfen, ob ein antivirales Medikament eine Infektion bei Menschen verhindern kann, die in der Demokratischen Republik Kongo dem Ebola-Stamm „Bundibugyo“ ausgesetzt sind. Der Ausbruch schreitet schneller voran, als die Maßnahmen zur Eindämmung und verbreitet sich über die bekannten Übertragungsketten.

Rastafari in Kenia äußern ihre Enttäuschung, nachdem ein Gericht ihnen das Recht verweigert hatte, aus religiösen Gründen Marihuana zu rauchen. Sie wollen in Berufung gehen. Die Gemeinschaft hatte seit 2021 bei kenianischen Gerichten darauf gedrängt, ihnen den Konsum des Krauts unter Berufung auf das verfassungsmäßige Recht auf Religionsfreiheit zu gestatten. Der High Court entschied jedoch, dass die Gemeinschaft nicht nachweisen konnte, dass Marihuana ein notwendiger Bestandteil ihrer Glaubenspraxis sei, und gewährte ihr daher nicht das Recht, die Drogengesetze des Landes zu umgehen. Der Besitz von Marihuana wird mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe und einer erheblichen Geldstrafe geahndet. Zwar waren sich alle Zeugen „einig, dass Cannabis als Sakrament verwendet wird, doch konnten sie sich nicht darauf einigen, ob dessen Konsum wesentlich oder lediglich wünschenswert ist“, so der Richter in seiner Urteilsbegründung.

Die Europäische Union (EU) hat den Kauf, den Import und den Transfer von Gold aus dem Sudan verboten und erklärt, der Handel sei zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für den im April 2023 ausgebrochenen Bürgerkrieg des Landes geworden. Der Konflikt zwischen der regulären Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) hat eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt ausgelöst und mehr als 14 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Der Sudan ist einer der größten Goldproduzenten Afrikas, und seine riesigen Reserven sind laut Menschenrechtsorganisationen zu einer entscheidenden Einnahmequelle für beide Seiten geworden.

Nigeria gibt an, derzeit Daten seiner Bürger zu sammeln, die kürzlich aus Südafrika ins Land zurückgekehrt sind, um auf dieser Grundlage von der südafrikanischen Regierung eine Entschädigung für zurückgelassene Immobilien und Unternehmen einzufordern. Abuja erklärt, dass Entschädigungsforderungen auf höchster Ebene erörtert werden, sobald die Verluste überprüft worden sind. Die südafrikanische Präsidentschaftsbüro erklärte jedoch, dass von Pretoria keine Entschädigung zu erwarten sei.

De Beers kündigte an, die Produktion in Südafrikas größter Diamantenmine, der Venetia-Mine, für zwei Jahre auszusetzen, um angesichts der weiterhin schwierigen Marktbedingungen Kosten zu senken. Die Venetia-Mine, die nahe der Grenze zu Botswana und Simbabwe liegt, wird seit mehr als 30 Jahren von der De Beers-Gruppe betrieben.  Sie macht mehr als 40 % der jährlichen Diamantenproduktion des Landes aus und ist gemessen am Wert der größte Produzent. Dort sind etwa 4.400 Mitarbeiter beschäftigt. De Beers befindet sich mehrheitlich im Besitz des britischen Bergbaugiganten Anglo American, der seine Beteiligung veräußern möchte, da der Markt für natürliche Diamanten unter starkem Druck durch im Labor gezüchtete Edelsteine steht.

Mehr als 1.000 ehemalige namibische Fischereiarbeiter haben die isländische Staatsanwaltschaft gebeten, sie als Opfer in Strafverfahren im Zusammenhang mit dem „Fishrot“-Korruptionsskandal anzuerkennen, in den das isländische Fischereiunternehmen Samherji verwickelt ist. Die Arbeiter argumentierten, dass die mutmaßliche Korruption sie ihre Arbeitsplätze gekostet und zu finanziellen Notlagen, Unsicherheit in Bezug auf Ernährung und Wohnraum, Verschuldung sowie psychischen Belastungen geführt habe. Sollten die Anträge angenommen werden, könnten sie einen rechtlichen Präzedenzfall schaffen, indem sie ausländischen Opfern mutmaßlicher Korruption die Teilnahme an isländischen Strafverfahren ermöglichen und ihnen die formelle Anerkennung sowie eine Entschädigung für den erlittenen Schaden verschaffen. Im „Fishrot“-Skandal werden prominente Politiker und Geschäftsleute beschuldigt, Machenschaften betrieben zu haben, um die Kontrolle über wertvolle Fangquoten zu erlangen. Es wird vermutet, dass sie diese anschließend gegen Schmiergeldzahlungen an das isländische Fischereiunternehmen Samherji weitergeleitet haben.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat sich auf zwei weitere Provinzen im Nordosten ausgeweitet: Haut-Uele und Tshopo. Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle im ganzen Land stieg auf 1.926, darunter 702 Todesfälle. Im Epizentrum der Krise müssen Kinder, die ihre Eltern durch das Virus verloren haben, ihr Leben neu aufbauen, während die Gemeinden darum kämpfen, die Krankheit einzudämmen.

Das Europäische Parlament hat mit überwältigender Mehrheit (476 Ja-Stimmen, bei 28 Gegenstimmen und 96 Enthaltungen) die EU-Mitgliedstaaten und den Europäischen Rat aufgefordert die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) in Sudan als Terrororganisation einzustufen. Die EU, die USA und Großbritannien, haben bisher Sanktionen gegen hochrangige Generäle der RSF und mit ihnen verknüpfte Unternehmen verhängt. Die Rapid Support Forces (RSF) als Terrororganisation zu listen würde weltweit Vermögenswerte einfrieren und die finanzielle Struktur der Miliz hart treffen.

In ganz Afrika hängt die Fähigkeit, Grenzen zu verteidigen, das Staatsgebiet zu überwachen und kritische Infrastruktur zu schützen, nach wie vor stark von ausländischen Lieferanten ab. Türkische Drohnen patrouillieren an den Grenzen, chinesische Überwachungssysteme überwachen Städte und russische Kampfflugzeuge bilden das Rückgrat mehrerer Luftstreitkräfte. Der Kontinent ist weitgehend in der Rolle eines Käufers. Der Wandel vom Import von Sicherheitstechnologie hin zur lokalen Produktion ist in ganz Afrika zu einem immer wichtigeren Diskussionsthema geworden. Terra Industries mit Sitz in Abuja versucht, diese Situation zu ändern. Es entwickelt und fertigt Drohnen, autonome Überwachungstürme und unbemannte Bodenfahrzeuge in Werken in Abuja und Accra. Drohnen nehmen in Konflikten in ganz Afrika eine immer zentralere Rolle ein. In der Sahelzone haben sich kostengünstige kommerzielle Drohnen von Überwachungsinstrumenten zu Waffen auf dem Schlachtfeld gewandelt.

Nach Angaben der südafrikanischen Regierung wurden seit Beginn einer „Migrationsmanagement“-Kampagne (vor fünf Wochen) mehr als 53.000 Ausländer abgeschoben oder in ihre Heimatländer zurückgeführt. Mehrere Länder, darunter Ghana, Nigeria, Uganda und Kenia, haben ihre Staatsangehörigen ausgeflogen. Nach Angaben von Behördenvertretern stammten die meisten Migranten aus Malawi, Simbabwe und Mosambik, Die Rückführungen und Abschiebungen werden fortgesetzt. Demonstranten fordern strengere Grenzkontrollen und Massenabschiebungen und werfen Migranten vor, zur hohen Arbeitslosigkeit, steigenden Kriminalitätsraten und dem Zusammenbruch öffentlicher Dienstleistungen beizutragen. Die UNO hat davor gewarnt, Migranten als Sündenböcke für die sozioökonomischen Herausforderungen Südafrikas heranzuziehen.

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