Schlagwort: Tschad

Der zuständige Untersuchungsrichter hat beschlossen, dass die sechs Mitglieder der Arche de Zoé sich wegen Entführung Minderjähriger und Betruges vor einem tschadischen Gericht verantworten müssen. Den Angeklagten drohen bis zu zwanzig Jahre Zwangsarbeit.

Der seit 2005 amtierende Ministerpräsident verstarb in Paris. Yoadimnadji sollte dort nach einem Herzinfarkt weiter behandelt werden. Er wurde 56 Jahre alt.

Nach dreiwöchigen Verhandlungen in Libyen haben vier tschadische Rebellengruppen mit der Regierung einen Waffenstillstand und den Austausch aller Gefangenen ausgehandelt. Die Gruppen dürfen politische Parteien bilden und können in die Sicherheitskräfte aufgenommen werden.

Ein Regierungssprecher in der Hauptstad N’Djamena berichtete von einer kleinen Gruppe böswilliger Individuen, die eine „Verschwörung zur Destabilisierung“ des Landes vorbereitet hatten. Sie sei inzwischen „neutralisiert“ worden. Unruhen und Gewalt sind nicht neu in Tschad. Der jetzige Präsident Idriss Deby selbst ist 1990 in einem Putsch an die Macht gelangt.

Ein Bericht von amnesty international (ai) beklagt die sexuelle Gewalt, der Frauen und Mädchen aus Darfur in den Flüchtlingslagern des Tschad täglich ausgesetzt sind. Dorfbewohner, Mitglieder der tschadischen Streitkräfte und sogar Mitarbeiter von Hilfsorganisationen vergreifen sich an den schutzlosen Flüchtlingen.

Die verurteilten Mitarbeiter der Organisation Zoe’s Arche sind nach Frankreich überführt worden. Die vier Männer und zwei Frauen waren von einem tschadischen Gericht zu acht Jahren Gefängnis mit schwerer Arbeit verurteilt worden.

Fünf Millionen Bürgen stimmen über eine neue Verfassung ab, die nach den politischen Wirren der letzten Jahre dem Land eine demokratische Ordnung geben soll.

Der vernichtende Bericht von Amnesty International beschreibt extreme Überbelegung, ungenießbares Wasser und Essen, Temperaturen von bis zu 48 Grad Celsius, Todesfälle durch Ersticken, Dehydration und Folter und sexuelle Belästigung von Frauen und Kindern.

Ein Bericht der Organisation Catholic Relief Services zeigt, die Einkommen aus der neuen Erdölpipeline kaum der Armutsbekämpfung zu Gute kommen. Das Kontrollsystem über die Nutzung der Gewinne gilt nur für die drei ursprünglichen Explorationen, nicht für die neuen Bohrungen.

In der Affäre um die mutmaßlich geplante Entführung von Kindern aus dem Tschad sind 7 der 17 festgenommenen Europäer in ihre Heimatländer ausgereist. Frankreichs Präsident Sarkozy hatte die drei französischen Reporter und vier spanische Stewardessen selbst in seinem Flugzeug mitnehmen können.

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