Schlagwort: Tschad

In einem Hirtenwort warnen die Bischöfe vor der Gefahr eines Bürgerkriegs und fordern einen „Waffenstillstand“ der Rebellen und eine Verschiebung der geplanten Wahlen. Auch UN-Generalsekretär Kofi Annan befürchtet eine Ausweitung des Darfurkonflikts in den Tschad, die die gesamte Region destabilisieren könnte

Präsident Idriss Deby hat den Ausnahmezustand für 15 Tage erklärt. Oppositionsführer, die während des Angriffs der Rebellenmilizen verschwunden waren, haben sich wieder zu Wort gemeldet.

Schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen haben im Südosten etwa 140 Opfer gefordert. 10% aller Dörfer in der Region sollen zerstört sein.

Die sechs Mitarbeiter der Hilfsorganisation Zoe, die ihre Haftstrafen in französischen Gefängnissen verbüßten, wurden vom Obersten Gerichtshof im Tschad begnadigt. Sie hatten versucht, 103 tschadische Kinder nach Frankreich zu bringen.

In Paris wurde der 27 jährige Sohn des tschadischen Präsidenten, Brahim Déby, auf einem Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung tot aufgefunden. Eine vorläufige Autopsy deutet darauf hin, dass er mit den Inhalt eines Feuerlöscher erstickt wurde. Letztes Jahr enthob ihn sein Vater, Idriss Déby, wegen Drogen- und Waffenhandel seiner Ämter.

Mit drei seiner Minister reiste Präsident Zuma zum ECCAS Gipfel nach N’Djameni. Die zentralafrikanischen Länder wollen dort versuchen, die verfassungsmäßige Ordnung in der Zentralafrikanischen Republik wieder herzustellen. In dem Ansturm auf die Hauptstadt Bangui vor zehn Tagen kamen auch 13 südafrikanische Soldaten ums Leben. Überlebende der Schutztruppe aus Südafrika berichteten von toten Kindersoldaten unter den Rebellen, und die Öffentlichkeit diskutiert, ob die reichen Bodenschätze für die Präsenz ihrer Soldaten in Zentralafrika verantwortlich sind.

Das ist die Feststellung einer BICC-Studie über das Erdölprojekt in Tschad. Das Ziel des von der Weltbank unterstützten Projekts, die Entwicklung des Landes zu fördern, sei fehlgeschlagen. Die Einnahmen seien nur ungenügend in Entwicklungsprojekte investiert worden, und die Bevölkerung nur unzureichend für die entstandenen Umweltschäden entschädigt worden. Auch sollen Gewaltkonflikte in der Gegend durch das Öl finanziert werden.

Nach offiziellen Angaben aus Ndjamena haben tschadische Soldaten am Sonntag bei der Abwehr eines Angriffs auf eine Garnison in der Stadt Adre mehr als 300 Rebellen getötet. Danach seien die restlichen Angreifer in den Sudan hinein verfolgt worden. Die Armee habe dabei auch Rebellenstützpunkte auf sudanesischem Territorium zerstört.

Ein Gesetz, das vorschreibt, einen Teil der Erdöleinkommen für Armutsbekämpfung zu verwenden, soll jetzt abgeändert werden. Das Geld soll für die Lösung der Finanz- und Sicherheitsprobleme des Landes verwendet werden. Das Gesetz war eine Bedingung der Weltbank für die Finanzierung der 3.7 Milliarden teuren Pipeline.

In den Vororten der Hauptstadt lieferten sich Regierungstruppen und Einheiten der Rebellenbewegung FUC heftige Kämpfe. Die Rebellen haben im Südosten des Landes mehrere Städte eingenommen. Die Armee konnte die Ortschaft Mongo wiedererobern. Ziel der Rebellen ist es, die Wiederwahl von Präsident Idriss Déby am 3. Mai zu verhindern. Frankreich, das Präsident Idriss Déby unterstützt, hat seine militärische Präsenz verstärkt. Hinter den Rebellen steht der Sudan und auch chinesische Interessen am Erdöl des Tschad.

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