Schlagwort: Tschad

Jesuitenpater Henri Coudray, ein Experte in Islamwissenschaften und aktiv im interreligiösen Dialog, wurde zum ersten Apostolischen Vikar von Mongo ernannt. Unter den 1,7 Einwohnern leben nur 6000 Katholiken. Die katholische Kirche versorgt 60.000 Flüchtlinge aus dem Landesinnern und aus dem Sudan. Zusammen mit den lokalen Behörden organisiert der Flüchtlingsdienst der Jesuiten Schul-und Weiterbildung und arbeitet an der Resozialisierung von Kindersoldaten, die von den Rebellen rekrutiert und missbraucht wurden.

Präsident Déby lud Staatchefs aus 5 Nachbarländern zu einem Sondergipfel in die Hauptstadt N’djaména ein, um deren Unterstützung gegen den Sudan zu bekommen, den er beschuldigt, sein Land destabilisieren zu wollen.

Schwere Kämpfe an der Grenze zwischen Tschad und Sudans Kriegsregion Darfur bringen den tschadischen Präsidenten Idriss Déby in Bedrängnis. Sudan wirft ihm die Unterstützung der Darfur-Rebellen vor.

Nachdem Kämpfer der JEM-Rebellen mit Hilfe des Tschad der sudanesischen Armee in Darfur eine empfindliche Niederlage beigebracht hatten, haben regierungstreue Janjaweed-Milizen im Gegenzug Dörfer im Tschad angegriffen. 55.000 Menschen sind auf der Flucht. Gleichzeitig kämpfen im Südosten des Tschad mehrere Rebellenbewegungen gegen die tschadische Armee.

Der Tschad schließt seine Botschaft in Taiwan und nimmt diplomatische Beziehungen mit China auf. Nur noch 5 afrikanische Staaten erkennen Taiwan an.

Die Regierung hat die Drohung, 210.000 sudanesische Flüchtlinge auszuweisen, zurückgenommen. Die Afrikanische Union versucht, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln.

Nach den Rebellenangriffen auf die Hauptstadt hat nach Regierungsangaben 370 Rebellen getötet und 287 gefangengenommen. Die Regierung hat die diplomatischen Beziehungen mit dem Sudan gebrochen und mit einer Ausweisung der sudanesischen Flüchtlinge gedroht. Sie beschuldigt Khartum, die Rebellen zu unterstützen. Der Weltbank drohte der Tschad mit einer Einstellung der Erdölexporte, wenn die eingefroreren Erdöleinnahmen nicht freigegeben werden.

Der zuständige Untersuchungsrichter hat beschlossen, dass die sechs Mitglieder der Arche de Zoé sich wegen Entführung Minderjähriger und Betruges vor einem tschadischen Gericht verantworten müssen. Den Angeklagten drohen bis zu zwanzig Jahre Zwangsarbeit.

Der seit 2005 amtierende Ministerpräsident verstarb in Paris. Yoadimnadji sollte dort nach einem Herzinfarkt weiter behandelt werden. Er wurde 56 Jahre alt.

Nach dreiwöchigen Verhandlungen in Libyen haben vier tschadische Rebellengruppen mit der Regierung einen Waffenstillstand und den Austausch aller Gefangenen ausgehandelt. Die Gruppen dürfen politische Parteien bilden und können in die Sicherheitskräfte aufgenommen werden.

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