Schlagwort: Tschad

Nachdem Kämpfer der JEM-Rebellen mit Hilfe des Tschad der sudanesischen Armee in Darfur eine empfindliche Niederlage beigebracht hatten, haben regierungstreue Janjaweed-Milizen im Gegenzug Dörfer im Tschad angegriffen. 55.000 Menschen sind auf der Flucht. Gleichzeitig kämpfen im Südosten des Tschad mehrere Rebellenbewegungen gegen die tschadische Armee.

Der Tschad schließt seine Botschaft in Taiwan und nimmt diplomatische Beziehungen mit China auf. Nur noch 5 afrikanische Staaten erkennen Taiwan an.

Die Regierung hat die Drohung, 210.000 sudanesische Flüchtlinge auszuweisen, zurückgenommen. Die Afrikanische Union versucht, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln.

Nach den Rebellenangriffen auf die Hauptstadt hat nach Regierungsangaben 370 Rebellen getötet und 287 gefangengenommen. Die Regierung hat die diplomatischen Beziehungen mit dem Sudan gebrochen und mit einer Ausweisung der sudanesischen Flüchtlinge gedroht. Sie beschuldigt Khartum, die Rebellen zu unterstützen. Der Weltbank drohte der Tschad mit einer Einstellung der Erdölexporte, wenn die eingefroreren Erdöleinnahmen nicht freigegeben werden.

Der zuständige Untersuchungsrichter hat beschlossen, dass die sechs Mitglieder der Arche de Zoé sich wegen Entführung Minderjähriger und Betruges vor einem tschadischen Gericht verantworten müssen. Den Angeklagten drohen bis zu zwanzig Jahre Zwangsarbeit.

Der seit 2005 amtierende Ministerpräsident verstarb in Paris. Yoadimnadji sollte dort nach einem Herzinfarkt weiter behandelt werden. Er wurde 56 Jahre alt.

Nach dreiwöchigen Verhandlungen in Libyen haben vier tschadische Rebellengruppen mit der Regierung einen Waffenstillstand und den Austausch aller Gefangenen ausgehandelt. Die Gruppen dürfen politische Parteien bilden und können in die Sicherheitskräfte aufgenommen werden.

Ein Regierungssprecher in der Hauptstad N’Djamena berichtete von einer kleinen Gruppe böswilliger Individuen, die eine „Verschwörung zur Destabilisierung“ des Landes vorbereitet hatten. Sie sei inzwischen „neutralisiert“ worden. Unruhen und Gewalt sind nicht neu in Tschad. Der jetzige Präsident Idriss Deby selbst ist 1990 in einem Putsch an die Macht gelangt.

Ein Bericht von amnesty international (ai) beklagt die sexuelle Gewalt, der Frauen und Mädchen aus Darfur in den Flüchtlingslagern des Tschad täglich ausgesetzt sind. Dorfbewohner, Mitglieder der tschadischen Streitkräfte und sogar Mitarbeiter von Hilfsorganisationen vergreifen sich an den schutzlosen Flüchtlingen.

Die verurteilten Mitarbeiter der Organisation Zoe’s Arche sind nach Frankreich überführt worden. Die vier Männer und zwei Frauen waren von einem tschadischen Gericht zu acht Jahren Gefängnis mit schwerer Arbeit verurteilt worden.

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