Schlagwort: Tschad

Der Tschad See, der über 30 Millionen Menschen Lebensunterhalt gibt, ist seit 1963 von 25.000 auf 2.500 km2 geschrumpft. Ursache ist die Ausbreitung der Wüste, mangelnder Regenfall und Bewässerungsanlagen. Ein Projekt der Anreiherstaaten, Wasser aus dem Oubangui Fluss im Kongo in den See umzuleiten, stößt auf unüberwindliche Hindernisse.

In N’Jameni haben sechs afrikanische Staaten den Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten verboten Neben dem Gastgeberland Tschad verpflichten sich auch Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Niger, Nigeria und Sudan, jegliche Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren zu beenden Nichtbeobachtung soll selbst im Fall von Amnestien strafbar sein.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will zdurch einen weiteren Besuch im Tschad einen politischen Dialog mit der Opposition in Gang bringen und auf die Freilassung der inhaftierten Oppositionsführer drängen. Er fliegt von dort weiter nach Südafrika.

Tschad will Truppen in die Zentralafrikanische Republik entsenden, um den Kampf gegen Rebellengruppen zu unterstützen. In beiden Ländern bedrohen Milizen, die vom Sudan Hilfe erhalten, die Sicherheit. Der Darfur-Konflikt droht sich auszubreiten.

Der Anführer der Rebellengruppe ‚United Front for Democratic Change‘, Mahamat Nour Abdelkerim, wurde von Präsident Deby zum Verteidungsminister ernannt. Kämpfer der Rebellen hatten bei einem Angriff auf Ndjamena 2006 den Tod von Hunderten Bewohnern verursacht, aber vor zwei Monaten in Libyen ein Friedensabkommen unterzeichnet.

Die Regierungen des Tschad und des Sudan haben am Schlusse eines Treffens in Libyen, an dem sechs Länder teilnahmen, ein Abkommen unterzeichnet, wieder diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Eine Friedenstruppe soll das Eingriffe der Rebellen im Tschad verhindern.

In der Hälfte aller Regionen haben schwere Regenfälle Felder zerstört und 70.000 Menschen obdachlos gemacht. UN-Organisationen warnen vor einer Lebensmittelknappheit.

Drei Transall Transportflugzeuge der französischen Luftwaffe haben eine Luftbrücke eingerichtet, um Versorgungsgüter für die vertriebene Bevölkerung und für sudanesische Flüchtlinge in den Osten des Landes zu schaffen.

Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat für die geplante Schutztruppe im Tschad und der Zentralafrikanischen Republik unter EU-Führung verabschiedet. Sie soll die Bevölkerung der vom Dafür-Konflikt mitbetroffenen Nachbarländer des Sudans vor Übergriffen und Gewaltakten durch Rebellen schützen. Laut Resolution sollen der Mission MINURCAT bis zu 300 Polizisten, 50 Militärs und zivile Mitarbeiter angehören.

Die Präsidenten des Tschad und des Sudans sind in Dakar übereingekommen, die Friedensabkommen der Vergangenheit endlich umzusetzen. Da die diversen Rebellengruppen nicht einbezogen wurden, sind Beobachter der Region eher skeptisch.

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