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Das UN-Flüchtlingsprogramm sieht Anzeichen eines Völkermords im Osten des Tschad, wo Janjaweed-Milizen wie in Darfur Flüchtlingslager angreifen und mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung Hunderte von Menschen ermorden.

Angriffe der Rebellenorganisation ‚Vereinigte Kräfte für den Wandel‘ (FUC), die für den Sturz von Präsident Idriss Déby kämpfen, haben sich in letzter Zeit in Osten des Tschad vermehrt. Die tschadischen Widerstandsbewegung ist allerdings zerstritten. Sudan und Tschad beschuldigen sich gegenseitig, feindliche Rebellengruppen zu unterstützen.

Vier Kandidaten werden Präsident Idriss Deby in den Wahlen am 3. Mai herausfordern. 20 Oppositionsparteien haben die Wahlen als eine Farce abgelehnt und werden sich nicht beteiligen.

Eineinhalb Wochen nach dem Rebellenangriff auf die tschadische Hauptstadt N’Djamena hat die Europäische Union die Stationierung der 3700 Mann starken Eufor-Truppe im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik wieder aufgenommen.

Etwa 2000 Migranten vom Tschad, die vor den Kämpfen in Libyen flüchten wollten, sind nach IOM Berichten in Ödland gestrandet. Die meisten sind Frauen mit Kindern und ältere Menschen, die nun ohne Schutz vor Sonne, Wind und Sand und ohne Zugang zu Wasser und Nahrung im Grenzland campen. Die Gegend ist auch bevorzugtes Rückzugsgebiet von Banditen. IOM plant eine Luftbrücke. Trotz des harschen Terrains haben es schon 40,000 Flüchtlinge geschafft, auf diesem Weg in den Süden zu gelangen.

Die Regierung hat den Sudan verantwortlich gemacht für einen Rebellenangriff auf die Stadt Adrè in der Nähe der Grenze.

Nachdem der UN-Sicherheitsrat Mitglieder aufgerufen hat, die Regierung des Tschad zu unterstützen, hat Frankreich den Rebellen mit militärischen Aktionen gedroht. Die Rebellen beschuldigen Frankreich mit Mirage-Kampfflugzeugen in die Kämpfe eingegriffen zu haben, zeigen sich aber bereit, einen Waffenstillstand auszuhandeln.

Die beiden Länder hatten gerade ein Abkommen über Versöhnung und Zusammenarbeit unterzeichnet, als drei Rebellengruppen, unterstützt vom Sudan, in Tschad einmarschierten. Das tschadische Militär behauptet, die Eindringlinge gestoppt zu haben. Die Rebellen aber sagen, dass sie auf dem Weg zur Hauptstadt N’Djameni sind. Frankreich verurteilt die Invasion und versucht eine Eskalation zu verhindern.

Die Regierung hat fünf Lizenzen, die der China National Petroleum Company (CNPC) zur Exploration von Erdölvorkommen gewährt wurden, wieder zurückgezogen. Der Tschad fordert von den Chinesen eine Kompensation von 1.2 Milliarden Dollar für verursachte Umweltschäden und will den Streit vor einem französischen Gericht austragen. Die Beziehungen mit dem Unternehmen sind seit einem Streik der Arbeiter um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gespannt.

Der Oberbefehlhaber der tschadischen Armee, General Abakar Itno, kam bei Kämpfen gegen die Rebellenbewegung ‚Rally for Democracy and Liberty ‚ ums Leben. Tschad beschuldigt den Sudan die Rebellen zu unterstützen.

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