Schlagwort: Tschad

Die Organisation Freedom House hat Tschad auf die Liste der repressivsten Regime der Welt gesetzt. Es befindet sich so auf derselben Stufe wie China, Simbabwe und Syrien. Das Leben in all diesen Ländern sei erstickend, sagt die Geschäftsführerin Jennifer Windsor, da alle Grundrechte der Bürger missachtet würden.

Frankreich hat sich bereit erklärt, die noch ausstehenden Posten für die geplante EU-Friedenstruppe EUFOR für den Tschad und die Zentralafrikanische Republik zu finanzieren. Die 2.100 starke Truppe könnte so Anfang Februar mit ihrem Einsatz beginnen.

Da eine UN-Friedenstruppe nach Darfur von der sudanesischen Regierung kategorisch abgelehnt wird, untersuchen die USA und Frankreich Möglichkeiten einer UN-Präsenz im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik. Beide Länder werden von Darfur aus destabilisiert.

In einem Hirtenbrief fordern die katholischen Bischöfe Regierung und Rebellen zum Dialog auf. Krieg sei keine Lösung der Probleme, wie die leidvolle Geschichte seit der Unabhängigkeit beweise. Die Bischöfe verlangen eine gerechte Nutzung des Reichtums des Landes zum Wohl aller.

Ähnlich wie in Darfur haben sudanesischen Reitermilizen Dörfer im Tschad angegriffen. Nach Angaben der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR, die die Lage als ‚apokalyptisch‘ geschreibt, sollen bis zu 400 Menschen umgebracht worden sein.

Nach einem Urteil des Berufungsgerichts kann der ehemalige Präsident des Tschad nicht an Belgien ausgeliefert werden, wo eine Anklage wegen Massenmord und Foltern gegen ihn vorliegt. Habré wurde auf freien Fuss gesetzt.

Der Streit zwischen der Regierung und den Ölkonzern Petronas (Malaysia) and Chevron (USA) ist geregelt, nachdem die Unternehmen zusagten, 280 Million Dollar Steuerrückstände zu zahlen. Die Regierung hatte gedroht, die Firmen zu enteignen.

Die Außenminister der EU haben den Einsatz der 3.700 starken EUFOR Truppe im Tschad und im Nordosten der Zentralafrikanischen Republik gebilligt. Sie soll die Sicherheit von einer viertel Million Flüchtlingen in der Region gegen Angriffe aus dem Sudan gewährleisten.

Wegen mehrerer Ölspills hat der zuständige Minister, Djerassem Le Bemadjiel, die Erdölexploration durch das chinesische Unternehmen ‚China National Petroleum Corporation‘ in Koudalwa suspendiert. Die von der gleichen Firma betriebene Raffinerie in Ndjamena stellte wegen eines Streits um den Benzinpreis ihre Produktion vorläufig ein.

Im Osten des Tschad, nahe der Krisenprovinz Darfur, sind heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Rebellen ausgebrochen. Die Armee berichtet von mehreren hundert toten Aufständischen. Die betroffene Region soll das Einsatzgebiet der EU-Friedenstruppe sein, die Anfang kommenden Jahres im Osten des Tschad stationiert werden soll.

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