Schlagwort: Tansania

Die Regierung hat offiziell den 24-Stunden-Betrieb von Passagierbussen im Landesinneren erlaubt.  Mit dieser Ankündigung wird das in den 1990er Jahren verhängte Verbot aufgehoben, das eine Reaktion auf die steigende Zahl von Verkehrsunfällen und Busentführungen war. Premierminister Kassim Majaliwa wies darauf hin, dass Fortschritte bei der Infrastruktur und den Sicherheitsmaßnahmen zur Neubewertung des Nachtfahrverbots beigetragen haben. Es wird erwartet, dass die Aufhebung dieses jahrzehntelangen Verbots erhebliche Auswirkungen auf den Verkehrssektor des Landes haben wird, mit potenziellen Vorteilen in Form von Wirtschaftswachstum und verbesserten Reisemöglichkeiten für die Passagiere.

Der Direktor für Diaspora-Angelegenheiten im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und ostafrikanische Zusammenarbeit, Botschafter James Bwana, hat die im Ausland lebenden Tansanier (Diaspora) aufgefordert, Investitionsprojekte zu identifizieren, die vom Nationalen Sozialversicherungsfonds (NSSF) durchgeführt werden, und zu prüfen, wie sie mitarbeiten können. „Ich fordere alle „Diaspora“ auf, in verschiedene NSSF-Projekte zu investieren, darunter die Häuser in Toangoma, Kijichi und Dungu in Dar es Salaam sowie die Grundstücke in verschiedenen Gebieten, die zu einem niedrigen Preis verkauft werden“. Nach Regierungsangaben leben 1,5 Millionen Tansanier in der Diaspora und haben im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Dollar (etwa 2,5 Billionen Schilling) nach Hause geschickt. Tansania wird den Prozess der Einführung eines Sonderstatus für seine in der Diaspora lebenden Bürger bis Ende 2023 abschließen.

Die wiederkehrenden Dürren, hat die Gemeinden im Norden Tansanias unter Druck gesetzt. Eine Gruppe von Massai-Frauen hat mit der Honigproduktion begonnen, um ein zusätzliches Einkommen zu erzielen, die Zukunft ihrer Kinder zu sichern und zur Regeneration des Waldes beizutragen. Unterstützt werden sie von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) sowie dem Internationalen Institut für Umwelt und Entwicklung (IIEED) und AgriCord. Honig ist ein großes Geschäft in Tansania, aber traditionell ist diese Aufgabe den Maasai-Männern vorbehalten.

Die Regierung hat die Verwendung von 16 Titeln einer beliebten Kinderbuchserie „Diary of a Wimpy Kid“- in Schulen verboten, weil sie angeblich für LGBTQ-Rechte eintreten. Die Reihe verstoße gegen die Traditionen, Bräuche und Kulturen des Landes, so die Behörden. Schulen, die diese Bücher verwenden, müssen mit disziplinarischen und rechtlichen Maßnahmen rechnen, darunter auch mit dem Entzug ihrer Zulassung.

Im Hafen von Mwanza am Viktoriasee hat Tansania das größte lokal gebaute Frachtschiff in der Region der Großen Seen schwimmen lassen. Es soll den Transport zwischen den ostafrikanischen Ländern, die sich den See teilen, erheblich verbessern. Es wird 1.200 Passagiere, 400 Tonnen Fracht und 20 Fahrzeuge transportieren können. Baukosten sind 46.6 Mio. US$. Das Schiff ist bis zu 82% fertiggestellt. Bei der Veranstaltung sagte Tansanias Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Verkehr, Gabriel Migire, der Bau des Schiffes sei eine Initiative, um den Handel zwischen den Regionen am Rande des Sees größer und effizienter zu machen.

Vedant Patel, der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, sagte, “dass afrikanische Länder, die mit der Wagner-Gruppe zusammenarbeiten, den regionalen Frieden und die Sicherheit gefährden.“ Die USA hat Personen und Einrichtungen, die mit der russischen paramilitärischen Organisation in Verbindung stehen, wegen ihrer Rolle bei der Rekrutierung von Gefangenen, darunter auch Afrikaner, für den Kampf in der Ukraine mit Sanktionen belegt. Die US-Sanktionen gegen die Wagner-Gruppe erstrecken sich auch auf fünf Unternehmen (ein Luftfahrtunternehmen, eine Propagandaorganisation und Wagner-Tarnfirmen), die Teil der zentralen Infrastruktur der Gruppe sind. Diese Unternehmen befinden sich in der Zentralafrikanischen Republik, China, Luxemburg und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Jewgeni Prigoschin, der Chef der Wagner-Gruppe, provozierte die US-Finanzministerin Janet Yellen mit einem Brief, in dem er vorschlug, eine Niederlassung in den USA zu eröffnen. Viele afrikanische Länder haben Russland nicht direkt dafür verurteilt, dass es ihre Staatsangehörigen für den Kampf in der Ukraine rekrutiert hat. Nur Tansania hat seine Staatsangehörigen offiziell davor gewarnt, in ausländischen Kriegen zu kämpfen.

In der nordwestlichen Stadt Mwanza  hielt Chadema, die wichtigste Oppositionspartei Tansanias, ihre erste öffentliche Kundgebung seit mehr als 6 Jahren ab;  nur drei Wochen nachdem Präsident Samia Suluhu Hassan ein 2016 verhängtes Verbot politischer Versammlungen aufgehoben hatte.

„Nach unseren Gesetzen haben die politischen Parteien das Recht, öffentliche Versammlungen abzuhalten. Ich bin heute hier, um die Erlaubnis zu erteilen, dass die Ankündigung, öffentliche Versammlungen zu verhindern, nun aufgehoben ist“, sagte Präsidentin Samia Suluhu Hassan am dem lokalen Nachrichtensender ITV. Das Verbot wurde vom ehemaligen Präsidenten John Magufuli 2016 während seiner ersten Amtszeit verhängt. Ursprünglich sollte es für alle politischen Parteien gelten, doch Kritiker sagten, es ziele nur auf die Opposition ab.

Seit dem 13. Dezember sind Touristen und Bergsteiger auf Afrikas höchstem Gipfel (5895 Meter) mit High-Speed-Internet verbunden. Neben der erhöhten Sicherheit ist es auch Ziel der tansanischen Regierung, mehr Touristen auf den Berg zu locken, besonders nach der lähmenden Corona Pandemie. Dabei will man aber auch den Kilimandscharo – Weltnaturerbe – schützen. Klimawissenschaftler vermuten, dass die Gletscher in ein paar Jahren geschmolzen sind. In den letzten Monaten verwüsteten schwere Waldbrände 3.400 Hektar des Nationalparks. Bis jetzt gab es etwa 50.000 Bergsteiger im Jahr. Ob die Natur am Kilimandscharo den angestrebten Touristenansturm – 5 Mio. pro Jahr sollen ins Land kommen – standhält, muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall wird man bald im Netz viele Bilder von stolzen Touristen auf dem „Dach Afrikas“ sehen.

Als am vergangenen Sonntag die tansanische Passagiermaschine zwischen Dares Salam und Bukoba kurz vor der Landung in den Viktoriasee stürzte, waren die Fischer direkt am Unglücksort. Mit ihren Rudern zertrümmerten sie die hintere Tür, so dass die Passagiere im hinteren Teil des Flugzeugs gerettet werden konnten. Von den 43 Menschen an Bord überlebten 24. Unter den Toten waren auch die beiden Piloten, die noch einen Notruf ausschicken konnten. Die Ursache des Absturzes wird auf schlechte Wetterbedingungen zurückgeführt.

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