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Tansanias Präsidentin Samia Suluhu Hassan hat die brutale Ermordung von Mohamed Ali Kibao, eines hochrangigen Mitglieds der größten Oppositionspartei Chadema verurteilt. Am Freitag wurde der 69jährige auf dem Weg von Dar es Salaam, in seine Heimatstadt Tanga von mutmaßlichen Sicherheitsbeamten aus einem Bus gezwungen. Seine Leiche wurde in Ununio, dem Hafenviertel von Dar es Salaam, gefunden. Die Obduktion habe ergeben, dass Kibao „schwer geschlagen und ihm Säure ins Gesicht geschüttet“ worden sei, so die Nachrichtenagentur AFP. Präsident Samia verurteilte die „brutalen Taten“ und forderte eine Untersuchung des Mordes. Sie fügte hinzu „Unser Land ist eine Demokratie, und jeder Bürger hat das Recht auf Leben“.

Der bilaterale Handel zwischen Tansania und Brasilien hat innerhalb von zehn Jahren ein Volumen von 74,8 Millionen US-Dollar (203,2 Mrd. Euro) erreicht, was ein stetiges Wachstum der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern widerspiegelt. Das gestiegene Handelsvolumen entspricht einem Anstieg von 13 % in 12 Jahren. Die wichtigsten Exporte Brasiliens nach Tansania sind Geflügelfleisch, schwere Baufahrzeuge und Rohzucker, während Tansania Vinylpolymere und auch Rohtabak exportiert.

Mit der Einweihung der Normalspurbahnstrecke Dar es Salaam-Dodoma durch Präsidentin Samia Suluhu Hassan wurde ein historischer Meilenstein im Verkehrssektor erreicht. Bei der offiziellen Eröffnung der Strecke Dar es Salaam – Morogoro kamen die Fahrgäste in den Genuss einer kostenlosen Fahrt, mehr als 1400 Fahrgästen hatten Freifahrscheine. Der Zug startete um 6:10 Uhr in Dar es Salaam und kam um 7:56 Uhr im Hauptbahnhof von Morogoro an, wo er 300 km in nur 1:45 Stunden zurücklegte. Die neuen elektrischen SGR-Züge stellen einen großen Fortschritt in der Infrastruktur des Landes dar und bieten mehr Effizienz und Konnektivität. Sie werden den Reiseverkehr innerhalb Tansanias revolutionieren, indem sie die Reisezeiten erheblich verkürzen und die Wirtschaftstätigkeit in verschiedenen Regionen ankurbeln.

Einem Bericht von Human Rights Watch (HRW) zufolge hat Tansania indigene Massai gewaltsam von ihrem angestammten Land vertrieben. In dem Bericht heißt es, dass die tansanische Regierung mehr als 82.000 Menschen von Land umzusiedeln beabsichtigt, das sie für „Schutz- und Tourismuszwecke“ vorgesehen hat. Das 2022 gestartete Programm zielt darauf ab, die Menschen, die im Ngorongoro-Schutzgebiet (NCA) leben, wo die Massai seit Generationen zu Hause sind, in das etwa 600 km entfernte Dorf Msomera umzusiedeln. Im Zuge dieses Vorhabens kam es zu Spannungen zwischen den Behörden und der Nomadengemeinschaft, die zeitweise zu tödlichen Zusammenstößen führten.

Eine Gesetzesänderungen soll die National Food Reserve Agency (NFRA) ermächtigen, Zucker als nationale Lebensmittelreserve zu kaufen, zu lagern und zu reservieren und bei Engpässen auf dem Inlandsmarkt zu liefern. Zucker soll in die Kategorie der Lebensmittelsicherheit aufgenommen werden. Tansania ist ein Zuckerdefizitland, dessen Produktion im Wirtschaftsjahr 2022/23 460.049 Tonnen erreichte, während die Nachfrage im Wirtschaftsjahr 2023/2024 bei rund 800.000 Tonnen lag.

Premierminister Kassim Majaliwa hat während des Eid ElAdha Baraza, die Tansanier an die dringende Notwendigkeit erinnert, sich an moralische Grundsätze zu halten. Es helfe den Menschen, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden und sie zu aufrechten Bürgern zu machen. Er forderte die Öffentlichkeit außerdem auf, dafür zu sorgen, dass die Jugend die nationalen Bräuche, Traditionen und Kulturen übernimmt. Gleichzeitig rief er die Tansanier dazu auf, sich weiterhin für Frieden, Liebe, Einheit, Solidarität und Mitgefühl einzusetzen und von Gewalt, Unterdrückung und Friedensstörung abzusehen. Ferner sagte er: „Ich möchte Ihnen und allen Religionsgemeinschaften dafür danken, dass Sie weiterhin für den Frieden, die Solidarität und die Stabilität in unserem Land beten.“

Die StopEACOP-Koalition verurteilt die anhaltende Schikanierung und Einschüchterung der vom Projekt der East African Crude Oil Pipeline (EACOP) betroffenen Menschen in Tansania. Bei dem East African Crude Oil Pipeline Project (EACOP) handelt es sich um eine 1.443 km beheizte Pipeline, die das aus den ugandischen Ölfeldern am Albertsee gefördertes Öl zum Hafen von Tanga in Tansania transportieren soll, von wo aus es dann auf die Weltmärkte weiterverkauft wird. Die Regierungen Ugandas und Tansanias bauen die EACOP gemeinsam mit TotalEnergies sowie der China National Offshore Oil Corporation (CNOOC).

Die US-Botschaft in Tansania ist wegen eines Internetausfalls, der mehrere ostafrikanische Länder betrifft, für zwei Tage geschlossen. Der Internetausfall dauert seit Sonntagmorgen an und führte zu schlechten Verbindungen in Tansania, Kenia, Ruanda und Uganda. Der lückenhafte Service ist das Ergebnis von Störungen in den Unterseekabeln, die die Region über Südafrika mit dem Rest der Welt verbinden.

Die Weltbank hat ihre Finanzierung eines 150 Millionen Dollar (120 Millionen Euro) teuren Tourismusprojekts in Tansania nach Vorwürfen von Vergewaltigungen, Vertreibungen und Morden gestoppt.  Das Projekt „Resilient Natural Resource Management for Tourism and Growth“ (Regrow) wurde 2017 ins Leben gerufen, um die „Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und der touristischen Ressourcen“ im Süden Tansanias zu verbessern, unter anderem in einer Reihe von Nationalparks, so die Bank. Die Größe des Ruaha-Nationalparks sollte verdoppelt werden. Die Erweiterung hat jedoch zu weit verbreiteten Missbräuchen geführt. In den letzten Jahren haben Gruppen wie Amnesty International und Human Rights Watch die Regierung beschuldigt, Tausende von Tansaniern, die der Volksgruppe der Massai angehören, gewaltsam zu vertreiben, um ein Wildreservat in der nördlichen Ngorongoro-Region zu entwickeln.

Der April markiert den Höhepunkt der Regenzeit in Tansania. In diesem Jahr gab es die stärksten Regenfälle der letzten Jahre. Die Küstenregion des Landes gehört zu den am stärksten betroffenen Gebieten, wo die Überschwemmungen Tausende von Farmen in Mitleidenschaft gezogen haben. Das Wetterphänomen El Niño hat die diesjährigen saisonalen Regenfälle nach Angaben von Wetterexperten verschlimmert. Die schweren Regenfälle haben auch zum Tod von mindestens 13 Menschen und zur Vertreibung von etwa 15.000 Menschen im benachbarten Kenia geführt, so die UN.

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