Schlagwort: Tansania

Eine Gesetzesänderungen soll die National Food Reserve Agency (NFRA) ermächtigen, Zucker als nationale Lebensmittelreserve zu kaufen, zu lagern und zu reservieren und bei Engpässen auf dem Inlandsmarkt zu liefern. Zucker soll in die Kategorie der Lebensmittelsicherheit aufgenommen werden. Tansania ist ein Zuckerdefizitland, dessen Produktion im Wirtschaftsjahr 2022/23 460.049 Tonnen erreichte, während die Nachfrage im Wirtschaftsjahr 2023/2024 bei rund 800.000 Tonnen lag.

Premierminister Kassim Majaliwa hat während des Eid ElAdha Baraza, die Tansanier an die dringende Notwendigkeit erinnert, sich an moralische Grundsätze zu halten. Es helfe den Menschen, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden und sie zu aufrechten Bürgern zu machen. Er forderte die Öffentlichkeit außerdem auf, dafür zu sorgen, dass die Jugend die nationalen Bräuche, Traditionen und Kulturen übernimmt. Gleichzeitig rief er die Tansanier dazu auf, sich weiterhin für Frieden, Liebe, Einheit, Solidarität und Mitgefühl einzusetzen und von Gewalt, Unterdrückung und Friedensstörung abzusehen. Ferner sagte er: „Ich möchte Ihnen und allen Religionsgemeinschaften dafür danken, dass Sie weiterhin für den Frieden, die Solidarität und die Stabilität in unserem Land beten.“

Die StopEACOP-Koalition verurteilt die anhaltende Schikanierung und Einschüchterung der vom Projekt der East African Crude Oil Pipeline (EACOP) betroffenen Menschen in Tansania. Bei dem East African Crude Oil Pipeline Project (EACOP) handelt es sich um eine 1.443 km beheizte Pipeline, die das aus den ugandischen Ölfeldern am Albertsee gefördertes Öl zum Hafen von Tanga in Tansania transportieren soll, von wo aus es dann auf die Weltmärkte weiterverkauft wird. Die Regierungen Ugandas und Tansanias bauen die EACOP gemeinsam mit TotalEnergies sowie der China National Offshore Oil Corporation (CNOOC).

Die US-Botschaft in Tansania ist wegen eines Internetausfalls, der mehrere ostafrikanische Länder betrifft, für zwei Tage geschlossen. Der Internetausfall dauert seit Sonntagmorgen an und führte zu schlechten Verbindungen in Tansania, Kenia, Ruanda und Uganda. Der lückenhafte Service ist das Ergebnis von Störungen in den Unterseekabeln, die die Region über Südafrika mit dem Rest der Welt verbinden.

Die Weltbank hat ihre Finanzierung eines 150 Millionen Dollar (120 Millionen Euro) teuren Tourismusprojekts in Tansania nach Vorwürfen von Vergewaltigungen, Vertreibungen und Morden gestoppt.  Das Projekt „Resilient Natural Resource Management for Tourism and Growth“ (Regrow) wurde 2017 ins Leben gerufen, um die „Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und der touristischen Ressourcen“ im Süden Tansanias zu verbessern, unter anderem in einer Reihe von Nationalparks, so die Bank. Die Größe des Ruaha-Nationalparks sollte verdoppelt werden. Die Erweiterung hat jedoch zu weit verbreiteten Missbräuchen geführt. In den letzten Jahren haben Gruppen wie Amnesty International und Human Rights Watch die Regierung beschuldigt, Tausende von Tansaniern, die der Volksgruppe der Massai angehören, gewaltsam zu vertreiben, um ein Wildreservat in der nördlichen Ngorongoro-Region zu entwickeln.

Der April markiert den Höhepunkt der Regenzeit in Tansania. In diesem Jahr gab es die stärksten Regenfälle der letzten Jahre. Die Küstenregion des Landes gehört zu den am stärksten betroffenen Gebieten, wo die Überschwemmungen Tausende von Farmen in Mitleidenschaft gezogen haben. Das Wetterphänomen El Niño hat die diesjährigen saisonalen Regenfälle nach Angaben von Wetterexperten verschlimmert. Die schweren Regenfälle haben auch zum Tod von mindestens 13 Menschen und zur Vertreibung von etwa 15.000 Menschen im benachbarten Kenia geführt, so die UN.

Der zweite Präsident Tansanias Ali Hassan Mwinyi ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Er setzte harte wirtschaftliche und politische Reformen durch, die das ostafrikanische Land vom Sozialismus zu einer offenen Wirtschaft und einer Mehrparteiendemokratie führten. Von 1985 bis 1995 war er Präsident. Präsidentin Samia Suluhu hat eine siebentägige Trauerzeit ausgerufen. Die Nationalflagge wird während dieser Zeit auf Halbmast gehisst, um Mwinyis Verdienste für Tansania zu würdigen.

Während des heiligen Monats Ramadan wird die Mehrwertsteuer auf importierten Zucker aufgehoben. Aufgrund der Zuckerknappheit sind die Preise in Tansania und auf den halbautonomen Inseln Sansibars in den letzten drei Monaten in die Höhe geschossen. Sansibars Präsident Hussein Ali Mwinyi sagte zu den Markthändlern: „Hören Sie auf, die Preise während des Ramadans unnötig in die Höhe zu treiben, denn das bringt den meisten Armen Unannehmlichkeiten“. Sansibar hat eine mehrheitlich muslimische Bevölkerung.

Nach dem Angriff der Hamas auf Israel, der Ermordung von 39 Thailändern und der Geiselnahme von weiteren, sind tausende asiatische Erntehelfer aus Israel geflüchtet. Nun wirbt das Land Farmarbeiter von Afrika an, wo „die Not größer ist als die Angst vor dem Krieg“. Hunderttausende gutausgebildete Uniabsolventen finden keinen Job. Israel greift zu. Kenia will 1500 Arbeitsmigranten schicken; Malawi hat bereits 220 entsandt; auch mit Tansania wird verhandelt. Elkana Mosa, mit Diplom in Agrarwirtschaft, hat trotz der Ermordung zwei seiner tansanischen Landsleute die Arbeit in einer Bienenfarm nahe Tel Aviv angenommen. Er will seine Eltern daheim unterstützen, ein Sparkonto eröffnen und, wenn er überlebt, eines Tages eine Imkerei daheim in Tansania aufmachen. Das Anwerben von Arbeitskräften aus Afrika stößt zunehmend auf Kritik.

Das Europäische Parlament hat die Vertreibung der Maasai in Tansania, aus Gebieten in und um den berühmten Serengeti-Nationalpark, im Namen des Naturschutzes verurteilt. Die EU erklärte, dass die Rechte der Ureinwohner ein nicht verhandelbarer Bestandteil jeder Naturschutzinitiative sind. Die tansanische Regierung hat bestritten, die Massai gewaltsam vertrieben zu haben, und erklärt, sie seien freiwillig umgezogen.

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