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In der nordwestlichen Stadt Mwanza  hielt Chadema, die wichtigste Oppositionspartei Tansanias, ihre erste öffentliche Kundgebung seit mehr als 6 Jahren ab;  nur drei Wochen nachdem Präsident Samia Suluhu Hassan ein 2016 verhängtes Verbot politischer Versammlungen aufgehoben hatte.

„Nach unseren Gesetzen haben die politischen Parteien das Recht, öffentliche Versammlungen abzuhalten. Ich bin heute hier, um die Erlaubnis zu erteilen, dass die Ankündigung, öffentliche Versammlungen zu verhindern, nun aufgehoben ist“, sagte Präsidentin Samia Suluhu Hassan am dem lokalen Nachrichtensender ITV. Das Verbot wurde vom ehemaligen Präsidenten John Magufuli 2016 während seiner ersten Amtszeit verhängt. Ursprünglich sollte es für alle politischen Parteien gelten, doch Kritiker sagten, es ziele nur auf die Opposition ab.

Seit dem 13. Dezember sind Touristen und Bergsteiger auf Afrikas höchstem Gipfel (5895 Meter) mit High-Speed-Internet verbunden. Neben der erhöhten Sicherheit ist es auch Ziel der tansanischen Regierung, mehr Touristen auf den Berg zu locken, besonders nach der lähmenden Corona Pandemie. Dabei will man aber auch den Kilimandscharo – Weltnaturerbe – schützen. Klimawissenschaftler vermuten, dass die Gletscher in ein paar Jahren geschmolzen sind. In den letzten Monaten verwüsteten schwere Waldbrände 3.400 Hektar des Nationalparks. Bis jetzt gab es etwa 50.000 Bergsteiger im Jahr. Ob die Natur am Kilimandscharo den angestrebten Touristenansturm – 5 Mio. pro Jahr sollen ins Land kommen – standhält, muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall wird man bald im Netz viele Bilder von stolzen Touristen auf dem „Dach Afrikas“ sehen.

Als am vergangenen Sonntag die tansanische Passagiermaschine zwischen Dares Salam und Bukoba kurz vor der Landung in den Viktoriasee stürzte, waren die Fischer direkt am Unglücksort. Mit ihren Rudern zertrümmerten sie die hintere Tür, so dass die Passagiere im hinteren Teil des Flugzeugs gerettet werden konnten. Von den 43 Menschen an Bord überlebten 24. Unter den Toten waren auch die beiden Piloten, die noch einen Notruf ausschicken konnten. Die Ursache des Absturzes wird auf schlechte Wetterbedingungen zurückgeführt.

Wegen der anhaltenden Dürre hat die Regierung mit der Wasserrationierung in der Wirtschaftsmetropole Daressalam begonnen. Die Hauptwasserquelle, der Ruvu-Fluss, droht auszutrocknen. Nun werden die 5,5 Millionen Einwohner der Stadt an wechselnden Tagen 24 Stunden kein fließendes Wasser haben. Der Zeitplan soll wöchentlich je nach Wasserstand aktualisiert werden. Wie die Nachbarländer Kenia, Somalia und Äthiopien, wo die schlimmste Dürre seit 40 Jahren Vieh getötet, Ernten zerstört und Menschen verhungern lässt, spürt auch Tansania die vier ausbleibenden Regenzeiten seit 2020. Meteorologen warnen, dass die Trockenperiode anhalten wird.

Total und die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) unterzeichneten ein 10-Milliarden-Dollar-Abkommen über die Erschließung ugandischer Ölfelder und die Verschiffung von Rohöl durch eine 1445 km lange Pipeline zum tansanischen Hafen Tanga am Indischen Ozean. Menschenrechtsaktivisten und Umweltgruppen sagen, es bedroht die Lebensgrundlage von Zehntausenden von Menschen und die empfindlichen Ökosysteme in der Region. In dem Bericht von Friends of the Earth und der Nichtregierungsorganisation Survie (Überleben) heißt es, die Pipeline würde „bis zu 34 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in die Atmosphäre ausstoßen – weit mehr als die Treibhausgasemissionen von Uganda und Tansania zusammen“. Das Europäische Parlament äußerte sich in einer Entschließung besorgt über „Menschenrechtsverletzungen“ und dass mehr als 100 000 Menschen von der Pipeline bedroht sind. Die Polizei in Kampala nahm, bei einer Demonstration gegen das Projekt, mehrere ugandische Studenten fest.

Die Regierung von Sansibar untersucht, warum Tausende von toten Schwimmkrabben an den Stränden von Mtoni, Mizingani und Forodhani angeschwemmt wurden. Das Massensterben der Krabben ist kein Einzelfall; es wurde auch auf den Seychellen beobachtet.

Der Film Vuta N’kuvute – Suaheli für „Tauziehen“ – wurde in der Kategorie „Bester internationaler Film“ für die 95. Oscar-Verleihung nominiert und beendet damit die zwei Jahrzehnte währende Wartezeit des Landes auf eine Teilnahme an der Preisverleihung. Der in Suaheli gedrehte Film mit mehrheitlich schwarzer Besetzung erzählt die Geschichte eines jungen indisch-sansibarischen Mädchens, dessen Romanze in den letzten Tagen der britischen Kolonialherrschaft durch eine politische Revolte beflügelt wird. Tansanias erster Beitrag zu den Oscars war Maangazi: The Ancient One, im Jahr 2002. 

Die Regierung hat mehrere Maßnahmen eingeleitet, um die Einhaltung der Steuerpflicht zu verbessern, darunter die Aktualisierung der Technologie für die Steuererhebung, die Verbesserung der Steuerdienstleistungen und der Aufklärung der Öffentlichkeit, die Umstrukturierung der tansanischen Steuerbehörde und die Stärkung der Durchsetzungsmaßnahmen. Die Regierung hat vor kurzem eine Steuer auf mobile Geldtransaktionen eingeführt, deren Erlöse für die Verbesserung der Erbringung sozialer Dienstleistungen verwendet werden sollen, einschließlich des Baus von Klassenzimmern und Gesundheitszentren, insbesondere in unterversorgten Gebieten. Die Steuereinnahmen machen mehr als 85 % der inländischen Einnahmen Tansanias und etwa 70 % der Staatsausgaben aus (Bank of Tanzania).

Der tansanische Telekommunikationskonzern hat eine Hochgeschwindigkeits- Internetverbindung an den Hängen des Kilimandscharo installiert. Informationsminister Nape Nnanye zufolge sollen Touristen bald vom Gipfel des Berges aus weltweit kommunizieren können, denn bis Oktober soll die Internetverbindung ihren höchsten Punkt, den Uhuru Gipfel auf 5.895 Meter über dem Meeresspiegel  erreicht haben. Der Kilimandscharo ist eines der beliebtesten Reiseziele des Landes; jährlich zieht er etwa 50.000 Wanderer aus aller Welt an, die den Gipfel erklimmen wollen. Mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden US Dollar in 2021  (18% des BIP) ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig Tansanias.

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