Schlagwort: Tansania

Die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen ist in Kenia auf 136 gestiegen, da die Fluten Städte von der Landkarte verschwinden lassen. Nach Angaben des National El Nino Emergency and Disaster Response Command Centre lag die Zahl der vertriebenen Haushalte am Freitag bei 92.432, was 462.160 Menschen entspricht. In Tansania führten im vergangenen Monat stärkere Regenfälle als üblich zu Todesfällen und zur Zerstörung von Eigentum in der Hauptstadt Dar es Salaam und in den Gebieten Kigoma, Kagera, Geita und Unguja. Im Bezirk Hanang wurden 47 Menschen getötet. In einigen Teilen des Landes wurden Ernten weggeschwemmt, was die Lebensgrundlage der Menschen beeinträchtigt. Die tansanische Meteorologie Behörde hat gewarnt, dass die Regenfälle in diesem Monat anhalten werden.

Eine Petition wurde abgewiesen, mit der der Bau einer umstrittenen Rohölpipeline von Uganda nach Tansania im Wert von 4 Mrd. $ gestoppt werden sollte. Ein fünfköpfiges Gerichtsgremium (EACJ) in Arusha entschied, dass die Klage zu spät eingereicht wurde und daher verjährt ist. Die 1.443 km lange East Africa Crude Oil Pipeline (Eacop), die von den Regierungen Ugandas und Tansanias zusammen mit TotalEnergies und der China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) gebaut wird, stößt auf den Widerstand lokaler Gemeinden sowie von Rechts- und Umweltgruppen.

Der erste internationale Campus des Indian Institute of Technology Madras – IIT Madras – wurde offiziell auf Sansibar eröffnet. Der Campus bietet einen vierjährigen Bachelor of Science in Datenwissenschaft und künstlicher Intelligenz sowie einen zweijährigen Master of Technology in Datenwissenschaft und KI an. 46 Studenten aus Indien und Sansibar haben sich bereits für den B.Sc.-Studiengang eingeschrieben. Studierende haben die Möglichkeit, an Partnereinrichtungen des IIT Madras, im Vereinigten Königreich und in Australien zu studieren, sowie Semesteraustauschoptionen am Muttercampus in Chennai. Das IIT Madras ist eine der besten Universitäten in Indien. Indien und Sansibar haben eine lange gemeinsame Geschichte, die bis in die 1800er Jahre zurückreicht. Die indische Gemeinschaft in Sansibar ist eine der ältesten Gemeinschaften, die sich in Ostafrika niedergelassen haben.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Tansania um Vergebung für die Gewalttaten der deutschen Kolonialherren gebeten. „Und als deutscher Bundespräsident möchte ich um Verzeihung bitten für das, was Deutsche hier Ihren Vorfahren angetan haben. Und mehr noch: Ich möchte Ihnen versichern, dass wir Deutsche mit Ihnen nach Antworten suchen werden auf die offenen Fragen, die Ihnen keine Ruhe lassen“.

In Daressalam gibt es ein Zusammentreffen des Bundespräsidenten mit Präsidentin Samia Suluhu Hassan. Es geht darum, bestehende Partnerschaften auszubauen und neue zu knüpfen. Steinmeier wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Bundespräsident wird auch Opfern des Maji-Maji-Krieges begegnen. In dem Kolonialkrieg von 1905 bis 1907 mit bis zu 300.000 Toten hatte sich die Bevölkerung gegen die Unterdrückung durch die deutsche Kolonialherrschaft aufgelehnt.

Der Serengeti-Nationalpark in Tansania wurde zum fünften Mal in Folge zum besten Afrikas gekürt. Die Serengeti, die für ihre Gnuwanderung bekannt ist, hat den Preis seit 2019 jedes Jahr gewonnen. Zu den anderen afrikanischen Bewerbern gehörten das Central Kalahari Game Reserve in Botswana, der Etosha-Nationalpark in Namibia, der Kidepo Valley National Park in Uganda, der Krüger-Nationalpark in Südafrika und das Masai Mara National Reserve in Kenia.

Tansania hat mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein 30-jähriges Hafenmanagementabkommen unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wird Dubai Port (DP) World vier Liegeplätze oder Kais in Dar es Salaam haben. Die Partnerschaft umfasst eine Investition von 250 Mio. $ durch DP World, um die Infrastruktur des Hafens in den nächsten fünf Jahren zu modernisieren. Das Abkommen wurde von mehreren Aktivisten, Bürgern und Oppositionspolitikern kritisiert, die sagen: that it favours the Emirati company at Tanzania’s expense.

Die invasiven Vögel drangen über die Reisplantagen im benachbarten Kenia ein und hatten im tansanischen 1.000 Hektar Reisanbauland in der Region Manyara schon erhebliche Verluste verursacht. Beamte verbrachten 4 Tage damit, Drohnen einzusetzen, um die Vogelschwärme mit Aviziden zu besprühen. Laut der Pflanzenschutz – und Pestizidbehörde können die Vögel täglich mehr als 50 Tonnen Nahrungspflanzen zerstören, meist Reis und Weizen. Im Jahr 2021 schätzte die FAO, dass durch die Quelea Vögel,  die zahlreichste Vogelart der Welt, jedes Jahr Ernten im Wert von 50.000.000 US Dollar verloren gehen, vor allem in Afrika südlich der Sahara.

Ein 5- jähriger Junge aus Serbien hat den Gipfel von Afrikas höchstem Berg erklommen. Als jüngster Mensch aller Zeiten erreichte Ognjen Zitcovic am 6. August den 5.895 Meter hohen Gipfel. Nach gründlicher Vorbereitung – lange Wanderungen, Besteigung immer höherer Gipfel in Südtirol, Messungen mit Höhensimulator – und mit ein wenig Hilfe von älteren Wegbegleitern, darunter sein Vater, konnte der kleine Ognjen seinen Traum verwirklichen. Trotz der Anstrengung verlor der junge Bergsteiger nie die gute Laune und posierte als jüngster Kletterer überglücklich auf dem Dach Afrikas.

Fian berichtet: “Die Situation der Massai in Tansania verschlechtert sich zunehmend. Seit dem 16. August 2023 nehmen paramilitärische Gruppen, Polizei und Ranger willkürliche Verhaftungen vor. Die Ngorongoro District Councilors informieren über das gewaltsame Vorgehen.

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