Schlagwort: Südafrika

SAFCEI (Southern African Faith Communities‘ Environment Institute), eine multireligiöse Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Führungspersönlichkeiten der religiösen Gemeinschaften im südlichen Afrika zu unterstützen, um das Bewusstsein, das Verständnis und das Handeln in Bezug auf ökologische Gerechtigkeit, nachhaltiges Leben und Klimawandel zu verbessern, hat in Südafrika ein dreijähriges Ökoprojekt gestartet. Davor hat SAFCEI schon 79 Führungskräfte aus verschiedenen Glaubensrichtungen ausgebildet, darunter Muslime, Christen (Lutheraner, Presbyterianer, Methodisten, Anglikaner und Katholiken) und Quäker.  Sie kamen aus unterschiedlichen Ländern: Simbabwe, Sambia, Tansania, Kenia, Malawi, Angola, Namibia, Südafrika, Swasiland, Uganda und Mosambik.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Landreform und ländliche Entwicklung (DALRRD) will dem National Economic Development and Labour Council (Nedlac) einen Cannabis-Masterplan vorlegen. DALRRD-Minister Thoko Didiza sagt, die Legalisierung und Kommerzialisierung von Cannabis steht an der Spitze der öffentlichen Debatte und auf der Agenda der politischen Entscheidungsträger weltweit. Der medizinische Cannabis-Anbau und der Handel mit Nutzhanf stellt auf dem Weltmarkt eine enorme wirtschaftliche Chance auf ein Milliardengeschäft für Südafrika dar. Vorausgesagt wurde im „African Cannabis Report“ ein Potenzial von mehr als 7 Milliarden US-Dollar pro Jahr ab dem Jahr 2023, insofern weitere afrikanische Staaten mit Gesetzen zur Legalisierung von Cannabis nachziehen. In Simbabwe und Lesotho wurde der Anbau von medizinischem Cannabis bereits legalisiert.

Die Umweltministerin Barbara Creecy hat am Wochenende bekanntgegeben, dass Südafrika die Zucht von Löwen in Gefangenschaft für die Trophäenjagd oder für Touristen als Haus-  und Streicheltiere verbieten will. Es soll ein „authentischereres“ Erlebnis von Wildtieren gefördert werden. Zwei Jahre lang untersuchte ein Gremium das Management und die Regeln für die Jagd, den Handel und die Haltung von Löwen, Elefanten, Nashörnern und Leoparden in Gefangenschaft. Die Regierung wolle nicht die Jagdindustrie unterdrücken. Die Praxis, in Gefangenschaft aufgezogene Löwen zu jagen, ist in Südafrika schon lange umstritten. Es soll eine echte Jagd auf Wildtiere sein, nicht auf Tiere „die aus dem Käfig geholt wurden“.

Der südafrikanische Netflix-Film „My Octopus Teacher“ wurde mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der Film zeigt die monatelange Annäherung zwischen einem Taucher und einem Octopus – und führt in eine kaum bekannte Unterwasserwelt am Kap der Guten Hoffnung ein. Aus den tagtäglichen Begegnungen der beiden über ein Jahr hinweg entsteht eine ungewöhnliche Beziehung, in der Foster – ein erfahrener Filmemacher – am Leben des Tieres unmittelbar teilnimmt. Der Film ist schon in Südafrika ein großer Erfolg.  

Mosambik und Simbabwe haben den Import von Geflügel und Geflügelprodukten aus Südafrika ausgesetzt. Auf einer kommerziellen Hühnerfarm in Ekurhuleni, Gauteng, brach die hochpathogene Geflügelpest (HPAI) aus. Die Geflügelpest ist eine hochinfektiöse und ansteckende Viruserkrankung, die mehrere Arten von Vögeln zur Nahrungsmittelerzeugung (Hühner, Truthähne, Wachteln, Perlhühner, Heim- und Wildvögel) befällt.

Am Sonntagmorgen (18.4.) brannte der Tafelberg, das Wahrzeichen der Stadt. Das Feuer zerstörte eine Gedenkstätte sowie die älteste Windmühle des Landes und griff weiter auf die Universität über. Während alle Studenten evakuiert werden konnten, wurde die historische Bibliothek mit wertvollen Originalen und Dokumenten zerstört und andere Gebäude schwer beschädigt. Den ganzen Tag über bekämpften 120 Feuerwehrmänner die Flammen, viele aus der Luft. Verursacht wurde die Katastrophe wahrscheinlich durch das unbewachte Lagerfeuer eines Obdachlosen. Buschbrände sind während der Trockenheit nicht selten, aber nicht alle sind so zerstörerisch. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung war groß.  Sie brachten Essen und Getränke, und durch die Corona-Pandemie leerstehende Hotels boten den Studenten Unterkunft an.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa gab bekannt, dass er Truppen nach Mosambik sandte, um Südafrikaner zu evakuieren, die im Zuge der jüngsten tödlichen Angriffe von ISIS-verbundenen Dschihadistenkämpfern eingeschlossen waren. Während eines viertägigen Angriffs übernahmen schwer bewaffnete Kämpfer die Kontrolle über die nördliche Küstenstadt Palma; sie zwangen Einwohner und Ausländer zur Flucht. Das französische Unternehmen Total kündigte die Evakuierung der restlichen Mitarbeiter der Gasanlage in Afungi an. Die Vereinigten Staaten haben Spezialkräfte nach Mosambik entsandt, um die Regierungstruppen in der Aufstandsbekämpfung zu schulen. Portugal hat seiner ehemaligen Kolonie ein ähnliches Angebot gemacht, ebenso wie die Europäische Union. Die Sicherheitskräfte der Regierung in Mosambik werden auch von einer südafrikanischen privaten Militärfirma, der Dyck Advisory Group (DAG), unterstützt.

Das Land hatte sich einen großen Vorrat von AstraZeneca Vakzinen angelegt und verkauft nun 1 Mio. Dosen davon; da der Stoff nur einen begrenzten Schutz gegen die eigene Virusvariante bietet. Die Afrikanischen Union soll für den Verkauf andere afrikanische Staaten vorschlagen.  Gesundheitsminister Zweli Mkhize erklärt, es soll mit Johnson & Johnson und Biontech/Pfizer weiter geimpft werden.

Der amtierende König der Zulu Nation, König Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu (1948), verstarb nach 50 Jahren Herrschaft. Im Dezember 1971 wurde er in Anwesenheit von 20.000 Zulu in Nongoma als achter König eingesetzt. König Zwelithini proklamierte die Souveränität des Zulu-Königreichs in den präkolonialen Grenzen. Der südafrikanische Präsident de Klerk verhängte daraufhin über Natal und KwaZulu den Ausnahmezustand.  Die Lage beruhigte sich erst nachdem der African National Congress (ANC) unter dem späteren Staatschef Nelson Mandela das Zugeständnis machte, Zwelithini als konstitutionellen Monarchen im Gebiet der Zulu anzuerkennen. Die Zulus sind die größte Volksgruppe des Landes, ca. 11 Mio., etwa 1/6 der Gesamteinwohnerzahl.

Etwa 150 junge Krokodile konnten während starken Regenfällen aus der Zucht Farm in Hazyview in der Mpumulanga Provinz entkommen. 50 wurden wieder eingefangen, die anderen 100 sind wahrscheinlich in Flüssen und Seen und verunsichern die Anwohner. Die Tourist and Parks Agency warnte die Bevölkerung, von allen Gewässern fern zu bleiben. Dem Eigentümer des Aufzug Betriebs wurde  vorübergehend die Lizenz entzogen.

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