Schlagwort: Südafrika

Südafrikanische Forscher erklären, warum einige Coronaviren tödlich sind während andere eine Erkältung verursachen. Das erste Coronavirus, von dem man annahm, dass es bei Tieren und Vögeln allgegenwärtig ist, wurde erst in den 1960er Jahren isoliert und identifiziert. Seither wurden sieben menschliche Coronaviren identifiziert. Die meisten verursachen nur geringe gesundheitliche Probleme: Erkältungen und saisonale Atemwegsinfektionen, die jedes Jahr auftreten. Doch der Ausbruch des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) in China und anderen Teilen Asiens im Jahr 2003, das durch SARS-CoV (inzwischen in SARS-CoV-1 umbenannt) verursacht wird, rückte das Virus in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Coronaviren erlangten weitere Berühmtheit, als 2012 in Saudi-Arabien Fälle des viel schwereren Middle East Respiratory Syndrome (MERS) festgestellt wurden. Ende 2019 kam dann SARS-CoV-2, der Erreger von COVID-19. Die Forscher der Universität Western Cape untersuchten, was die humanen Coronaviren, die SARS, MERS und COVID-19 verursachen, möglicherweise von den anderen humanen Coronaviren unterscheidet, die mildere Krankheiten wie saisonale Erkältungen verursachen. Die Antwort, so argumentieren wir, liegt im Hüllprotein.

Auf dem Weg zu einer Safari Lodge im Krüger Nationalpark wurde das Auto der 4 deutschen Touristen von 3 bewaffneten Männern gestoppt. Die Angreifer forderten die Reisenden auf, die Türen zu öffnen. Als der Fahrer stattdessen alle Türen verriegelte, schoss einer der Angreifer durch die Scheibe und tötete ihn. Die Angreifer flohen. Die deutsche Botschaft ist in Kontakt mit den lokalen Behörden und kümmert sich um die Überlebenden. Der Krüger Nationalpark mit seinen 147 Säugetier- und über 500 Vogelarten gehört zu den größten Touristenattraktionen Südafrikas.

Simbabwer, die im Rahmen der simbabwischen Ausnahmegenehmigung (Zimbabwean Exemption Permit, ZEP) in Südafrika leben und arbeiten, haben die Entscheidung von Innenminister Aaron Motsoaledi begrüßt, ihren Aufenthalt im Land um weitere sechs Monate zu verlängern. Nur 6 000 von 178 000 Inhabern einer Aufenthaltsgenehmigung hatten sich an das Innenministerium gewandt.

In einem ländlichen Teil der KwaZulu-Natal Provinz wurde am Wochenende Misuzulu ka Zwelithini, anderthalb Jahre nach dem Tod seines Vaters Goodwill Zwelithini,  als König eingesetzt. Voraus ging eine lange Familien Fehde, da andere Geschwister aus den 28 Kindern von 6 Frauen den Anspruch auf den Titel erhoben. Zu der traditionellen Zeremonie gehörte eine Löwenjagd und Misuzulus Betreten des heiligen Viehkraals, um dort seinen Vorfahren vorgestellt zu werden und sie anzurufen. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa erkannte den 48-jährigen König als Thronfolger an und wird die Krönung später öffentlich bestätigen. Auch wenn der König der größten ethnischen Gruppe keine Exekutivgewalt hat, besitzt er eine große moralische Autorität über die mehr als 11 Millionen Zulus, ein Fünftel der Bevölkerung Südafrikas.

In Melkbosstrand nördlich von Kapstadt endet die 14-Milliarden-Dollar-Reise des Equiano-Kabels, die 2019 in Lissabon begann. Es ist das erste Kabel, das die abgelegene Atlantikinsel St. Helena verbindet; und hat auch Anlandestationen in Namibia, Togo und Nigeria. Das im Besitz von Google befindliche Kabelsystem, das Südafrika mit Portugal und von dort aus mit anderen unterseeischen und terrestrischen Internetsystemen verbindet, hat eine Kapazität von 144Tbit/s und ist damit das bei weitem leistungsfähigste Internetkabel, das jemals an afrikanischen Küsten angelandet wurde. Das Kabelsystem, das im vierten Quartal 2022 betriebsbereit sein wird, wird zwischen 2022 und 2025 zur Schaffung von schätzungsweise 180.000 Arbeitsplätzen in Südafrika beitragen.

Mindestens 16 Geparden werden nach Indien in den Kuno-Nationalpark im Bundesstaat Madhya Pradesh verfrachtet. Seit mehr als einem halben Jahrhundert sind in Indien die Geparden, die schnellsten Landtiere der Welt, ausgestorben. Sie kommen aus Südafrika und Namibia, wo mehr als 1/3 der weltweit 7.000 Geparden leben.  Es ist das erste Mal, dass ein großes Raubtier von einem Kontinent auf einen anderen gebracht und dort wieder ausgewildert wird.

Ein in Wales ausgebildeter Hund hat seine Arbeit in Südafrika aufgenommen, um die Wilderei zu stoppen. Indy, ein englischer Springer-Spaniel, wurde bei Dogs 4 Wildlife in Carmarthenshire gezüchtet und ausgebildet, um Verstecke von Wilderern aufzuspüren. Bislang hat die Organisation 12 Hunde in 4 afrikanische Länder entsandt. Im März begann Indy ihren neuen Job im Kampf gegen Nashornwilderer im Mankwe Wildlife Reserve in Südafrika. Nach Angaben der südafrikanischen Regierung wurden im Jahr 2021 insgesamt 451 Nashörner gewildert.

Die geplanten Stromausfälle werden auf bis zu sechs Stunden pro Tag erhöht, um einen katastrophalen Zusammenbruch des Stromnetzes zu verhindern. Der größte Stromversorger Eskom macht seine streikenden Beschäftigten, die eine Lohnerhöhung von 10 % fordern, für diese neuen erzwungenen Stromausfälle – „load shedding“ wie er im Land genannt wird – verantwortlich. Die Probleme von Eskom resultieren aus einer Schuldenlast von 26 Mrd. $ (21 Mrd. £) und einem alten und maroden Stromnetz. Eskom hat zwar kürzlich zwei neue Kraftwerke gebaut, doch beide weisen Konstruktionsfehler auf und sind nicht in der Lage, kontinuierlich Strom zu liefern. Südafrika ist das am stärksten industrialisierte Land des Kontinents, und diese Unterbrechung der Stromversorgung von Haushalten und Unternehmen kommt mitten im kalten Winter der südlichen Hemisphäre.

In der Nacht zum Sonntag sind mindestens 22 junge Menschen in einer Kneipe in East London gestorben. Da sie keine sichtbaren Verletzungen aufzeigten und deshalb Massenpanik und Kämpfe ausgeschlossen wurden, vermutet die Polizei eine Vergiftung. Obduktionen  – einschließlich toxologischer Tests  – versuchen nun, die Todesursache festzustellen. Man spricht von einer Schulabschlußfeier, bei der auch reichlich Alkohol geflossen sei. Präsident Cyril Ramaphosa schickte vom G 7 Gipfel in Elmau sein „tiefstes Beileid“ an die Familien der Opfer. Die Tragödie geschah im Monat der Jugend, in dem die sozioökonomischen Bedingungen der Jugendlichen verbessert werden sollten.

In Johannesburgs benachteiligter Township Alexandra entstand das erste Zentrum Judo for Peace, wo Schülerinnen und Schüler das Zusammenleben lernen. Die Kinder leben, lernen und arbeiten gemeinsam.  Ziel des Programms ist es, Judo als Möglichkeit für Flüchtlinge, Migranten und Südafrikaner zu nutzen, um sich kennenzulernen und den „Moralkodex dieser Kampfkunst“ zu erlernen. Der kongolesische Trainer hilft zu dem Verständnis, dass Flüchtlinge auch Fähigkeiten in das Land bringen. In jüngster Zeit sind fremdenfeindliche Angriffe in Alexandra zurückgekehrt. Der 20. Juni wird als Weltflüchtlingstag begangen.

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