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Simbabwes Oppositionsführer Nelson Chamisa hat die offizielle Wiederwahl von Präsident Emmerson Mnangagwa angefochten und den Sieg beansprucht. Mnangagwa, 80, gewann eine zweite Amtszeit mit 52,6 % der Stimmen gegenüber 44 % für seinen wichtigsten Herausforderer Chamisa, 45, so die offiziellen Ergebnisse, von der simbabwischen Wahlkommission (ZEC). Wahlbeobachter der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) sowie des Commonwealth und der Europäischen Union erklärten, der Wahlkampf sei durch verbotene Kundgebungen der Opposition, einseitige Berichterstattung in den staatlichen Medien, Probleme bei der Wählerregistrierung und Einschüchterungen beeinträchtigt worden. Während der Abstimmung verhafteten die Behörden 41 Wahlbeobachter simbabwischer Organisationen und beschlagnahmten ihre Computer. 69 % der registrierten Wähler haben ihre Stimme abgegeben.

Die Polizei hat, in dem Vorort Glenview der Hauptstadt Harare, 40 Mitglieder einer Oppositionskoalition festgenommen, die vor den Wahlen in der kommenden Woche Wahlkampf betrieben. Der Sprecher der Bürgerkoalition für den Wandel (CCC), Fadzayi Mahere, sagte, dass Gladmore Hakata, der Kandidat der Partei für das Parlament in Glenview Süd, unter den Festgenommenen sei. Nach Angaben der CCC hat die Polizei seit dem 9. Juli mehrere ihrer Versammlungen und seit der Gründung der Partei im Januar letzten Jahres fast 100 Versammlungen verboten. Präsident Emmerson Mnangagwa und CCC-Führer Nelson Chamisa sind die Spitzenkandidaten bei den Wahlen.

Der ehemalige nigerianische Präsident Goodluck Jonathan wird im Vorfeld der Parlamentswahlen am 23. August als Leiter der gemeinsamen Wahlbeobachtungsmission der Afrikanischen Union (AU) und des Gemeinsamen Marktes für das östliche und südliche Afrika (Comesa) nach Simbabwe reisen. Jonathan wird vom ehemaligen ugandischen Premierminister Ruhakana Rugunda unterstützt. Laut einer Erklärung des Vorsitzenden der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, wird das gemeinsame Team aus „73 Kurzzeitbeobachtern (STOs) und drei Wahlexperten des Kernteams“ bestehen. Sie werden am 16. August in Simbabwe eintreffen, für die Bekanntgabe der Wahlergebnisse bleiben und am 29. August abreisen.

Präsident Emmerson Mnangagwa hat ein von China finanziertes Kraftwerk eingeweiht, das nach seinen Worten dazu beitragen wird, die Stromknappheit im Vorfeld der nationalen Wahlen zu verringern. Mnangagwa, 80, bewirbt sich am 23. August um eine zweite Amtszeit. Das Kraftwerk, die Erweiterung eines bereits bestehenden Kraftwerks, ist eines von vier Energieprojekten, die mit einem 1,2-Milliarden-Dollar-Darlehen aus China durchgeführt werden. Analysten erwarten eine angespannte Situation bei der Wahl, die von einem harten Vorgehen gegen die Opposition und einer unzufriedenen Bevölkerung geprägt ist, die mit Hyperinflation, Armut und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Präsident Emmerson Mnangagwa Unterzeichnung des Gesetzes zur Änderung des Strafrechts (Criminal Law Codification and Reform Amendment Bill, 2022), als „Patriotic Bill“ bezeichnet. Es untergräbt die politischen und bürgerlichen Freiheiten, in einem Land, das seit der Unabhängigkeit im Jahr 1980 in der Hand einer einzigen politischen Partei ist. Seine Regierung erklärte, das Gesetz sei unerlässlich, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die die nationalen Interessen gefährdeten. Es ermöglicht die Überwachung und Unterdrückung von politischen Organisationen und regierungskritischen Journalisten. Ferner sieht es harte Strafen bis hin zur Todesstrafe für Handlungen vor, die die Regierung als „unpatriotisch“ ansieht.

„Seine Exzellenz Präsident Putin hat seiner Exzellenz Präsident Emmerson Dambudzo Mnangagwa einen Präsidentenhubschrauber geschenkt“, schrieb das simbabwische Informationsministerium in den sozialen Medien. Es postete Fotos von Mnangagwa, wie er die Stufen des blauen Flugzeugs hinuntergeht und in der Kabine vor einem Tisch mit Gläsern Weißwein und einer Schale mit Obst sitzt. „Dieser Vogel wird bald unseren Himmel zieren“, fügte Regierungssprecher Nick Mangwana zu.

Das Zitat „Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher als andere“ aus George Orwells satirischem Roman hat in Simbabwe große Resonanz gefunden, weil es so viel  über die Realität Simbabwes aussagt. Schon die englische Version war ein Favorit, wurde in Schulen unterrichtet und in einer Lokalzeitung veröffentlicht. Jetzt hat die Autorin Petina Gappah in ihrer Übersetzung die Erzählung in Standard-Shona gemacht, aber die Tiere in den unterschiedlichen Dialekten sprechen lassen, um die Machtkämpfe widerzuspiegeln. „Animal Farm ist ein Mikrokosmos der politischen Entwicklungen in Simbabwe nach der Unabhängigkeit“. (Nyarota). Trotz politischen Änderungen, sowie dem Sturz und Tod von Mugabe, erkennen Simbabwer immer noch die Parallelen, da die Inflation ein Überleben fast unmöglich macht und im August eine weitere Wahl ansteht, die von Drohungen gegen Regierungskritiker überschattet ist.

Am 23. August wählt Simbabwe den Präsidenten, ein neues Parlament und Lokalpolitiker. Die Stimmung ist schon angespannt, besonders seit ein neues Gesetz „The Patriotic Bill“ Meinungsäußerungen  und Versammlungsfreiheit beschneidet und drakonische Strafen androht. Die Hoffnung auf ein freieres und besseres Leben bleibt auch sechs Jahre nach Mugabes Sturz unerfüllt. Die Bischöfe appellieren an die Bevölkerung, „politisch geladene Sprache“ zu vermeiden und die Wahlen friedlich anzugehen. Von der Wahlbehörde fordern sie „absolute Integrität und Unparteilichkeit“.

Etwa 178 000 simbabwische Staatsangehörige, die in Südafrika arbeiten und denen die Abschiebung drohte, wenn ihre Arbeitserlaubnis Ende Juni ausläuft, haben eine vorübergehende Gnadenfrist erhalten. Die Frist, andere Visa und Ausnahmegenehmigungen zu beantragen, wurde bis Ende Dezember verlängert. Innenminister Aaron Motsoaledi sagte, dass die Behörde täglich zwischen 1.000 und 1.500 Anträge auf Visa und Befreiung von der Visumspflicht von Simbabwern erhält, die ihren Aufenthalt in Südafrika verlängern wollen. Die genannte Gruppe 178.000 Menschen, unter ihnen Lehrer, allgemeine Arbeiter, Mechaniker, Hausangestellte und Tankstellenwärter, unterstützen finanziell ihre Familien in der Heimat, sind dokumentierte Migranten, die wirtschaftlich aktiv sind. Einige von ihnen könnten ihren Arbeitsplatz und ihre Sozialleistungen verlieren, wenn sie nicht mehr in Südafrika arbeiten können.

Die 7 jungen Elefanten, die durch Wilderei, Unglück oder Dürre mutterlos waren, hätten nicht überlebt, wenn sie nicht in der Auffangstation „Zimbabwe Elephant Nursery“ gepflegt worden wären,  denn Elefantenbabys sind in den ersten beiden Jahren total auf die Milch und Obhut ihrer Mütter angewiesen. Jetzt, nach monatelanger intensiver Betreuung, waren sie auf das Leben in der Wildnis vorbereitet. Mit Kran, Hebebühne und Schwertransport wurden die Jungtiere von Harare in das 1100 Kilometer entfernte Naturschutzgebiet unweit der Victoriafälle gebracht. Dort sollen schon elf früher ausgewilderte Elefanten leben, die den Neuankömmlingen helfen, sich in die neue Umgebung einzuleben. Afrikanische Savannenelefanten gelten als „gefährdet“, da ihre Zahl in den letzten 50 Jahren um mindestens 60% gesunken ist. Aktuell leben noch etwa 415.000 der Tiere auf dem Kontinent, meist im südlichen Afrika.

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