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Wissenschaftler, die zurzeit in Dakar tagen, glauben, dass der Augen- oder Schlangenbohne (vigna unguilata) keine Grenzen gesetzt sind. Diese Pflanze kann für Millionen Menschen den Hunger stoppen, den Viehbestand durch hochwertiges Futter stärken, den nährstoffarmen Boden erneuern und sogar Astronauten auf langen Raumfahrtmissionen am Leben erhalten.

Jährlich versuchen etwa 2 Millionen Menschen über Mittelmeer und Atlantik auf europäisches Territorium zu kommen. Diese Flucht wird durch Zerstörung der Fischereidörfer besonders entlang der Westküste begünstigt. Verschuldete Staaten verkaufen Fischereirechte an Großunternehmen in Europa, Japan und Kanada, die mit engmaschigen Netzen die Fanggründe bis in die Territorialgewässer ausbeuten. Die ruinierten Fischer verkaufen ihre nicht hochseetauglichen Schiffe an die Schleuser der Mafia oder werden selbst zu Schleusern.

Die Entwicklungbank DEG in Kooperation mit den Mainzer Stadtwerken haben in der Ortschaft Kalom für 200.000 Euro einen 32 Kilowatt Generator installiert, der Erdnussschalen und Hirsestauden als Energiequelle nutzt. Der Strom hat das Leben der Bewohner zum besseren verändert und ihnen durch den Verkauf der landwirtschaftlichen Abfälle eine neue Einkommensquelle erschlossen.

Die Radiostation Sud FM, die von der Polizei wegen eines Interviews mit einem Separatistenführer aus Casamance geschlossen wurde, durfte seine Sendung wieder aufnehmen.

Um der rasanten Abholzung der Wälder für Feuerholz entgegen zu gehen und sich gegen die ständigen Stromausfälle abzusichern, wird in ländlichen Gebieten die Nutzung von Rinderdung zur Energiegewinnung gefördert. Weil die Startkosten verhältnismäßig hoch sind, werden in Senegal, Burkina Faso und Mauretanien einfache Biogasanlagen vom Staat mitfinanziert. Der Bau gibt Maurern Arbeit, und die Rückstände des Gärungsprozesses werden als wertvoller Naturdünger auf Felder und Weiden gebracht. Bei richtiger Wartung können die neuen Energieselbstversorger Kochen und Beleuchtung mit Biogas decken.

Jährlich wird am 4 April in Dakar die farbenfrohe Landesflagge gehisst und der Tag mit viel Tanz und Musik gefeiert. Im Jahr 1960 erlangte Senegal seine Unabhängigkeit von Frankreich.

Der frühere Premierminister, Idirssa Seck, wurde nach sieben Monat in Haft, wieder freigelassen und versprach, weiterhin seinem Land dienen zu wollen.

Senegal hat sich mit Spanien verständigt, Immigranten ohne Papiere von den Kanarischen Inseln zurückzunehmen. Trotzdem haben die senegalesischen Behörden die Landeerlaubnis für zwei Flüge zurückgezogen, mit denen die ersten 100 Migranten in den Senegal repatriieren werden sollten.

Wegen der schon bestehenden Wohnungsnot und wachsender Verstädterung, ist Dakar im regelrechten Baufieber. Häuser, die weniger als 60,000 Dollar kosten, brauchen keine Baugenehmigung, sind aber bestimmten Bauvorschriften unterworfen, die keiner überwacht. Die sintflutartigen Regenfälle im August/September haben die schlechte Arbeit aufgedeckt und riesige Zerstörungen angerichtet. Dabei ist Senegals Hauptstadt Dakar von Natur her eine risikoreiche Zone. Die am weitesten westlich gelegene Stadt Afrikas liegt auf der Kap-Verde-Halbinsel, wird von drei Seiten vom Atlantik umspült und ist Erosion und Stürmen ausgeliefert.

Bei der Einweihung einer Moschee in Dakar hat Präsident Wade die Katholiken öffentlich gerügt, dass sie ihm, trotz seiner Bemühungen um die Christen im Land, nicht genügend Anerkennung geben. Kirchenführer sind empört über den Angriff, und die Demokratische Liga verurteilte die Kritik als unangemessen. Man vermutet, dass regierungskritische Bemerkungen der senegalesischen Bischofskonferenz den Anlass zu der Attacke gaben.

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