Schlagwort: Sambia

Heute hätte in Sambia das neue Schuljahr beginnen sollen, aber die Kinder müssen noch drei Wochen warten, bis sie wieder in den Unterricht gehen können. Die Behörden wollen die Ausbreitung der Cholera stoppen. Seit Oktober sind in Sambia mehr als 200 Menschen an der Krankheit gestorben. Allein in den letzten 24 Stunden gab es 27 Cholera-Tote.

Was für China die Belt and Road Initiative (BRI) bedeutet, ist für die G7 in Afrika das Projekt der Partnerschaft für globale Infrastruktur und Investitionen (PGI), der Lobito-Korridor. Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) und die Africa Finance Corporation (AFC) haben gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, Angola, der Demokratischen Republik Kongo und Sambia eines siebenseitigen Memorandum of Understanding (MoU) zur Entwicklung des Lobito-Korridors unterschrieben. Der Korridor erstreckt sich von der angolanischen Hafenstadt Lobito bis in die Bergbaugebiete im südlichen Teil der DR Kongo und im Nordwesten Sambias. Das Projekt umfasst den Bau von 260 km Hauptzubringerstraßen und rund 550 km Eisenbahnstrecke in Sambia, die sich von der Grenze zu Jimbe bis nach Chingola in der Kupferregion des Landes erstrecken. Die neue Eisenbahnstrecke, soll dann Sambia mit dem angolanischen Schienennetz verbinden. Der Lobito-Korridor und die Sambia-Lobito-Eisenbahnlinie werden sich vom südlichen Afrika bis nach Zentralafrika erstrecken und durchqueren Sambia, Angola und die Demokratische Republik Kongo (DRK).

In Daressalam gibt es ein Zusammentreffen des Bundespräsidenten mit Präsidentin Samia Suluhu Hassan. Es geht darum, bestehende Partnerschaften auszubauen und neue zu knüpfen. Steinmeier wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Der Bundespräsident wird auch Opfern des Maji-Maji-Krieges begegnen. In dem Kolonialkrieg von 1905 bis 1907 mit bis zu 300.000 Toten hatte sich die Bevölkerung gegen die Unterdrückung durch die deutsche Kolonialherrschaft aufgelehnt.

Die Präsidenten Sambias (Hakainde Hichilema) und Chinas (Xi Jinping) verpflichten sich bei ihrem Treffen in Peking zu einer verstärkten Handelskooperation; sie wollen die Beziehungen zwischen China und Sambia zu einer umfassenden strategischen Kooperationspartnerschaft ausbauen. Die chinesische Seite sagte zu, Sambias Investitionsförderungsmaßnahmen in China für die betreffenden Zonen zu unterstützen.  In Sambia soll die Entwicklung der wirtschaftlichen Kooperationszonen verstärkt und aufgewertet werden, so dass sie zu Demonstrationszonen für die Zusammenarbeit in der Industrie- und Lieferkette werden. Präsident Xi erklärte: „die Tansania-Sambia-Eisenbahnlinie sei ein Symbol der chinesisch-afrikanischen Freundschaft. Beide Bevölkerungen hegten besondere freundliche Gefühle zueinander. China betrachte die Beziehungen zu Sambia nach wie vor von einer strategischen Höhe und aus einem langfristigen Blickwinkel.“

Sambias Präsident Hichilema hat mögliche Putschisten gewarnt, die demokratische Regierung und die Stabilität des Landes nicht zu gefährden. Der Grund für diese Warnung ist nicht klar, aber sie kommt nach mehreren Coups im francophonen Afrika und Klagen über steigende Kosten im eigenen Land. Eine illegale Übernahme der Regierung würde in Sambia nicht geduldet. Obwohl es mehrere vereitelte Putschversuche gab, hat Sambia seit seiner Unabhängigkeit in 1964 noch keine Militärherrschaft erlebt. Hichilema selbst hat im März 2021 einen massiven Wahlsieg über einen Amtsinhaber errungen. Er bedauerte die steigenden Lebensmittelpreise und versprach, dass seine Regierung sich ernst darum kümmern würde.

Die Gesundheitsbehörden der Seychellen haben mit Sambia eine Absichtserklärung unterschrieben, die es ermöglicht, dass seychellische Gesundheitsfachkräfte in Sambia ausgebildet werden können. Die Seychellen haben einen Mangel an medizinischen Fachkräften, während Sambia einen Überschuss hat. Ende 2022 waren 514 Ärzte im Register des Seychelles Medical and Dental Council (SMDC) eingetragen. Nur 22 % davon sind seychellische Staatsangehörige, und etwa 241 der im Register eingetragenen Ärzte waren 2022 auf den Seychellen beruflich tätig. Gemäß Artikel 29 der Verfassung bieten die Seychellen allen ihren Bürgern eine kostenlose medizinische Grundversorgung in staatlichen Einrichtungen. Eine ähnliche Absichtserklärung wurde mit Ruanda vereinbart.

Die Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche und Drogenhandel hat auf dem Hauptflughafen der Hauptstadt Lusaka Bargeld im Wert von fast 6 Mio. $ (4,7 Mio. £) beschlagnahmt. Außerdem wurden fünf Pistolen, sieben Magazine, 126 Schuss Munition, 602 mutmaßliche Goldstücke mit einem Gewicht von 127 kg und Geräte zur Messung von Gold beschlagnahmt. Die Drogenbekämpfungskommission (DEC) erhielt einen Hinweis, dass ein gechartertes Flugzeug mit gefährlichen Gütern am Sonntagabend auf dem Kenneth Kaunda International Airport gelandet ist.

Die Bank von Sambia hat bestätigt, dass ihre offizielle Facebook-Seite durch einen Cyber- Angriff kompromittiert wurde. Hacker ersetzten das Profil- und Titelbild der Bank durch ein Bild eines unbekannten Mannes und einer Frau in einer romantischen Umarmung, was zu einer Flut von Memes und Witzen im Internet führte. Die Bank erklärte, sie arbeite daran, die Facebook-Seite so schnell wie möglich wieder voll funktionsfähig zu machen. Sie forderte ihre Kunden und die Öffentlichkeit auf, bei möglichen Phishing-Versuchen oder verdächtigen Aktivitäten vorsichtig und wachsam zu bleiben.

Die sambische Regierung hat zwei Flugzeuge zur Verfügung gestellt, um bei der Rettung und Verteilung von Hilfsgütern für die Opfer des Tropensturms Freddy in Malawi zu helfen. Die Flugzeuge werden in schwer zugänglichen Gebieten im Süden des Landes in Mulanje, Phalombe und Nsanje eingesetzt, wo viele Menschen eingeschlossen sind.  Die Zahl der Todesopfer des verheerenden Sturms stieg am Donnerstag auf 326, mehr als 200 weitere wurden von den Behörden als vermisst gemeldet.

Die sambische Polizei verhaftete 4 Personen wegen einer „Pro-Homosexuellen“-Kundgebung für die Rechte von Frauen; sie haben an einer Demonstration gegen geschlechtsspezifische Gewalt teilgenommen, die nach Ansicht der Behörden zur Unterstützung von „Homosexualität“ genutzt wurde. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind in dem Land verboten und können mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden. Zu den Festgenommenen gehören die Mitbegründerin und zwei weitere Mitglieder der Sistah Sistah Foundation, einer lokalen gemeinnützigen Organisation, die am Sonntag in der Hauptstadt Lusaka eine Demonstration gegen geschlechtsspezifische Gewalt organisiert hatte, die dem Internationalen Frauentag am Mittwoch vorausging.

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