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Sambia – Der 1. Weltkrieg endete in afrikanischer Sicht nicht am 11.11.1918 in einem Eisenbahnwagen in Compiègne, sondern am 25.11. an einem Kreisverkehr in der nordsambischen Stadt Mbala, wo eine Tafel daran erinnert, dass der deutsche General Paul von Lettow-Vorbeck dort den Waffenstillstand unterzeichnete. Er hatte von der Kapitulation nichts gehört und weiter gekämpft. Nun will die sambische Regierung das Geschehen mit einer Touristenmesse und Angeboten zu den Viktoriafällen und den Flughunden touristisch vermarkten. Deutschland muss, trotz Reservierung, mitziehen. Auf dem nahegelegenen Tanganyika-See fährt heute noch ein Schiff aus der Zeit des 1. Weltkriegs, damals „Graf Goetzen“, heute „MV Liemba“.

Sambia – Die Regierung in Lusaka hat über 80 Beamte aus dem Erziehungsministerium suspendiert, weil sie 1.6 Mio. Dollar veruntreut haben sollen. Letzten Monat hat Präsident Lungu den Entwicklungsminister gefeuert, nachdem 4.3 Mio. Dollar für Armutsbekämpfung falsch verwendet wurden. Mehrere Geldgeber haben Zahlungen eingestellt; Sambia muss sich ernsthaft bemühen, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen.

Sambia – Der letzte Samstag jeden Monats soll, laut Erlass von Präsident Edgar Lungu, nationaler Reinigungstag sein, in der Kampagne: „Haltet Sambia sauber, grün und gesund“. Alle Bürger müssen sich an die Vorschrift halten. Nur die Siebenten-Tag-Adventisten dürfen aus religiösen Gründen die Aktion auf den nächsten Tag verschieben.

Sambia – Auch 54 Jahre nach der Unabhängigkeit sind ein Drittel der 15-Jährigen Analphabeten, auch wenn sie eine Schule besuchten, weil viele Lehrer nicht qualifiziert sind. Im April wurden 263 Lehrer gefeuert. 100.000 Erzieher gibt es im öffentlichen Dienst; jetzt werden Tests durchgeführt um unfähige Lehrer auszusondern. Weitere Probleme: die Schulen sind überfüllt und im schlechten Zustand und die Lehrkräfte schlecht bezahlt. Andere afrikanische Länder, wie Nigeria, Uganda und Tansania, haben ähnliche Probleme. Sie alle setzen ihre Hoffnung auf eine neue Generation von kompetenten Erziehern, denn ohne Bildung gibt es keine Entwicklung.

Sambia – Kurz vor der Eröffnung des Prozesses gegen Oppositionsführer Hakainde Hichilema hat der Staatsanwalt die Anklage gegen ihn fallen gelassen. Hichilema wurde im April mit fünf Anhängern der UPND verhaftet. Im Juni suspendierte das Parlament 48 Abgeordnete der Opposition, weil sie die Rede des Präsidenten boykottiert hatten.

Sambia – Weil er sich in Livingstone, der Touristenstadt an den Viktoriafällen, an der Hochspannung zu schaffen machte, verursachte er, dass 50.000 Kunden in der Stadt und Umgebung sechs Stunden ohne Strom waren. Dank seiner natürlichen Isolierung überlebte der neugierige Pavian, erlitt aber schwere Verbrennungen.

Sambia – Am frühen Dienstagmorgen zerstörte ein riesiges Feuer den Markt und beraubte viele Händler ihrer Existenz. Während Experten nach Ursachen suchten, kam Präsident Lungu vom AU-Gipfel heimgeflogen und wetterte schon über die „wirtschaftliche Sabotage“. Er würde hart gegen die mutmaßlichen Täter vorgehen. Die Oppositionspartei UPND verlangt genaue Untersuchung; der Brand solle nicht politisiert werden. Beobachter befürchten, dass Lungu einen Ausnahmezustand erklären könnte.

Sambia – 48 Abgeordnete der Oppositionspartei UPND sind für 30 Tage vom Parlament ausgeschlossen, weil sie im März eine Rede von Präsident Edgar Lungu boykottiert hatten. Oppositionsführer Hakainde Hichilema wurde im April verhaftet und wegen Hochverrat angeklagt.

Sambia – Hakainde Hichilemas Frau hat die internationale Gemeinschaft gebeten, ihrem Mann zur Freiheit zu verhelfen. Er soll wegen Hochverrats vor Gericht erscheinen. Zivilgesellschaft und Investoren sind besorgt, dass die Erosion der Demokratie das bisher verhältnismäßig ruhige Land Sambia in eine Diktatur absinken lässt.

Sambia – Die katholischen Bischöfe des Landes haben der Regierung vorgeworfen, dass das Land sich zu einer Diktatur entwickle; der Name Demokratie habe seine Bedeutung verloren. Hohe Politiker haben mit lauten Einschüchterungen die Menschen verängstigt. Besonders besorgt sind die Bischöfe über die Verhaftung des Oppositionspolitikers Hakainde Hichilema, der, weil er die Sicherheit des Staatspräsidenten Edgar Lungu gefährdet haben soll, sich nun vor Gericht wegen Hochverrats verantworten muss. Ihm drohen 15 Jahre Haft oder die Todesstrafe.

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