Schlagwort: Sambia

Am 18. Februar 2025 brach ein Damm der Sino-Metals Leach Zambia Mine in der Nähe von Kitwe zusammen und spülte 50 Millionen Liter säurehaltige Abfälle in den Kafue River. Dies führte zu einer umfassenden Umweltzerstörung, die ein massives Fischsterben und die Vernichtung von Feldern zur Folge hatte und die Trinkwasserreserven verseuchte. Die Rolle des Flusses als Lebensgrundlage für die Landwirte wurde schwer geschädigt, da das Vieh des Flusses massenhaft verendet ist. Wissenschaftler analysieren derzeit die anhaltenden Umweltschäden des Flusses, während die derzeitige Situation den Fluss verwüstet.

Durch den katastrophalen Bruch eines Absetzbeckens in der Chambishi-Mine von Sino Metals im sambischen Copperbelt, sind über 50 Millionen Liter saures Abwasser in den Mwambashi-Fluss gelangt. Das Leck vergiftete Fische und Krokodile, verwüstete Ackerland und verseuchte wichtige Wasserquellen, wovon über 700.000 Einwohner in Kitwe und den umliegenden Städten betroffen sind. Der Kafue-Fluss, einer wichtigen Wasserstraße in Sambia wurde auch verschmutzt. Das Unternehmen Sino Metals, ist in der sambisch-chinesischen Wirtschafts- und Handelskooperationszone tätig. Es ist die erste von China finanzierte Sonderwirtschaftszone Afrikas, die durch Steuererleichterungen und vereinfachte Genehmigungsverfahren, einschließlich Umweltgenehmigungen, Investitionen anziehen soll. Sambias ehrgeiziges Ziel, die Kupferproduktion bis 2033 mehr als zu verdreifachen, hängt in hohem Maße von chinesischen Investitionen ab, die sowohl für die wirtschaftliche Erholung als auch für die laufenden Umschuldungsverhandlungen entscheidend sind. Die Katastrophe von Chambishi unterstreicht jedoch die Risiken, die mit dieser Abhängigkeit verbunden sind.

 Die Regierung führt einen neuen Lehrplan ein, der für 2030 die erforderlichen Fähigkeiten vermitteln soll. Dazu gehören: 1. Kompetenzbasierter Ansatz: Mit dem neuen Lehrplan wird ein kompetenzbasierter Ansatz für das Lernen eingeführt, der sich auf die Verbesserung der Fähigkeiten der Schüler konzentriert und sie auf die globale Wettbewerbsfähigkeit vorbereitet. 2. Umstrukturierung der Bildungsebenen. 3. Sekundarschule: Die Oberstufe wird nun in den Klassen 5 und 6 angeboten, während die normale Sekundarstufe auf vier Jahre verkürzt wurde (Klassen 1-4). 4. Primarschule: Die Primarstufe umfasst sechs Jahre, von Klasse 1 bis Klasse 6. 5. Schulische Beurteilungen (School-Based Assessments, SBA): SBAs würden nun neben den traditionellen Prüfungen eingesetzt werden, um die Lernergebnisse besser zu messen. Die Bildungsabteilung der Sambia-Konferenz der katholischen Bischöfe (ZCCB) hat die Umsetzung des neuen Rahmenlehrplans für Bildung in den Schulen begrüßt. Der neue Lehrplan sei ein positiver Schritt nach vorn, da er die Kompetenz und die praktische Anwendung von Fähigkeiten und Kenntnissen in den Vordergrund stellt und nicht, wie der vorherige Lehrplan, die Noten.

Die Sambia-Konferenz der katholischen Bischöfe veröffentlichte einen Hirtenbrief, indem es heißt, die Kirche sei beunruhigt über grobe Menschenrechtsverletzungen und undemokratische Tendenzen seitens der sambischen Regierung. In dem Schreiben, das von allen 11 katholischen Bischöfen des Landes unterzeichnet wurde, beklagen sie die erhebliche Einschränkung der demokratischen Freiheit.  Sie schlagen Alarm wegen der zunehmenden Verhaftungen und längeren Inhaftierungen von Oppositionsführern und Journalisten. Kasamas Erzbischof Ignatius Chama, sagte: „Noch alarmierender ist die beunruhigende Tendenz der Polizei, Verdächtige länger in Haft zu halten als gesetzlich vorgeschrieben.“ Chama fordert die Behörden auch auf, einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuchs, der im Parlament geprüft wird, zurückzuziehen, um weitere Konsultationen zu ermöglichen.

Die Lobito Atlantic Railway (LAR) hat diese Woche mit der Ankunft der ersten Lieferung von 275 neuen Containerwaggons, die bei Galison Manufacturing in Südafrika gekauft wurden, einen wichtigen Schritt zur Stärkung ihrer Transportkapazität getan. Diese strategische Investition in neue Waggons ist Teil des Expansions- und Modernisierungsplans von LAR für die nächsten drei Jahre. Die Waggons verfügen über ein modernes pneumatisches Bremssystem und eine leichte Stahlkonstruktion, die zu einem sichereren und effizienteren Transportbetrieb beitragen. Der Lobito-Korridor, der die angolanische Küste mit den reichen landwirtschaftlichen Produktionsgebieten und der DR Kongo und Sambia verbindet, ist nach Ansicht der Weltbank von entscheidender Bedeutung für die Entfaltung einer diversifizierten Wirtschaft in Angola und seinen Nachbarländern.

Sambia hat eine Absichtserklärung mit China unterzeichnet, um die erste Produktionsstätte für Cholera-Impfstoffe im Land zu errichten. Die erste Phase der Anlage, die 37 Mio. USD kostet, wird im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der sambischen Industrial Development Corporation (IDC) und der chinesischen Jijia International Medical Technology Corporation entwickelt. In der Anlage sollen jährlich etwa drei Millionen Dosen hergestellt werden. Im Rahmen des Abkommens wird China Sambia drei Millionen Dosen Cholera-Impfstoff zur Verfügung stellen, bevor die Produktion beginnt. Sambia hatte in 2024 mit einem schweren Choleraausbruch zu kämpfen, der über 400 Menschenleben forderte und mehr als 10 000 Menschen infizierte.

Trotz des mächtigen Sambesi-Flusses und des gewaltigen, mit Wasserkraft betriebenen Kariba-Staudamms kämpft Sambia derzeit mit den schlimmsten Stromausfällen seit Menschengedenken. Städte und Gemeinden im ganzen Land sind manchmal drei Tage hintereinander ohne Strom. 43 % der Sambier, sind an das Stromnetz angeschlossen und Elektrizität war selbstverständlich.  Die Leute gehen manchmal in Bars und Restaurants nicht um zu essen oder zu trinken, sondern um ihre Handys aufzuladen, während die Generatoren dröhnen. Eine der schwersten Dürren seit Jahrzehnten – verursacht durch das Wetterphänomen El Niño – hat die Stromerzeugungskapazität Sambias dezimiert. Sambia bezieht bis zu 84 % seines Stroms aus Wasserreservoirs wie Seen und Flüssen, während nur 13 % aus Kohle stammen. Der Beitrag von Solarenergie, Diesel und Schweröl ist mit 3 % noch geringer.

Sambia ist der UN-Wasserkonvention beigetreten, um die Wasserbewirtschaftung innerhalb des Landes und über seine Grenzen hinaus zu verbessern. Das Land hat im Februar 2024 den nationalen Krisen- und Notstand ausgerufen, da die Dürre die Nahrungsmittel- und Energieproduktion für seine 21 Millionen Einwohner stark beeinträchtigt. Sambia ist das 55. Land (und das 12. aus Afrika), das dem Übereinkommen beigetreten ist. Das UN-Wasserübereinkommen gilt als wirksamer globaler rechtlicher und zwischenstaatlicher Rahmen und als einzigartige Plattform innerhalb des UN-Systems. Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete die Wasserkonvention am 18. März 1992 und ratifizierte sie am 30. Januar 1995. 

Die südkoreanische Regierung will vier afrikanische Länder unterstützen, die besonders unter den Folgen der Dürre zu leiden haben. Von den drei Millionen Dollar humanitärer Hilfe sollen Simbabwe und Sambia je $1.000.000 erhalten, Malawi und Namibia je $500.000. Die Hilfe erfolgt über das Welternährungsprogramm der UNO. Die von der schlimmsten Dürre betroffenen südafrikanischen Länder hatten bereits im Frühjahr den nationalen Notstand ausgerufen und sich mit einem Hilferuf an die internationale Gemeinschaft gewandt.

Die beiden wahrscheinlich aus dem Kafue – Nationalpark entkommenen Löwen haben in der Sambesi -Region Angst und Schrecken ausgelöst. Binnen zwei Wochen töteten sie 16 Kühe. Die Menschen trauten sich nicht mehr aus dem Haus. Aber erst als Schulen eine Schließung planten, um die Kinder nicht zu gefährden, trafen Polizei und Wildtier- Behörden ein. Fernsehbilder mit den Kadavern der beiden Großkatzen und einer aufgeregten Menschenmenge sorgten für Beruhigung. Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren sind verbreitet, werden aber durch eine Dürre verschärft, die die Nahrungsquelle für Mensch und Tier verringert hat.

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