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Minister Esperance Luvindao hat einen Ausbruch des tödlichen Krim-Kongo-Fiebers (CCHF) bestätigt, für das es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Das Kongo – Fieber wird hauptsächlich durch Bisse infizierter Zecken übertragen, insbesondere der Gattung Hyalomma. Eine Übertragung kann auch erfolgen, wenn Menschen bei der Schlachtung und Zerlegung mit infiziertem Vieh, kontaminiertem Tierblut oder -gewebe in Kontakt kommen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist ebenfalls durch Kontakt mit infiziertem Blut oder Körperflüssigkeiten möglich. Namibia hat bereits früher Ausbrüche von CCHF verzeichnet, wobei zwischen 2016 und 2023 sieben Infektionen und vier Todesfälle mit einer Sterblichkeitsrate von 57 % gemeldet wurden.

Das UK-Innenministerium erklärt, dass keine Visa für Staatsangehörige aus Angola, Namibia und der Demokratischen Republik Kongo mehr ausgestellt werden, wenn deren Regierungen nicht verstärkt mit Großbritannien bei der Abschiebung ihrer Staatsangehörigen zusammenarbeiten. In einer Erklärung heißt es, dass Visumsverbote verhängt würden, „sofern sie nicht die Rückführung ihrer Kriminellen und illegalen Einwanderer akzeptieren … Derzeit halten sich Tausende illegaler Einwanderer und Kriminelle aus diesen Ländern im Vereinigten Königreich auf”, heißt es weiter. Das Innenministerium werde die Maßnahmen einführen, wenn in den „kommenden Monaten” keine Verbesserungen erzielt würden. Ähnliche Maßnahmen gegen andere Länder würden ebenfalls in Betracht gezogen.

China hat Interesse daran bekundet, jeden Monat bis zu 20 000 Tonnen Rindfleisch zu importieren; mehr als das Doppelte der derzeitigen jährlichen Exporte des Landes in die Europäische Union, die sich auf etwa 8 000 Tonnen belaufen. Namibia war 2019 das erste afrikanische Land, das Rindfleisch nach China exportierte, und die Lieferungen sind seitdem stetig gestiegen. Im Jahr 2023 stieg der Wert der Rindfleischexporte nach China gegenüber 2022 um 19,8 %. Namibia verfügt derzeit über Handelsabkommen mit mehreren Partnern, darunter die Europäische Union und Indien, während die Verhandlungen mit China und Japan noch andauern.

Namibia hat mehr als 500 Soldaten entsandt, um bei der Bekämpfung eines Feuers zu helfen, das 1/3 des riesigen Etosha-Nationalparks, eines der größten Wildreservate Afrikas, durchgebrannt hat. Die Brände haben sich über den Etosha-Nationalpark hinaus auf kommunale Gebiete in den Regionen Omusati und Oshana ausgeweitet. Die Waldbrände, sind am 22. September im südwestlichen Teil des Parks aufgrund des Verdachts auf Holzkohleproduktion auf angrenzenden kommerziellen Farmen ausgebrochen. Das Ministerium hat angekündigt, bestimmte Touristenrouten zu schließen und die Besucher zur Vorsicht zu mahnen, da sich die Windrichtung unvorhersehbar ändern könnte.

Anlässlich der offiziellen Eröffnung der Eenhana Expo zeigte sich Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah besorgt übersteigende Selbstmorde. Offizielle Zahlen des Ministeriums für Gesundheit und Soziales zeigen, dass im Haushaltsjahr 2024/2025 landesweit über 540 Selbstmordfälle und mehr als 100.000 Fälle von psychischen Erkrankungen verzeichnet wurden, bei einer Einwohnerzahl von ca. 3,022 Millionen. 

Im Juli hat Namibia Geschichte geschrieben, als das Land 45 000 Tonnen Salz nach Nigeria verschifft hat. Dies geschah im Rahmen des Abkommens über die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA). Die Ministerin für internationale Beziehungen und Handel, Selma Ashipala-Musavyi, bezeichnete dies als einen entscheidenden Moment in Namibias wirtschaftlicher Entwicklung und Afrikas Integrationstraum. „Heute schreiben wir gemeinsam Geschichte, indem wir den Beginn der praktischen Teilnahme Namibias am innerafrikanischen Handel im Rahmen des AfCFTA-Abkommens erleben“, sagte sie. AfCFTA ist ein Handelsabkommen zwischen afrikanischen Ländern, das auf die Schaffung eines einheitlichen kontinentalen Marktes abzielt. Es ermöglicht durch den Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen einen freieren grenzüberschreitenden Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen. Ziel ist es, den innerafrikanischen Handel anzukurbeln, die Industrialisierung zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und Afrikas Position in der Weltwirtschaft zu stärken.

Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah kündigte an, dass Namibia, der drittgrößte Uranproduzent der Welt, im Jahr 2025 Gespräche über die Entwicklung seines ersten Kernkraftwerks aufnehmen wird, um seine Bodenschätze zu erschließen und seine Energieunabhängigkeit zu sichern. Namibia ist nicht nur reich an Uran, sondern auch an Lithium, Kobalt, Graphit, Mangan und Seltenen Erden, die allesamt für die globale Energiewende von entscheidender Bedeutung sind. Die Präsidentin sagte: „Wir müssen nicht nur Mineralien exportieren, sondern sie auch hier im Land verarbeiten,“ und signalisierte so eine stärkere Konzentration auf die lokale Aufbereitung und Industrialisierung. Namibia ist einem wachsenden wirtschaftlichen Druck ausgesetzt ist. Die Arbeitslosigkeit liegt nach wie vor bei fast 37 %.

Am 35. Unabhängigkeitstages des Landes übergab der scheidende Staatschef Mbumba die Macht an Nandi-Ndaitwah. Sie wurde als erste weibliche Präsidentin Namibias vereidigt, nachdem sie die Wahlen gewonnen hatte. Sie war zuvor ein Jahr lang Vizepräsidentin und ist eine Veteranin der South West Africa People’s Organisation (SWAPO), die das dünn besiedelte und uranreiche Land 1990 in die Unabhängigkeit von der südafrikanischen Apartheid geführt hat und das Land seit 35 regiert.

Die anhaltende Dürre in Namibia hat die Landwirtschaft zum Erliegen gebracht, so dass nach Angaben des namibischen Landwirtschaftsministeriums rund 1,26 Millionen Menschen oder mehr als 40 % der Bevölkerung von einer krisenhaften Ernährungsunsicherheit bedroht sind.  Die letzte Regenzeit begann spät, mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen im Oktober und November.

Am 8. Februar verstarb im Alter von 95 Jahren Sam Nujoma, Aktivist und Guerillaführer und erster demokratischer Präsident (1990 – 2005).  Nujoma, der in den 1960er Jahren eine zentrale Rolle bei der Gründung der namibischen Befreiungsbewegung, der South West Peoples‘ Organisation (Swapo), spielte, führte den langwierigen Kampf um die Unabhängigkeit, die 1990 erreicht wurde. Afrikanische Staats- und Regierungschefs, darunter der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat, lobten ihn als „Inbegriff des Mutes“, der unbeirrt an seiner Vision eines freien Namibias und eines geeinten Afrikas festhielt. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa würdigte Nujoma als außergewöhnlichen Freiheitskämpfer“, der nicht nur Namibias Kampf gegen den Kolonialismus anführte, sondern auch maßgeblich zur Beendigung der weißen Minderheitsregierung in Südafrika im Jahr 1994 beitrug. Der kenianische Präsident William Ruto bezeichnete ihn als „visionäre Führungspersönlichkeit“, die ihr Leben der Befreiung und Entwicklung ihres Landes gewidmet habe.

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