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Reconafrica, eine kanadische Öl- und Frackingfirma, hat die Lizenz erhalten, im gesamten Kavongo-Gebiet auf 25.341,33 km2 nach Öl- und Gasvorkommen zu suchen. In 9 km Tiefe vermutet man wertvolle maritime Mineralien und Gesteine. Die Bohrungen sollen im Dezember beginnen, und Reconafrica darf bis 2026  bohren. Finden sich Ölvorkommen, gilt die Lizenz für 25 Jahre. Die Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) in Namibia bezeichnet das Vorhaben als „Desaster für die Umwelt“. Das Land ist das zweitgrößte Landschutzgebiet auf der Welt.  Bedroht ist die Heimat der San; gefährdet sind auch die afrikanische Tierwelt und die Trinkwasserversorgung. „Der Kavongo-Fluss ist der einzige Wasserlieferant für das Okavangodelta. Er bringt nicht nur Trinkwasser zu den Menschen, sondern sorgt auch dafür, dass sie Nahrung und Arbeit haben. Mit diesem Projekt vergiften wir nicht nur unser eigenes Wasser in Namibia und Botswana – sondern auch das von Menschen in Simbabwe, Sambia und Angola, die kein Fracking betreiben“, sagt Shikngo von FFF.

Die nationale Bewegung gegen sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt (SGBV) fordert den Rücktritt der Ministerin für Gleichberechtigung der Geschlechter, Doreen Sioka, und ihrer Stellvertreterin Bernadette Jagger; auch übergaben sie dem Parlament eine Petition mit einer Liste von 24 Forderungen. Hunderte junger Menschen, meist Frauen, gingen in Windhoek auf die Straße, schlossen Einkaufszentren und forderten Unternehmen auf, sich dem Kampf anzuschließen.

Namibia ist das erste afrikanische Land, das es wagt, in Zusammenarbeit mit Veterinärschulen in Finnland und Frankreich, Hunde auszubilden, um Covid- 19 zu schnüffeln. Laut Epidemiologen der Universität von Namibia sollen Beagles und Deutsche Schäferhunde besonders geeignet sein, den Geruch von Infizierten zu erkennen. Nach 2- monatigem Training sollen die Tiere an Flughäfen und Grenzübergängen eingesetzt werden. Kolumbien behauptet, mit dieser Initiative schon beachtlichen Erfolg gehabt zu haben.

Namibias Präsident Hage Geingob hat das deutsche Angebot, 10 Mill. €uro an Namibia zu zahlen und eine vorbehaltlose Entschuldigung auszusprechen, abgelehnt. Die Höhe der Wiedergutmachung sowie deren Bezeichnung ist strittig. Namibia besteht darauf dem Begriff Reparationen; dies lehnt die Bundesregierung ab. Die Verhandlungen sind seit 2015 im Gange. Von 1884 bis 1915 war Namibia (Deutsch-Südwestafrika) eine deutsche Kolonie. Unter Generalleutnant Lothar von Trotha wurden zwischen 1904 und 1908 Zehntausende Herero und Nama ermordet.

Präsident Hage Geingob bestimmte, dass die Schulen ab dem 4. August für 28 Tage, zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten geschlossen werden. Der Präsenzunterricht für die Klassen 10, 11 und 12 wird jedoch fortgeführt. Die öffentliche Versammlungsfreiheit wird von 250 auf 100 Personen begrenzt. Alkohol darf nur zu Hause konsumiert werden. Die Regeln für internationale Touristen werden jedoch gelockert. Sie müssen nach ihrer Einreise nicht mehr 14 Tage in Quarantäne, sondern einen negativen Gesundheitstest  (PCR) vorlegen, der nicht älter als  72 Stunden ist. Danach müssen sie jedoch 7 Tage lang an ihrem ursprünglichen Zielort im Land bleiben. Während dieser Zeit wird ein Test durchgeführt, ist das Ergebnis negativ können die Touristen ihren Urlaub fortsetzen.

Nach längeren Forschungen erklärte Namibias Umweltminister Shifeta, dass das mysteriöse Sterben von hunderten Tieren, besonders im Okavango Delta, auf eine Überbevölkerung zurückzuführen sei.  Der länderübergreifende KAZA- Park (Namibia, Angola, Sambia, Botswana und Simbabwe) beherbergt mit 200.000 Dickhäutern zehnmal mehr Elefanten als das Gebiet tragen kann. Nahrungskampf und Stress, nicht Krankheit, sind wahrscheinlichste Ursachen.  Deshalb zeigten auch Labor Tests keine Auffälligkeiten. Bisher sind jedoch Abschuss zur Reduzierung der Elefanten oder Verkauf von Elfenbein nicht erlaubt.

Namibia – Afrikas oft überalterte politische Eliten zeigen wenig Interesse an einer aktiven Partizipation der jungen Generation in politischen Prozessen. Der namibische Präsident Hage Geingob erntete viel Applaus, als er die 23-jährige Emma Theofilus zur Ministerin für Information und Technologie ernannte. Sie war schon die jüngste Abgeordnete im Parlament.

Namibia – Auch 100 Jahre nach Ende der deutschen Kolonialherrschaft konnte man in Namibias Hauptstadt durch die Bismarck – Post – Feld – Bahnhof – und Johann-Sebastian-Bach Strasse gehen. Seit vorgestern haben 15 Straßen aus der deutschen Kolonialzeit neue Namen bekommen, meist von namibischen Freiheitskämpfern sowie von politischen und kirchlichen Aktivisten. Darunter ist der Politiker und Professor Kerina, der dem Land den Namen gab: Namibia, abgeleitet von der Namib Wüste. Über 30 Jahre war Namibia deutsche Kolonie (1884 – 1915). Die brutale Niederschlagung der aufständischen Herero und Nama Volksgruppen 1904 – 1908 ist ein trauriges Kapitel in der Geschichte. Seit 2015 führen Deutschland und Namibia bilaterale Gespräche über die Aufarbeitung des Genozids.

Namibia – Außergewöhnlich wuchtige Sandstürme haben Ende September in kürzester Zeit die Atlantikküste von Namibia und Südafrika in finstere Nacht verwandelt, da die enorme Menge von Sand und Staub den größten Teil des Sonnenlichts „verschluckt“ hatte. Der Wetter – und Umweltsatellit Suomi NPP beobachtete das Phänomen, das auch aus dem Weltall sichtbar war. NASA weiß, dass Wind und Wetter jährlich 182 Mio. Tonnen Sand über den Atlantik tragen, um den Amazonasdschungel zu düngen und dass Wüstenstaub aus der Sahara auch immer wieder Europa erreicht.

Namibia – Präsident Geingbob hat nach einer Serie von Dürrejahren, den schlimmsten der vergangenen Jahrzehnte, den Notstand erklärt. Angesichts der katastrophalen Lage hat der deutsche Entwicklungsminister 10 Mio. Euro an Unterstützung zugesagt. Das Geld soll für neues Saatgut, für den Bau von Brunnen und für die Umschulung der Bauern in alternativen Anbaumethoden gebraucht werden.

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