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Als ein Privatmann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Namibia 22 Elefanten,  die zuvor in freier Wildbahn lebten, für einen Safaripark nahe Dubai ersteigert hatte, protestierten Tierschützer heftig. Elefanten-Export verstoße gegen das Artenschutzabkommen CITES, da wildlebende Tiere nicht außerhalb ihres natürlichen Lebensraums gebracht werden dürfen. Die Regierung kann sich nicht aus der Verantwortung ziehen, da ihre Zustimmung für den Export notwendig war. Die diese Woche in Lyon tagende 74. Sitzung des Ständigen CITES-Ausschusses soll die Rechtmäßigkeit überprüfen. Bei einer Bevölkerung von knapp 2,5 Millionen finden Namibier, dass 23.000 Elefanten zu viel für ihr Land sind, da die Konflikte zwischen Mensch und Dickhäutern wegen den dramatischen Trockenheiten der vergangenen Jahre immer häufiger vorkommen.

Etwa 290 Kilometer vor der Küste Namibias, stieß Total Energies auf riesige Öl- und Gasquellen. Die Entdeckung macht das Orangebecken, das sich vom südlichsten Namibia bis zur Ostküste Südafrikas erstreckt, zu einem heiß begehrten Gebiet der Kohlenwasserstoffexploration und bestätigten die Vermutung von Öl- und Gasvorkommen.

Präsident Hage Geingob erklärte, dass das Land 6,3 Millionen US-Dollar an Konzessionsgebühren (für einen Zeitraum von 40 Jahren) von HYPHEN Hydrogen Energy erhalten wird, dem bevorzugten Bieter für die Entwicklung des ersten großen, vertikal integrierten grünen Wasserstoffprojekts des Landes im Tsau/Khaeb-Nationalpark. Das Projekt soll jährlich 300.000 Tonnen grünen Wasserstoff für den regionalen und globalen Markt erzeugen, entweder als reiner grüner Wasserstoff oder als dessen Derivat (grünes Ammoniak). Der Tsau-Khaeb-Nationalpark zählt zu den 5 besten Standorten weltweit für eine kostengünstige Erzeugung von Wasserstoff, da er eine Kombination von am gleichen Standort bereitstehenden Wind- und Sonnenenergieressourcen in Küstennähe und Landexportrouten für die Vermarktung aufweist.

Fast 1 Jahr lang kampierten in Etunda fast 3 000 Migranten. Anfang Januar wurden 1 792 Migranten mit Bussen nach Angola zurückgeschickt. Etliche kehrten über nicht zugelassene Einreisepunkte in Ohangwena um, da die Lage in ihrer Heimat katastrophal sei. Migrant Shinovanhu Sam von Ondjiva erklärt, „Unsere Ältesten und kleinen Kinder sind an Hunger gestorben; ihre Körper werden in unserem Land wie Fliegen weggeworfen… solange ich laufen kann, werde ich mich weiter nach Namibia hineinschmuggeln“.

2 Paare (der namibische Staatsbürger Johann Potgieter und sein südafrikanischer Ehemann Daniel Digashu – die Namibierin Anette Seiler-Lilles, und ihre deutsche Ehefrau Anita Seiler-Lilles) klagten gegen die Entscheidung der Regierung, ihren nicht-namibischen Ehepartnern aufgrund ihres gleichgeschlechtlichen Familienstandes die Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung zu verweigern.  Die Einwanderungsgesetze sind eindeutig: „Solange Sie ein Ehepartner sind, der rechtmäßig mit einem Namibier verheiratet ist, haben Sie das Recht, ohne Genehmigung in Namibia zu leben, zu arbeiten und zu studieren“, so Van Reenen. Es ist der jüngste Rechtsstreit mit der Regierung in einem Land, in dem Homosexualität illegal ist und die Behörden sich weigern, Ehen von außerhalb des Landes anzuerkennen.

Ladislaus Shikerete, aus Tuhingireni in Rundu, hat Ziegelsteine aus recyceltem Kunststoff und Sand entwickelt, um das Problem der Abfallentsorgung in der Stadt zu lösen. Shikerete, der zwei Mitarbeiter beschäftigt, forderte die Einwohner von Rundu auf, Plastiktüten nicht auf offenen Flächen wegzuwerfen, sondern sie einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Ihm zufolge können diese Ziegel zum Bau von Häusern oder zur Pflasterung verwendet werden. Er benötigt jedoch Unterstützung, um die Herstellung zu verbessern und zu professionalisieren.

Um klimaneutral zu werden, braucht Deutschland grünen Wasserstoff, und zwar in riesigen Mengen. Ein Abkommen mit Namibia soll nun dabei helfen. Deutschland will bis zu 40 Millionen Euro, für eine Machbarkeitsstudie und erste Pilotprojekte in eine Partnerschaft mit Namibia investieren. Deutsche Firmen und Wissenschaftler sollen eine „bevorzugte Rolle“ in Namibias grüner Wasserstoffwelt spielen. Eine „schlagkräftige, strategische Partnerschaft“ entstehe da, sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, „die den globalen Energiemarkt der Zukunft prägen kann“.

Für Präsident Hage Geingob waren die Unruhen in Südafrika ein Weckruf, Namibias Abhängigkeit vom Nachbarland bei grundlegenden Gütern zu überdenken. „Wir sind von ihnen abhängig und haben nicht versucht, von ihnen unabhängig zu sein. Wir bekommen immer noch Basics, Lebensmittel, wie Kartoffeln aus Südafrika,“ sagt er.Namibia importiert 80% seiner Lebensmittel. Die Unruhen in Südafrika gefährden die Sauerstoffversorgung Namibias und auch die Bestattungen, weil die meisten Särge vom Nachbarn importiert werden. The Namibian Newspaper warnt, dass die stagnierende Wirtschaft, die ungelösten Landfragen und die Ungleichheiten im Bildungs- und Gesundheitssystem zu ähnlichen Aktionen wie in Südafrika führen könnten.

Präsident Hage Geingob sagt, dass sein Land vor dunklen und düsteren Momenten steht.  Namibia hat derzeit die höchste tägliche Todesrate auf dem Kontinent. Im Durchschnitt sterben im Land jeden Tag 15 Menschen pro Million, eine höhere Zahl als auf den Seychellen (13 pro Million) und in Tunesien (7,5 pro Million). Südafrika, das die höchste Gesamtzahl an Todesfällen verzeichnet, hat eine tägliche Todesrate von 3 pro Million. Weniger als 5% der Namibier haben mindestens eine Dosis eines Coronavirus-Impfstoffs erhalten. Die Pandemie ist ein schwerer Schlag für ein Land mit nur 2,5 Millionen Einwohnern.

Das Gesundheitswesen ist am Rande des Zusammenbruchs. Die namibischen Krankenhäuser sind voll ausgelastet und es herrscht ein kritischer Mangel an lebensrettendem Sauerstoff. Landesweit wurden 527 Schüler und 165 Lehrer positiv auf Covid-19 getestet. Bis zum 4. Juni 2021 gab es in Namibia 56.981 bestätigte Fälle, darunter 51.177 Genesungen und 877 Todesfälle. Bis heute haben mehr als 70.585 Menschen ihre erste Dosis erhalten, aber nur 10.000 wurden vollständig geimpft.

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