Schlagwort: Namibia

Präsident Hage Gottfried Geingob will deutschen Arbeitnehmern die Möglichkeit geben, bis zu 6 Monate im Land zu arbeiten, wenn sie finanzielle Absicherung, Führungszeugnis und einen  homeoffice- tauglichen Arbeitsplatz nachweisen können. Sie haben keine Heizkosten und keine Blackouts zu befürchten. Dazu ist im früheren „Deutsch- Südwestafrika“ Deutsch anerkannte Regionalsprache. Namibia will,  laut einem Swapo Regierungssprecher, Beziehungen zu Deutschland „auf ein neues Niveau heben“. „Nie frieren“ und nach der Arbeit „auf Safari gehen“ könnten Tausende Deutsche anlocken.

Die seit der Unabhängigkeit 1990 an der Macht befindliche Südwestafrikanische Volksorganisation (Swapo) wird 2024 mit Netumbo Nandi-Ndaitwah zum ersten Mal eine Frau als Präsidentschaftskandidatin aufstellen. Präsident Hage Gottfried Geingob hat dann seine beiden Amtszeiten beendet. Auf dem Parteitag wählte Swapo Nandi-Ndaitwah, die stellvertretende Premierministerin und Ministerin für internationale Beziehungen ist, zur Vizepräsidentin. Sie hat einen tadellosen Ruf. Namibia, nach Südafrika die zweitjüngste Demokratie im südlichen Afrika, hatte schon einige Korruptionsskandale zu verzeichnen. Der bekannteste war der Fishrot-Skandal, bei dem 10 ehemalige Politiker, Geschäftsleute und Anwälte der Bestechung und Korruption beschuldigt werden, weil sie Millionen von Dollar aus der namibischen Fischereiindustrie abgezweigt haben.

Der Stadtrat Windhuks hat die Entscheidung getroffen, die Statue von Curt von François, einem deutschen Kolonialherrn, der fragwürdigerweise als Gründer der Stadt gesehen wird, aus dem Stadtbild zu entfernen. Zur Aufbewahrung wird sie ins Unabhängigkeitsmuseum gebracht. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Windhuk, Job Amupanda, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Entfernung der Statue sei „der Beginn eines Prozesses zur Dekolonialisierung Windhuks“.

NAMIBIA Investment Promotion and Development Board (NIPDB) Chief Executive Officer Nangula Uaandja sagte, dass Namibia das Ziel hat, die Energiehauptstadt Afrikas zu werden. Hyphen Hydrogen Energy erhielt den Zuschlag für die Entwicklung des 9,4 Mrd. USD teuren namibischen Wasserstoffprojekts im Tsau //Khaeb-Nationalpark, das 300 000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren soll. TotalEnergies entdeckte neue Ölfunde auf einer Fläche von rund 8 215 km2 in der Tiefsee Namibias. Shell und Qatar Energy Anfang haben eine Petroleum Exploration Licence 0039, die sich über eine Fläche von rund 12 000 km2 vor der Küste Namibias erstreckt. Das Forschungsunternehmen Wood Mackenzie schätzt die Ölfunde auf etwa 6,5 Milliarden Barrel.

Die Organisation SINASRA (Support in Namibia of Albinism Sufferers Requiring Assistance) unterzeichnete eine Finanzierungsvereinbarung mit dem deutschen Botschafter Herbert Beck in Namibia. SINASRA wird 97440 N$ für die Beschaffung von speziellen Teleskopbrillen erhalten, die an Mitglieder der Gemeinschaft, die an Albinismus leiden, verteilt werden sollen. Die deutsche Botschaft erklärte, dass diese Spezialbrillen das Sehvermögen von Menschen mit Albinismus verbessern und ihnen ein Leben ohne Hindernisse und in Würde ermöglichen werden.

Die Eltern und ihre beiden Töchter kamen ums Leben, als die gecharterte Cessna 210 am Rande des Sambesi Flusses verunglückte. Nur wenige Minuten nach dem Start auf Impalila, einer kleinen Flussinsel, stürzte das Flugzeug ab. Auch die südafrikanische Pilotin starb in dem Unglück. Nach der Unfallursache wird noch gesucht. Namibia ist besonders für Deutsche ein beliebtes Urlaubsland. Der nördliche Caprivi Zipfel mit seinem Wildreichtum, besonders großen Elefantenherden, ist ein wahres Tropenparadies.

Namibia hat die Einfuhr von Klauentieren und deren Produkten, einschließlich anderer potenziell infektiöser Materialien, aus Botswana ausgesetzt, nachdem der Verdacht auf einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) aufgekommen war.

Bei den Parlamentswahlen am 24. August werden zum ersten Mal angolanische Bürger in der Diaspora ihre Stimme abgeben. Dies ist das Ergebnis der Verfassungsänderung durch die Nationalversammlung auf Initiative des Präsidenten der Republik, João Lourenço.

Mindestens 16 Geparden werden nach Indien in den Kuno-Nationalpark im Bundesstaat Madhya Pradesh verfrachtet. Seit mehr als einem halben Jahrhundert sind in Indien die Geparden, die schnellsten Landtiere der Welt, ausgestorben. Sie kommen aus Südafrika und Namibia, wo mehr als 1/3 der weltweit 7.000 Geparden leben.  Es ist das erste Mal, dass ein großes Raubtier von einem Kontinent auf einen anderen gebracht und dort wieder ausgewildert wird.

Die Forest Association und Naturschutzorganisationen haben einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, in dem sie den High Court ersuchten, ReconAfrica von der Fortsetzung jeglicher Öl- und Gasexploration in den Kavango-Regionen abzuhalten. Der Fall wird nun am Freitag vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt. Die Antragsteller möchten außerdem, dass das Gericht anordnet, dass der Umweltbeauftragte des Ministeriums für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus Recon nicht erlauben darf, neue Explorationsbohrungen im Rahmen einer dem Unternehmen erteilten Umweltgenehmigung durchzuführen. Die Kläger wollen, dass diese Anordnungen in Kraft bleiben, während sie gegen die Entscheidung des Umweltkommissars Timoteus Mufeti vom 15. Juni dieses Jahres Berufung einlegen, mit der eine Änderung einer dreijährigen Umweltverträglichkeitsbescheinigung (ECC) genehmigt wurde, die Recon im August 2019 erteilt worden war.

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