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Präsidentin Joyce Banda und ihr Vize-Präsident Kachali wollen eine 30%ige Kürzung ihres Gehalts hinnehmen im Rahmen der strengen Sparmaßnahmen der Regierung. Auch will Frau Banda in den nächsten Tagen das umstrittene Präsidentenflugzeug verkaufen, dessen Anschaffung durch ihren Vorgänger großen Unmut unter den Geldgebern erregt hatte. Sie würde sowieso nie damit fliegen.

Das Anti-Korruptionsbüro will den ehemaligen Präsidenten Bakili Muluzi vor Gericht stellen. Ihm wird vorgeworfen, 11 Millionen Dollar veruntreut zu haben.

Die Regierung hat alle 28 Provinzen des Landes zum Katastrophengebiet erklärt und sucht Hilfe für die 5 der 11 Millionen Einwohner die von der Krise bedroht sind. Malawi will für 18 Mio. Dollar Mais aus Südafrika importieren.

Norwegen stellte Malawi 600,000 Dollar zur Verfügung, um Bildungsprogramme gegen Hexerei durchzuführen, denn Vergewaltigungen, um das Opfer angeblich von Dämonen zu befreien, häufen sich dort. Im Nachbarland Tansania wurde einer Albino-Frau ein Arm abgehackt, um ihn für okkulte Zwecke zu verkaufen. Im Kampf gegen diese Bräuche fordert Südafrika von Medizinmännern schon länger eine offizielle Zulassung und befähigt sie durch medizinische Schulungen, ihren Teil zu Hygiene und Aidsbekämpfung beizutragen.

Mit viel größerer Mehrheit als erwartet und mit doppelt so viel Stimmen wie sein Hauptkonkurrent Tembo hat der amtierende Staatschef die Wahl vom Dienstag gewonnen. Auch Mutharikas Fortschrittspartei bleibt an der Macht. Bekämpfung der Armut und die drohende Hungersnot waren Wahlkampfthema und werden nun auch Schwerpunkte der Regierung sein.

Der Machtkampf zwischen Präsident Mutharika und dem von der Opposition dominierten Parlament eskaliert weiter. Die Oppositionsparteien weigern sich, den Haushaltsplan der Regierung zu billigen. Sie fordern, zuerst das Problem der Abgeordneten, die zur Regierungspartei übergelaufen sind, zu lösen.

Heute sind 7,5 Mio. Malawier aufgerufen, Präsident, Parlament und Lokalregierung zu wählen. Korruptionsskandale, das langsame Wachstum und die große Armut überschatten die Wahl. Die von Frau Banda unternommenen Reformen waren nicht effektiv genug; auch konnte sie das Einfrieren der Entwicklungshilfe von 150 Mio. Dollar nicht aufhalten. Trotz der guten Ansätze der „Hoffnungsträgerin“ bleibt Malawi eines der am wenigsten entwickelten Länder, auf dem UN-Entwicklungsindex Rang 170 von 187 Ländern.

Japan will Malawi 660 Millionen Yen für die Entwicklung erneuerbarer Energien geben. Am Kamuzu Flughafen in Lilongwe soll ein eine große Solaranlage entstehen, um Hauptstadt und Umgebung funktionsfähiger zu machen und den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern.

Die etwa 60 Migranten, vermutlich vom Horn von Afrika und unterwegs nach Südafrika, sind wahrscheinlich von Tansania kommend im Malawisee ertrunken als ihr Schiff kenterte. Bis jetzt wurden 47 Leichen geborgen; Überlebende fand man nicht. Inzwischen soll ein weiteres Boot mit 200 Menschen an Bord im Indischen Ozean gekentert sein.

Malawi und das UN Entwicklungsprogramm (UNDP) haben ein Abkommen für 4,2 Millionen Dollar unterzeichnet, das dem Land helfen soll, die weitverbreiteten Auswirkungen des Klimawandels: anhaltende Dürre, zerstörerische Fluten und erratische Regenfälle zu bewältigen.

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