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Das malawische Parlament hat den ersten gewählten Albino-Gesetzgeber des Landes. Overstone Kondowe wurde für „Nkhotakota North East Contituency” ins Parliament gewählt. In einigen afrikanischen Ländern werden Menschen mit Albinismus als Menschen zweiter Klasse gesehen. Für Körperteile der Betrffenen werden horrende Summen bezahlt, da ihnen in der traditionellen Medizin magische Kräfte zugeschrieben werden. In Malawi leben 134636 Menschen mit Albinismus. Kondowe freute sich über seine Wahl und sagte: «Mein Wahlsieg ist ein klarer Beweis dafür, dass die Menschen ihre Einstellung ändern.»

Der Oberste Gerichtshof von Malawi hat Mpinganjira, einen der reichsten Menschen in Malawi, zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt. Er wollte die Richter in einem Fall, in dem die Opposition eine von Mutharika gewonnene Wahl wegen Betrug angefochten hatte, auf die Seite des damaligen Präsidenten Peter Mutharika bringen. Es wurde auf Tonband aufgenommen, wie Thomas Mpinganjira, einem der Richter finanzielle Anreize anbot, um den Richterspruch zu beeinflussen.

Die COVID-19-bedingten wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten haben zu einem Anstieg des Sexhandels geführt, wofür vor allem die unzureichende Durchsetzung der Gesetze verantwortlich gemacht wird. Das Land hat strenge Gesetze gegen Menschenhandel und Ausbeutung, darunter das Menschenhandelsgesetz aus dem Jahr 2015, erlassen. Das Gesetz sieht auch eine Strafe von bis zu 14 Jahren Gefängnis für Straftaten vor, an denen ein erwachsenes Opfer beteiligt ist, und bis zu 21 Jahren für Straftaten, an denen ein Kind beteiligt ist; außerdem wurden mehrere internationale Menschenrechtsverträge unterzeichnet, darunter das Maputo-Protokoll, das die Regierungen verpflichtet, Frauen und Mädchen vor sexueller Ausbeutung und Menschenhandel zu schützen. People Serving Girls at Risk (PSGR) erklärte, dass allein im Jahr 2020 mehr als 600 Fälle von Sexhandel bearbeitet wurden; das ist dreimal so viel wie in einem ähnlichen Zeitraum in der Vergangenheit. Auf Grund seiner geographischen Lage ist Malawi ein Herkunfts-, Ziel- und Transitland für Menschenhandel.  

Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass die Todesstrafe verfassungswidrig ist und dass sie gegen internationale Menschenrechtsstandards verstößt. Von nun an wird eine lebenslange Haft die höchste Strafe in Malawi sein. Die lokale Menschenrechtskommission sieht das Urteil als Fortschritt. Seit 1975 hat es keine Hinrichtungen mehr im Land gegeben. Die Todesstrafe hätte sowieso keine abschreckende Wirkung und hat meist die Ärmsten getroffen, die sich keine rechtliche Vertretung leisten konnten. Malawi ist das 22. Land südlich der Sahara, das die Todesstrafe abschafft.

Präsident Lazarus Chakwera drängt die Landwirte, vom Tabakanbau abzurücken und auf andere „Cash-Crops“ umzusteigen, wie z. B. Cannabis, das 2020 für den industriellen und medizinischen Gebrauch legalisiert wurde. Wegen der geringen weltweiten Nachfrage und der laufenden weltweiten Anti-Raucher-Kampagnen sind die Preise für Tabak stark gefallen.

Politiker blockierten eine Debatte über Vorschläge zur Lockerung der Abtreibungsbeschränkungen.  Vor fast fünf Jahren wurde ein neues Gesetz entworfen, das bei kirchlichen Gruppen auf starken Widerstand stößt. Malawi erlaubt derzeit eine Abtreibung nur dann, wenn sie notwendig ist, das Leben einer Frau zu retten; eine Reform würde Abbrüche in Fällen von Vergewaltigung, Inzest oder wenn die Schwangerschaft die körperliche oder geistige Gesundheit der Mutter gefährdet, erlauben. Unsichere Schwangerschaftsabbrüche tragen zu einer der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Region bei.

Die Justitia-et-Pax-Kommission (CCJP) der Diözese Zomba stellt freiwilligen Helfern Fahrräder zur Verfügung, damit sie die Rechte von Menschen mit Albinismus besser schützen und schwerwiegende Verstöße gegen ihre Menschenrechte verhindern können. In den Distrikten Zomba und Machinga di Amidu gibt es mehr Menschen mit Albinismus als in jedem anderen Teil des Landes. Betroffene leben mit der Angst, entführt und getötet zu werden, da man vielerorts noch glaubt, dass ihre Körperteile besondere magische Kräfte besäßen. In Malawi leben ca. 134.000 Menschen mit Albinismus, was 0,8 % der Gesamtbevölkerung entspricht.

Das hessische Unternehmen Wingcopter vergrößert seine Anstrengungen, Drohnen für Medikamentenlieferungen herzustellen. Es will in die industrielle Produktion einsteigen. Eine gute Nachricht in der Pandemie, so könnte der Corona Impfstoff effektiv verteilt werden. Mit Unicef und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wird  in Malawi schon ein Liefernetzwerk für Medikamente unterhalten. Auch wurde die Universität „African Drone and Data Academy“ gegründet.  Sie bildet junge Leute aus ganz Afrika im Fliegen und im Bau von Drohnen aus.

Laut Präsident Lazarus Chakwera sollen bereits am 15. 12. 2020 malawische Truppen nach Mosambik entsandt werden, um die islamistischen Aufständischen zu bekämpfen. Der 3jährige Aufstand hat laut offiziellen Angaben mehr als 2.000 Menschen in Cabo Delgado getötet und etwa 500.000 weitere vertrieben. Auch die Führer der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) haben sich verpflichtet, eine robuste regionale Antwort auf die wachsende Bedrohung durch Terrorismus und Aufstände in Teilen Mosambiks zu geben.

Das Hohe Gericht im Bezirk Kasungu hat zwei Männer, darunter den Vater des Kindes, zum Tode verurteilt, weil sie im April 2016 ein fast 2 Jahre altes Kind mit Albinismus getötet haben. Im Land sind Menschen mit Albinismus einem großen Risiko ausgesetzt, da ihre Körperteile für Hexerei verkauft werden. Die „Tonse Regierung“ ließ verlautbaren, dass sie alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, damit Menschen mit Albinismus, wie jeder andere Mensch im Land, ihre Rechte und Freiheiten einfordern können.

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