Schlagwort: Malawi

Japan will Malawi 660 Millionen Yen für die Entwicklung erneuerbarer Energien geben. Am Kamuzu Flughafen in Lilongwe soll ein eine große Solaranlage entstehen, um Hauptstadt und Umgebung funktionsfähiger zu machen und den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern.

Die etwa 60 Migranten, vermutlich vom Horn von Afrika und unterwegs nach Südafrika, sind wahrscheinlich von Tansania kommend im Malawisee ertrunken als ihr Schiff kenterte. Bis jetzt wurden 47 Leichen geborgen; Überlebende fand man nicht. Inzwischen soll ein weiteres Boot mit 200 Menschen an Bord im Indischen Ozean gekentert sein.

Malawi und das UN Entwicklungsprogramm (UNDP) haben ein Abkommen für 4,2 Millionen Dollar unterzeichnet, das dem Land helfen soll, die weitverbreiteten Auswirkungen des Klimawandels: anhaltende Dürre, zerstörerische Fluten und erratische Regenfälle zu bewältigen.

Präsident Muthaika hat Minimumpreise für die verschiedenen Qualitätsgrade von Tabak festgelegt, um zu verhindern, dass Kleinbauern von Tabakkonzernen ausgebeutet werden. Die Konzerne verurteilten die Maßnahme als einen Verstoß gegen die freie Marktwirtschaft. 70% der Exportgewinne Malawi stammen aus dem Tabakexport.

Die Regierung hat die Kommunalwahl auf einen unbestimmten Termin verschoben, weil die Geldmittel zur Durchführung der Wahl fehlen.

In der trockenen Gegend westlich von Zomba führte ein Fisch Projekt zum Erfolg. In kleinen, gegrabenen und mit Regenwasser gefüllten Teichen züchten Bewohner verschiedene Fischsorten für Konsum und Verkauf. Es ist ein einfacher nachhaltiger Zyklus. Die Fische werden mit Haushalts- und Farmabfällen gefüttert, und beim Entleeren der Teiche nach dem Fang liefert der Schlamm Dünger für Feld und Garten. Mit Hilfe von WorldFish soll diese Aquakultur nun weiter ausgebaut werden, besonders für HIV betroffene Familien.

Die Firma Paladin eröffnete in der Nähe des Malawisee die Kayelekera Uranmine. Die Rückstände werden im Wassereinzugsbereich des Sees, von dem 3 Millionen Menschen abhängen, abgelagert. In Malawi gibt es keine Umweltregeln für den Uranabbau.

Wegen immer häufigeren Überfällen auf Pastoren will die Presbyterianische Kirche in Malawi ihren Pastoren erlauben, Schusswaffen zu tragen. 16 Pastoren wurden in der Hauptstadt Lilongwe angegriffen.

London hat scharf reagiert und den malawischen Botschafter nach Lilongwe zurückgeschickt, als Malawi den britischen Diplomaten auswies. Dieser soll öffentlich Präsident Mutharika als „Diktator, der keine Kritik duldet“ bezeichnet haben. Die rasche Handlung könnte die Beziehungen ernstlich stören. Malawis Finanzhaushalt wird bis zu 40% von ausländischen Quellen bestritten, und Großbritannien ist das wichtigste Geberland.

Malawis Anti-Korruptionsbüro hat die Festnahme des früheren Präsidenten Bakili Muluzi angeordnet. Er soll in seiner Amtszeit von 1994 bis 2004 elf Millionen Dollar auf eigene Konten weitergeleitet haben. Muluzi weist die Anklage zurück; sie sei politisch motiviert. Er will sich im Mai noch mal zur Wahl stellen. Um die Spannung zu entschärfen, waren die Ex-Präsidenten von Ghana und Mosambik, Kufuor und Chissano, nach Malawi gereist.

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