Schlagwort: Malawi

Agrarforstwirtschaftsexperten auf einer Konferenz in den Haag schlagen vor, dass die „immergrüne“ Technologie in allen Ländern Afrikas angewandt werden soll, die von Nahrungsmittelknappheit und dem Klimawandel bedroht sind. Kleinbauern in Malawi und dem benachbarten Sambia, die in regelmäßigen Abständen Akazien in ihre Maisfelder pflanzten, konnten ihre Erträge verdreifachen. Die Akazien geben den aufgenommenen Stickstoff durch Wurzeln und fallende Blätter an den Boden weiter. Diese Methode stellt sich immer mehr als erschwinglich und erreichbar heraus.

Präsident Bingu wa Mutharika hat während des Besuchs von UN Generalsekretär Ban Ki-moon das inhaftierte Paar begnadigt. Der Fall hatte internationale Verdammung ausgelöst.

Joyce Banda war von Anfang ihrer Amtszeit an sicher, dass ein armes Land wie Malawi sich kein Präsidentenflugzeug leisten könne. Jetzt steht der 14-Sitzer Jet vor der Versteigerung. Der Kauf des Privatjets durch ihren Vorgänger Mutharika hatte Proteste ausgelöst und Geber ihre Fördermittel kürzen lassen. Jetzt will Frau Banda den Erlös für die Grundversorgung von Malawis Armen nutzen.

Präsident Bingu wa Mutharika hat den Generalstaatsanwalt Gustav Kaliwo gebeten, freiwillig sein Amt niederzulegen. Kaliwo hatte die 42 Anklagepunkte gegen Ex-Präsident Muluzi wegen Korruption fallen gelassen, nachdem der Leiter des Anti-Korruptionsbüros entlassen worden war.

Präsident Bingu wa Mutharika, der sich mit seiner Partei UDF überworfen hat, will seine eigene Partei unter dem Namen ‚Democratic Progressive Party (DPP) starten. 26 unabhängige Parlamentarier sollen ihm bereits ihre Unterstützung zugesagt haben.

Das Anti-Korruptionsbüro (ACB) erließ einen Haftbefehl gegen Ex-Präsident Bakali Muluzi. Er wurde von der Polizei in das ACB-Büro gebracht, um über Korruptionsvorwürfe wegen seiner Amtszeit verhört zu werden. Wenige Tage später entließ die Regierung den Direktor des ACB. Die Generalstaatsanwaltschaft ließ daraufhin die Anklagen gegen Muluzi offiziell fallen.

Blantyres Geschäftszentrum ist auf Anraten der Human Rights Gruppe geschlossen, da eine Welle von wütenden Demonstranten erwartet wird und man weiteres Blutvergießen vermeiden will. Die Aktivisten verlangen dass Präsident Mutharika sein Vermögen aufdeckt, der Treibstoff- und Geldknappheit entgegen arbeitet und die diplomatischen Beziehungen mit dem größten Spender Großbritannien wieder aufnimmt.

Malawi gehört zu den 20 ärmsten Ländern der Welt, was sich auch im Bildungsbereich zeigt. Die Zahl der Schüler ist wohl gestiegen, aber auch die Zahl der Aussteiger. Es mangelt an allem: Lehrern, Klassenräumen und Lehrmaterial. Die Durchschnittsklasse hat 90 Schüler, in einigen Schulen mehrere Hundert, was ein vernünftiges Lernklima unmöglich macht.

Präsident Bingu wa Mutharika hat versprochen, am Ende seiner jetzigen zweiten Amtszeit 2014 zurückzutreten. Er wolle kein Herrscher auf Lebenszeit sein. Der ehemalige Weltbank Ökonom hat sich wegen Streitigkeiten mit dem Westen über politische und wirtschaftliche Maßnahmen die Spenden aus dem Ausland und den Hilfsplan des Internationalen Währungsfonds verscherzt. Die immer ärmer werdende Bevölkerung zeigte letztes Jahr ihren Unwillen durch massive Straßenproteste.

Seit Präsidentin Joyce Banda einen Korruptionsskandal aufdeckte und ihr ganzes Kabinett aufgelöst hatte, gingen verschiedene Todesdrohungen ein, manche von außerhalb des Landes. Anwälte schätzen, dass etwa ein Drittel des Einkommens des verarmten Landes durch Betrug verloren geht.

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