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Es war das zweite Mal, dass ein Oberstes Gericht in Afrika eine Wahl für ungültig erklärte. Die Fälschung der Resultate durch die Regierungspartei von Präsident Peter Mutharika bei den Wahlen im Mai war zu offensichtig. Bei der vom Gericht angeordneten Neuwahl gewann jetzt der Kandidat der Oppositionspartei Malawi Congress Party, der 65-jährige Lazarus Chakwera, mit 58% der Stimmen gegen 39% für Amtsinhaber Mutharika. Chakwera ist Theologe und arbeitete als Pastor und Dozent an der theologischen Hochschule der „Assemblies of God“. Bei seiner Vereidigung versprach, das Land wieder zu vereinigen und Armut und Korruption zu bekämpfen.

Malawi – Der Oberste Gerichtshof entschied, die Resultate der umstrittenen Wahlen im May 2019 wegen weit verbreite-ter Unregelmäßigkeiten zu annullieren und ordnete Neu-wahlen innerhalb 150 Tagen an. Es forderte auch, dass für eine Präsidentschaftswahl in Zukunft eine Mehrheit von 50% erforderlich ist. Das Parlament votierte gegen einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Änderung der Verfassung, für den eine Zweidrittel-mehrheit nötig gewesen wäre.

Malawi – Für malawische Richter war bis jetzt eine gültige Rechtsprechung ohne die aus britischer Kolonialzeit stammenden weißen Perücken und schwarzen Mäntel nicht denkbar. Jetzt brachte sie aber eine Bullenhitze, bis zu 45°C, dazu, den Dresscode vorübergehend abzulegen, besonders da die Gültigkeit der Präsidentschaftswahlen entschieden werden sollte und die Klimaanlage nicht voll funktionierte.

Malawi – Nach den Wahlen vom 21. Mai kann der Amtsinhaber seine zweite Amtszeit antreten. Die von der Opposition wegen mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten verlangte Neuauszählung gab Mutharika einen knappen Wahlerfolg. In Malawi reicht eine einfache Mehrheit zum Sieg. Seine größte Herausforderung ist, trotz der hohen Staatsverschuldung sein Wahlversprechen einer verbesserten Infrastruktur und Senkung der Inflation einzulösen.

Malawi – Eine Gruppe von acht Frauen hat im ländlichen Distrikt von Lilongwe mit ihrer solartechnischen Fähigkeit das Leben der Gemeinschaft verändert. Sie hatten keinen Schulabschluss, machten aber, unterstützt von der britischen Hilfsorganisation „Voluntary Service Overseas“, in Indien einen Intensivkurs. Jetzt können sie Solarlampen und andere Geräte zusammenbauen, warten und reparieren. Ihre Dörfer, Häuser und Schulen haben Licht; sie können auch abends noch arbeiten und immer Handys laden. Teure Kerzen brauchen sie nicht mehr. Sie haben die Menschen aus der Dunkelheit geführt.

Malawi – Für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im nächsten Jahr wurden gleich sechs von ihnen aufgestellt. „Wir wollen der Welt zeigen, dass wir mehr sind als unsere Haut“, sagte Kondowe, der Direktor der Organisation für Menschen mit Albinismus in Malawi. Durch ihren Einstieg in die Politik könnte ihr Stigma vermindert werden. In Malawi, wie in andern Ländern der Region, werden Albinos immer noch gejagt, ermordet und ihre Körperteile verkauft. Laut einem UNO Experten könnten die etwa 10.000 Albinos im Land „aussterben“, wenn sie weiterhin für ihre glückbringenden Organe getötet werden.

Malawi – Nach vierjährigem selbst auferlegtem Exil ist Joyce Banda in ihre Heimat zurückgekehrt, obwohl ihr wegen dem “Cashgate” Skandal eine Festnahme drohen könnte. Sie wurde von hunderten Parteianhängern freudig begrüßt. Ermittlungen wegen massiver Bestechung durch Regierungsmitglieder während ihrer Amtszeit gehen weiter, doch Frau Banda glaubt, dass die Anschuldigungen politisch motiviert sind. Es wird vermutet, dass sie in den 2019 Wahlen das Präsidentenamt anstrebt.

Malawi – Ein Pfarrer der Erzdiözese Blantyre wurde von Straßenräubern so brutal geschlagen, dass er an den Folgen starb. Sie hatten sein Auto angehalten und ihn mit verbundenen Augen weggeschleppt.

Malawi – Im Süden Malawis haben aufgebrachte Menschenmengen in wenigen Wochen acht Menschen getötet, manche äußert grausam, weil sie diese für Vampire, „Blutsauger“ hielten, die Dorfbewohnern Blut für Zauberei und andere Rituale gestohlen hätten. Angst und Aberglaube sind unter den 17 Mio. Einwohnern – 40% Analphabeten – noch weit verbreitet. Obwohl die Polizei 140 Personen festgenommen hat, ist die Lage noch so angespannt, dass die UNO Personal abgezogen hat und NGO’s ihre Mitarbeiter, und Botschafter Touristen zur Vorsicht mahnen.

Malawi – Zum ersten Mal seit 2014 wird Joyce Banda nach Malawi zurückkehren, um sich im „Cashgate“ Skandal zu verteidigen. Anklagepunkte sind Amtsmissbrauch und Geldwäsche. 70 weitere Personen, Unternehmer und Beamte, sollen während Bandas Amtszeit und zuvor in die Unterschlagung von Millionen Dollar aus der Staatskasse verwickelt gewesen sein. Banda beteuert ihre Unschuld. Sie sei das erste Staatsoberhaupt gewesen, das der Korruption durch eine Untersuchungskommission auf den Grund zu gehen wagte.

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