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Malawi – Amnesty International berichtet in dem Dokument “WE ARE NOT ANIMALS TO BE HUNTED OR SOLD”, dass in Malawi werden immer mehr Menschen mit Albinismus getötet, um ihre Körperteile in rituellen Praktiken zu verwenden. Die Angriffe haben seit 2014 stark zugenommen und besonders Frauen und Kinder sind gefährdet. Frauen sind auch der Gefahr von Vergewaltigung ausgesetzt, da Menschen immer noch überzeugt sind, dass Sex mit einem Albino HIV / AIDS heilen wird. In Malawi leben etwa 7.000 bis 10.000 Menschen mit Albinismus.

Malawi – Präsident Peter Mutharika hat gestern wegen der extremen Dürre, die der Flut folgte, den Notstand erklärt. Die Ernteeinbußen können die Nahrungssicherheit für viele Menschen nicht mehr garantieren. Immer mehr Kommunen brauchen humanitäre Hilfe für das ganze Konsumjahr 2016/17. Das Welternährungsprogramm (WFP) versorgt bereits 3 Mio. Menschen. 23 der 28 Regionen des Landes sind schwer betroffen. Ähnlich wie Malawi leiden auch die Nachbarländer Mosambik, Simbabwe und Sambia.

Malawi – Die „Ilala“ ist das einzige regelmäßig auf dem Malawisee verkehrende Schiff. Sie hat einen legendären Ruf. Vor über 65 Jahren in Schottland gebaut und schon mehrere Male überholt, ist die „Ilala“ für viele Menschen entlang dem 580 km langen See die einzige Möglichkeit, Handel zu treiben, sogar die einzige Verbindung zur Außenwelt. In der jetzigen Dürrekatastrophe muss das Schiff tausende Tonnen Mais für die bereits 2,8 Mio. hungernden Malawier transportieren. Auch Teile von Tansania und Mosambik werden so versorgt.

Malawi – Im südlichen Gebiet von Nsanje wurden die Männer mit Benzin übergossen und verbrannt, weil man angeblich Menschenknochen an ihnen fand, die sie zu Zauberzwecken benützen wollten. Die Polizei untersucht, ob es sich um Knochen von Albinos handelt, denn Albino Körperteile werden immer noch für glücksbringende Rituale geschätzt.

Malawi – Hunderte äthiopische Migranten schmachten in Malawis überfüllten, unhygienischen Gefängnissen. Auf der Suche nach einem besseren Leben in Südafrika wurden sie in Malawi als illegale Migranten verhaftet. Sogar nach Absitzen ihrer Haftstrafe oder Zahlung von Bußgeld werden sie auf unbestimmte Zeit festgehalten, geplagt von Hunger, Krankheit und nagender Ungewissheit, denn es gibt kein Geld für die Rückführung. „Ärzte ohne Grenzen“ sind besorgt über den Zustand der Gefangenen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) versucht nun, Flugzeuge zu chartern, um sie in ihre Heimat zurückzubringen.

Malawi – Nachdem im April dieses Jahres ein Gesetz verabschiedet wurde, das das Mindestalter für die Eheschließung auf 18 Jahre anhebt und Kinderheirat unter Strafe stellt, hat ein weiblicher „Chief“ über 300 Ehen beendet und die Jungen und Mädchen zur Schule geschickt. Bisher hatte Malawi eine der höchsten Raten von Kinderehen. Jedes zweite Mädchen unter 18 Jahre war verheiratet und viele hatten vor dem 14. Lebensjahr bereits ein Kind. Meist ist es die Armut, die Eltern dazu verleitet, ihre minderjährigen Töchter zu verheiraten, damit sie aus der kostenpflichtigen Schule ausscheiden können.

Malawi – Unter heißen, staubigen und feuchten Bedingungen und mit erratischer Stromversorgung sind High- Tech medizinische Geräte nur von kurzer Lebensdauer. Lokale Techniker haben nun ein Gerät entwickelt, das frühgeborene Babys mit Sauerstoff versorgt. Hauptbestandteil ist eine Aquarium Pumpe. Lokale Innovatoren wissen am besten, was im Land geeignet ist. Das gilt auch für andere medizinische Geräte, die sie bauen: sie müssen robust und erschwinglich sein, leicht zu handhaben und zu reparieren. Das Queen Elizabeth Krankenhaus in Blantyre testet die Geräte und unterstützt so die Erfinder.

Malawi – Nach einer ungewöhnlichen Dürre mit trockenen Flüssen und Brunnen und sengenden Feldern kam der Regen in Unmengen. Man spricht von 200 Toten und 130,000 Evakuierten. Die Caritas hilft dem armen Land durch die Katastrophe mit Evakuierung, Versorgung, Hygiene und, sobald wie möglich, mit einem landwirtschaftlichen Neuanfang, denn die Ernte ist Großteils vernichtet und Malawi lebt von der Landwirtschaft.

Malawi – Im Süden Malawis und im benachbarten Mosambik sind mindestens 56 Menschen ertrunken; 85,000 mussten vor den Fluten fliehen, die durch starke Regengüsse ausgelöst wurden. Ganze Dörfer wurden weggeschwemmt, Straßen, Brücken, Bahntrassen und Felder wurden zerstört. Präsident Mutharika erklärte ein Drittel des Landes Katastrophengebiet und bat um internationale Hilfe. Der Regen könnte noch andauern.

Malawi – Hunderte Schüler, zwischen 6 und 12 Jahre alt, marschierten durch Blantyre, blockierten die Zufahrt zu Präsident Mutharikas Residenz und demonstrierten in Sprechchören, dass sie nicht lernen könnten. Sie stellen sich auf die Seite ihrer Lehrer. 6,500 Lehrer in öffentlichen Schulen erhielten seit Mai kein Gehalt. Etwa 1,000 von ihnen boykottieren den Unterricht. Malawis Staatshaushalt hängt zu 40% von internationalen Gebern ab, und diese haben nach Bekanntwerden des Korruptionsskandals Gelder gekürzt oder ganz zurückgehalten.

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