Schlagwort: Malawi

In einer Erklärung hat die katholische Bischofskonferenz ihre Besorgnis über die politische Krise ausgedrückt und die Parlamentarier aufgefordert, ihre Streitigkeiten beiseite zu legen. Die Parteien streiten sich über die Frage, ob die zahlreichen Abgeordneten, die zur Regierungspartei gewechselt haben, ihre Sitz im Parlament verlieren.

Das war das Thema einer Studientagung im Philosophischen Seminar in Balaka Anfang Mai. Referenten führten aus, dass Hexerei im Rahmen traditioneller Stammesmedizin positive Auswirkungen hatte, die größtenteils verloren gegangen sind. Der Hexenglaube sei heute trotz Glaubensverbreitung und Bildungsprogrammen sehr stark. Der emeritierte Bischof von Lilongwe, P.A. Kalilombe, der erste einheimische Bischof von Malawi, schlug vor, dies Thema in den Lehrplan der Priesterseminare Afrikas aufzunehmen. Der Afrikaner lebe in der Furcht vor der höheren Macht, möchte aber auch davon befreit sein, meinte der Bischof in seinem Vortrag.

Malawi und Mosambik haben ein Abkommen unterzeichnet, dass den zollfreien Warenverkehr zwischen beiden Ländern möglich macht. Einige sensitive Produkte sind davon ausgenommen.

Präsident Mutharika hat alle Exporte von Mais und von Düngemitteln verboten. Geschäftsleute verkaufen billigen Mais nach Sambia und Tansania, der dort von Hilfsorganisationen zu höheren Preisen aufgekauft wird, um die Hungernot zu lindern.

In einem Land, das fast die höchste Rate von Müttersterblichkeit hat, ist seit Einführung dieses Gefährts vor einigen Jahren in dem kleinen Dorf, nicht weit von Lilongwe, keine Mutter mehr bei der Geburt gestorben. Auf einer am Fahrrad befestigten Liege haben es alle auch im unwegsamen Gelände zur nächsten Entbindungsstation geschafft.

Nach Bekanntwerden der Korruptionsskandale in Regierungskreisen, haben internationale Geber, die 40% des Budgets stellen, den Geldfluss gestoppt oder geschmälert. Großbritannien will nun für 26 Mio. Dollar Medizin und medizinische Artikel kaufen, die, an der Regierung vorbei, über die nächsten 18 Monate an über 600 öffentliche Kliniken verteilt werden sollen. So kann für Millionen Malawier die nötige medizinische Betreuung sichergestellt werden.

Etwa 1,5 Mio. Malawier und 60,000 Anrainer in Tansania sind für Nahrung, Transport und andere Bedürfnisse von Afrikas drittgrößtem See abhängig. Weil die Spannungen eskalierten und keine Einigung erzielt werden konnte, haben beide Länder das Forum früherer afrikanischer Staatschefs, unter dem Vorsitz von Joachim Chissano, um Vermittlung gebeten. Eine Entscheidung soll bis Ende März fallen. Die vor einiger Zeit entdeckten Öl – und Gasvorkommen unter dem See haben den jahrzehntelang schlafenden Konflikt wieder neu entfacht.

Die Präsidenten von Malawi und Simbabwe eröffneten eine neue Straße nach Mosambik, die nach Mugabe benannt ist. Präsident Mutharika pries Mugabe als einen Demokraten und echten Sohn Afrikas. Bezahlt wurde das Projekt von der EU, die gegen Mugabe wegen Menschenrechtsverletzungen Sanktionen verhängt hat.

Zwei Journalisten und ein Staatsbeamter wurden von der Polizei verhaftet. Sie hatten Berichte über Präsident Mutharika veröffentlicht, er habe seine Residenz aus Angst vor Geisterspuk verlassen.

Vier Oppositionsmitglieder und Ex-Sicherheitsbeamte wurden verhaftet. Der Präsident vermutet, dass sein Vorgänger, Bakili Muluzi, ihn stürzen will. Dieser dementiert die Behauptung; er sei kein gewalttätiger Mensch.

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