Schlagwort: Malawi

In dem Versuch, Vertrauen zurück zu gewinnen, hat Präsidentin Joyce Banda ihr altes Kabinett entlassen und eine neue Regierung gebildet. Anstoß gab der bewaffnete Angriff auf den Finanzdirektor Paul Mphwiyo, der die Korruption in Regierungskreisen stoppen wollte. Auch war der Druck von Geldgebern gewachsen. Norwegen hatte seine Hilfe bereits eingestellt. Andere EU-Länder würden folgen. Malawi ist für 40% der Staatseinnahmen auf Entwicklungsgelder angewiesen.

Präsidentin Joyce Banda hat nach Abbruch der Gespräche mit Tansania über die Grenzlinie am Malawisee den Disput der AU übergeben. Malawi will den Anspruch Tansanias auf die Hälfte von Afrikas drittgrößtem See nicht anerkennen. Die Unstimmigkeiten bestehen seit der Unabhängigkeit der beiden Länder, werden aber ernster seitdem man weiß, dass es im See riesige Öl – und Gasvorkommen gibt.

Über 80 Parlamentariers unterzeichneten einen Antrag, Präsident Mutharika vor das Parlament zu zitieren, um auf Anschuldigungen wegen Missbrauchs von Staatsgeldern zu antworten. Der oberste Gerichtshof hat das Amtsenthebungsverfahren zunächst aufgeschoben.

Trotz einer guten Ernte zeichnet sich bereits eine neue Hungernot ab, von der laut einem Regierungsbericht in wenigen Monaten 150.000 Menschen betroffen sein werden.

Trotz mehrerer Appelle hat Jan Egeland, Koordinator für humanitäre Hilfe, bisher keine Gelder für Hilfsgüter für die hungernde Bevölkerung in Malawi erhalten . 4 Millionen Menschen sind nach einer verheerenden Ernte vom Hunger bedroht, im ganzen südlichen Afrika wird die Zahl auf 10 Millionen geschätzt. Der Zurückgang der Nahrungsmittelproduktion wird auch auf die rapide Ausbreitung des HIV Virus zurückgeführt.

Loveness Gondwe und Beatrice Mwale, Gründerinnen der neuen „Regenbogen Koalition“, wollen die Präsidentenwahl am 19 Mai gewinnen. Auch der amtierende Präsident, Bingu wa Mutharika, der sich um eine Wiederwahl bemüht, hat sich eine Frau, Joyce Banda, die jetzige Außenministerin, als Vize gewählt. Die Frauen wollen die Lebensqualität ihrer Landsleute heben und besonders Jugendlichen und Frauen mehr Rechte einräumen. Bis jetzt war der Weg einer Politikerin in Malawi hart und steinig; langsam zeichnet sich eine Änderung ab.

Seit Sonntag soll es bei Karonga am nördlichen Ende des Malawi Sees zwölf Erdstöße von der Stärke 5. 1 bis 5.9 gegeben haben. Hunderte flohen aus ihren Häusern. Die Gegend liegt im Afrikanischen Graben und ist so anfällig für Erdbeben.

Agrarforstwirtschaftsexperten auf einer Konferenz in den Haag schlagen vor, dass die „immergrüne“ Technologie in allen Ländern Afrikas angewandt werden soll, die von Nahrungsmittelknappheit und dem Klimawandel bedroht sind. Kleinbauern in Malawi und dem benachbarten Sambia, die in regelmäßigen Abständen Akazien in ihre Maisfelder pflanzten, konnten ihre Erträge verdreifachen. Die Akazien geben den aufgenommenen Stickstoff durch Wurzeln und fallende Blätter an den Boden weiter. Diese Methode stellt sich immer mehr als erschwinglich und erreichbar heraus.

Präsident Bingu wa Mutharika hat während des Besuchs von UN Generalsekretär Ban Ki-moon das inhaftierte Paar begnadigt. Der Fall hatte internationale Verdammung ausgelöst.

Joyce Banda war von Anfang ihrer Amtszeit an sicher, dass ein armes Land wie Malawi sich kein Präsidentenflugzeug leisten könne. Jetzt steht der 14-Sitzer Jet vor der Versteigerung. Der Kauf des Privatjets durch ihren Vorgänger Mutharika hatte Proteste ausgelöst und Geber ihre Fördermittel kürzen lassen. Jetzt will Frau Banda den Erlös für die Grundversorgung von Malawis Armen nutzen.

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