Schlagwort: Malawi

Malawi – Es war eine Versöhnungsgeste von Präsident Peter Mutharika anlässlich des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit von Großbritannien. Am 6. Juli 1964 startete Malawi hoffnungsvoll in die Freiheit, doch in den ersten 30 Jahren unter dem autokratischen Präsidenten Hastings Banda gab es wenig Freiheit und wenig Fortschritt. Auch nach der Errichtung der Mehrparteien-Demokratie blieb es für die folgenden vier Präsidenten ein Problem, die Bevölkerung zu ernähren. 40% des Staatshaushalts bestehen noch aus Hilfsgeldern. Um jahrzehntelange Vernachlässigung aufzuholen, braucht es eine visionäre und integere Führung. Der neue Präsident rechnet mit mehr Einkommen durch den Uran-Abbau und großflächige Bewässerungsanlagen für eine ertragreichere Landwirtschaft.

Laut einer Studie der Organisation „Plan International“ arbeiten in Malawi etwa 80.000 Kinder bis zu zwölf Stunden am Tag ohne Schutzkleidung in Tabakplantagen. Die tägliche Aufnahme von Nikotin über die Haut entspräche dem Rauchen von 50 Zigaretten. Tausende Kinder leiden an Nikotinvergiftung. Doch wäre es unrealistisch, diese Kinderarbeit total zu verbieten, da 70% den Einkommens vom Tabak kommt. „Plan International“ drängt die Arbeitgeber, Schutzkleidung zu stellen und die Regierung, die Kinderschutzgesetze einzuhalten.

Dem früheren Präsidenten, Bakali Muluzi, im Amt von 1994 bis 2004, ist es nicht geglückt, sich noch mal zur Wahl zu stellen. Die Verfassung erlaubt zwei Amtszeiten von je fünf Jahren. Malawi will keine Wiederholung der Ära Kamuzu Bandas, der von Malawis Unabhängigkeit im Jahr 1963 an das Land regierte, sich 1971 als Präsident auf Lebenszeit erklärte, aber dann doch in 1994 von Muluzi abgelöst wurde.

Nach dem Vize-Präsidenten wurden vier weitere hochstehende Politiker der UDF verhaftet und angeklagt, einen Mordanschlag gegen den Präsidenten geplant zu haben.

Die Universität von Malawi ist nicht gewillt, die Honorarprofessur anzuerkennen, die eine chinesische Universität ihrem Staatspräsidenten Binga wa Mutharika letztes Jahr verliehen hat. . Nur Gelehrsamkeit, Lehrerfahrung und umfassendes Wissen könnten die Verleihung dieses Titels rechtfertigen.

Ein Montfort Missionar würdigte das Engagement der Frauen in der nationalen Politik. Dass Frauen seit der Parlamentswahl letzte Woche nun etwa die Hälfte der Sitze einnehmen war bis vor kurzem unvorstellbar. Sie arbeiten mit Präsident Mutharika in seiner zweiten Amtszeit. Sein Verdienst ist, in den letzten fünf Jahren Malawi von einem nahrungsabhängigen Land zu einem Nahrungsexporteur zu machen und über drei Jahre ein Wirtschaftswachstum von 7% zu halten.

Dem Land stehen, nach einigermaßen ruhigen Jahren, schwere Zeiten bevor. „We now live in the country of the four Fs: no fuel, no forex, no fertiliser … frankly, no f’all“. Unruhen, in denen 19 Demonstranten umkamen, die Ausweisung seines Botschafters in London und die chronischen Benzinknappheiten zusammen mit den fallenden Tabakpreisen bereiten dem Land große Probleme und behindern die Landwirtschaft.

Wahlzettel kamen mancherorts zu spät; es gab Proteste bei Stimmenauszählung; in Blantyre brannten Wahllokale. Präsidentin Banda versuchte, die Wahl zu annullieren, als ihr Kontrahent, Peter Mutharika, der Bruder des früheren toten Präsidenten, vorne lag. Jetzt soll aber neu ausgezählt werden Der Vorsitzende der Wahlkommission hofft, dass in zwei Monaten Auszählung und Überprüfung abgeschlossen sind.

In einem Pilotprojekt will OXFAM an die hungernde Bevölkerung in Südmalawi statt Essensrationen 20 Dollar im Monat austeilen. Ziel ist, die lokale Wirtschaft anzukurbeln und den Betroffenen die Entscheidung über die Verwendung der Hilfe zu überlassen. Präsident Bingu wa Matharika rief letzte Woche den Hungernotstand für 5 Millionen Menschen aus.

Vize-Präsident Cassim Chilumpha, Mitglied der Partei United Democratic Front (UDP), wurde unter Verdacht von Hochverrat verhaftet. Seit Präsident Bingu wa Mutharika die UDP verließ, um seine eigene Partei zu gründen, sind die Spannungen zwischen beiden Politikern eskaliert.

Länder