Schlagwort: Kenia

Der Oberste Gerichtshof hat die Neuauszählung der Stimmzettel angeordnet, die in 15 Wahllokalen während der Präsidentschaftswahlen vom 9. August 2022 abgegeben wurden und gab so dem Antrag des Präsidentschaftskandidaten und ehemaligen Premierministers Raila Odinga und seines Amtskollegen Matha Karua statt; es betraf 15 Wahllokale in vier Bezirken – Kericho, Nandi, Nyandarua und Mombasa.

Die in Somalia ansässige, mit Al-Qaida verbundene militante islamistische Gruppe Al-Shabaab hat eine neue Drohung gegen Kenia ausgesprochen. Die Gruppe erklärte, sie werde weiterhin kenianische Städte angreifen, solange kenianische Truppen in Somalia sind. Wenn die kenianische Regierung ihre „Invasion“ in muslimische Gebiete fortsetzt, wird sie auch innerhalb Kenias zuschlagen. Al-Shabaab kämpft seit mehr als 15 Jahren gegen die somalische Regierung und die AU-Friedensmissionen im Land. Im April 2020 wurde berichtet, dass die Aktivitäten der militanten Gruppe in den kenianischen Küstenregionen und im Nordosten des Landes offenbar zugenommen haben, wo sie einheimische Rekruten einsetzt, um durch Erpressung, illegale Besteuerung und sogar Raub Millionen von Schilling einzutreiben.

Nach einem chaotisch verlaufenen Wahlabend warnen katholische Bischöfe eindringlich vor Gewalt. Der bisherige Vizepräsident William Ruto soll die Präsidentenwahlen mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen haben; sein Herausforderer Raila Odinga spricht von einer „Farce“. Der Erzbischof von Nyeri, Anthony Muheria, erklärte: „Wir möchten alle religiösen Führer bitten, für den Frieden in unserem Land zu beten – liebe Kenianer, bewahrt den Frieden.“

Lupita Nyong‘o gratulierte ihrem Vater Anyang Nyong‘o zur Wiederwahl als Gouverneur des kenianischen Kisumu Landkreises. Die mit dem Oscar prämierte Schauspielerin wuchs in Kenia auf, zog aber dann in die USA. Den Preis gewann sie als beste Nebendarstellerin in Twelve Years a  Slave. Den Menschen in Kisumu dankte Lupita für das Vertrauen, das sie ihrem Vater an den Wahlurnen geschenkt haben.

7 Gouverneurinnen, 3 Senatorinnen und 26 Abgeordnete (Frauen) sind gewählt worden. Kenia kann seine Verfassungsklausel aus dem Jahr 2010 jedoch nicht einhalten, die besagt, dass jedes Geschlecht mindestens ein Drittel der Sitze im Parlament haben muss. In dem Land mit seinen rund 50 Millionen Einwohnern dominieren seit jeher die männlichen Politiker die Gruppe der gewählten Volksvertreter.

Krankenhäuser in Oxfordshire sind die ersten im Vereinigten Königreich, die im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der britischen und der kenianischen Regierung, 12 kenianische Krankenschwestern aufnehmen. Der Schritt ist Teil eines Abkommens, das beide Regierungen im Jahr 2021 unterzeichnet haben.

Der kenianische Wahlleiter hat die Medien davor gewarnt, den Gewinner der Präsidentschaftswahlen vor der IEBC – Independent Electoral and Boundaries Commission zu verkünden. Website der IEBC

Lokale Künstler organisierten in Kibera, dem größten Slum Kenias, ein gemeindeübergreifendes Fest der ethnischen Vielfalt. Das am Rande der Hauptstadt Nairobi gelegene Viertel, in dem schätzungsweise 250 000 Menschen leben, war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz von Gewalt bei Wahlen. Am Vorabend der mit Spannung erwarteten Wahlen am 9. August haben sich die Künstler dieses Mal zusammengetan, um Frieden und Respekt zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen zu fördern.

Mit dem Preis von $250.000 hat die Kenianerin Anna Qabale Duba 24.000 weitere Nominierte geschlagen. Sie selbst war „sprachlos“ über die Auszeichnung von Aster DM Healthcare mit Sitz in Dubai. Als eine der wenigen gut ausgebildeten Frauen im Norden Kenias baute sie neben ihrer Leitung des Marsabit Krankenhauses eine Schule, in der nachmittags Eltern für Alphabetisierungskurse kommen. Die 31- Jährige, die mit 12 der Genitalverstümmelung unterzogen wurde und mit 14 knapp einer frühen Zwangsehe entging, setzt sich leidenschaftlich für Bildung ein. Die Qabale Duba Foundation, die Eltern über sexuelle und reproduktive Gesundheit unterrichtet, soll Mädchen und junge Frauen stärken. Ihr Preisgeld geht in die Stiftung, damit noch mehr junge Mädchen ihre Träume verwirklichen können.

Die Regierung hat die sofortige Schließung aller Schulen ab Dienstag, dem 2. August, angeordnet. Bildungsminister George Magoha erklärte, dass die Schulen bis zum 11. August geschlossen bleiben, um die Vorbereitungen und die Durchführung der allgemeinen Wahlen am 9. August zu ermöglichen. Traditionell werden fast 250 Schulen in jedem Wahljahr als Abstimmungs- und Auszählungszentren genutzt. Bei den meisten Einrichtungen handelt es sich um Grund- und Sekundarschulen, Universitäten und technische Ausbildungsstätten.

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