Schlagwort: Kenia

Vier HIV-infizierte Frauen haben jeweils 20.000 Dollar Schadenersatz erhalten, weil sie ohne ihre Einwilligung sterilisiert wurden. Die Frauen kämpften 9 Jahre lang vor Gericht. Der Oberste Gerichtshof von Kenia entschied, dass diese Anwendung von BTL (bilateral tubal ligation) ohne informierte Zustimmung eine Verletzung der Grundrechte der Frauen darstellt, einschließlich des Rechts, eine Familie zu gründen. Der Schadenersatz, den sie erhalten, wird gemeinsam von Marie Stopes International und dem Pumwani Maternity Hospital sowie von der medizinischen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF), die sie bei der Familienplanung beraten hat, gezahlt.

Die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen ist in Kenia auf 136 gestiegen, da die Fluten Städte von der Landkarte verschwinden lassen. Nach Angaben des National El Nino Emergency and Disaster Response Command Centre lag die Zahl der vertriebenen Haushalte am Freitag bei 92.432, was 462.160 Menschen entspricht. In Tansania führten im vergangenen Monat stärkere Regenfälle als üblich zu Todesfällen und zur Zerstörung von Eigentum in der Hauptstadt Dar es Salaam und in den Gebieten Kigoma, Kagera, Geita und Unguja. Im Bezirk Hanang wurden 47 Menschen getötet. In einigen Teilen des Landes wurden Ernten weggeschwemmt, was die Lebensgrundlage der Menschen beeinträchtigt. Die tansanische Meteorologie Behörde hat gewarnt, dass die Regenfälle in diesem Monat anhalten werden.

Der Präsident hat erklärt, dass seine Regierung bereit ist, 35 staatliche Unternehmen zu privatisieren, die seiner Meinung nach derzeit aufgrund von Bürokratie ineffizient arbeiten. Um die Produktivität zu steigern, sagte Präsident William Ruto, dass auch 100 weitere Unternehmen für eine mögliche Privatisierung in Betracht gezogen würden. Rutos Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der das Land vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen steht, darunter eine hohe Inflation und steigende Schulden.

Den Kenianern wurde ein Sonderurlaub gewährt, um 100 Millionen Bäume zu pflanzen. Dies ist Teil des Ziels der Regierung, innerhalb von 10 Jahren 15 Milliarden Bäume zu pflanzen. Die Regierung stellt rund 150 Millionen Setzlinge in öffentlichen Baumschulen zur Verfügung, damit diese auf ausgewiesenen öffentlichen Flächen gepflanzt werden können. Jeder wird auch aufgefordert, mindestens zwei Setzlinge zu kaufen, um sie auf ihrem eigenen Land zu pflanzen und so, das 100-Millionen-Ziel zu erreichen. Die Initiative soll dazu beitragen, den Klimawandel zu bekämpfen.

Der Feigenkaktus wurde in den frühen 1900er Jahren in Kenia eingeführt, als Blume für die Umzäunung der kolonialen Regierungsbüros.  Aber er verbreitete sich in ganz Laikipia Nord aus. Sein Vordringen behindert die Navigation von Wildtieren und verringert die Weideflächen. Einige Tiere, die die Früchte verzehren, bekommen aufgrund der kleinen Härchen der Pflanze Verdauungsprobleme. Die Iloplei Twala Cultural Manyatta Women Group zählt 203 Mitglieder. Sie ernten die Kaktusfeigen (prickly pear); diese werden zu Biogas verarbeitet.  Die Früchte des Kaktus sind essbar, wenn man sie von ihren scharfen Stacheln befreit; diese können dann verkauft oder weiterverarbeitet werden, zu Marmelade oder zur Herstellung von Kosmetika, Duschgel und Körperlotion. Auf diese Weise wird der Verbreitung des Kaktus Einhalt geboten und eine alternative Einkommensquelle geschaffen.

Die Überschwemmungen in Kenia haben am Wochenende zahlreiche Häuser zerstört, Hunderte von Hektar Ackerland vernichtet und mindestens 15 Menschen getötet. In Mombasa verursachten heftige Regenfälle Sturzfluten, die Häuser und Geschäfte wegspülten. Im Nordosten ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen den Bezirken Wajir und Mandera komplett abgeschnitten. Schwere Regenfälle wurden auch aus den Nachbarländern Tansania und Somalia gemeldet.

Kenias Währung ist auf ein Rekordtief von 150 Schilling pro Dollar gefallen. Die wirtschaftliche Lage in dem hoch verschuldeten und von der Inflation geplagten ostafrikanischen Land hat sich weiter verschlechtert. Der K.Sh hat im vergangenen Jahr gegenüber dem US-Dollar fast 24 % seines Wertes verloren. Diese Abwertung verteuert die Importe und erhöht die Verschuldung Kenias, die sich nach Angaben des Finanzministeriums Ende Juni auf mehr als 10.100 Milliarden Schilling (64,4 Milliarden Euro) belief, was etwa zwei Dritteln des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Die Rückzahlung dieser Schulden, insbesondere an China, wird für die Regierung immer kostspieliger.

Am Vorfeld des Staatsbesuches von König Charles III. und Königin Camilla (31. Oktober bis 3. November) hat ein Gericht die britische Armee zur Zahlung einer Entschädigung für den Brand verurteilt, der 2021 während einer Militärübung der British Army Training Unit in Kenia (BATUK) entstand. Mehr als 4 800 Hektar Land wurden dabei verwüstet. Die Betroffenen fordern eine Kompensation für die Umweltschäden sowie eine Entschädigung für medizinische Probleme wie „schwerwiegende Atembeschwerden“ und „dauerhafte Probleme mit dem Sehvermögen“, die ihrer Meinung nach auf das Feuer zurückzuführen sind. Viele Landwirte waren nicht in der Lage, die Ernte und den Viehbestand, der bei diesem schrecklichen Feuer verloren ging, wieder aufzubauen. Die Einheit befindet sich in der Nähe der Stadt Nanyuki, etwa 200 km nördlich der Hauptstadt Nairobi.

Kenia wird eine sechsjährige Vereinbarung beenden, die es mehr als 100 kubanischen Ärzten erlaubte, in ihren Krankenhäusern zu arbeiten. Bei den kenianischen Ärzten war das Vorhaben unbeliebt, da sie argumentierten, dass die einheimischen Ärzte genauso gut ausgebildet seien wie ihre kubanischen Kollegen. Es gab auch Bedenken, dass die kenianische Regierung den kubanischen Fachkräften viel mehr zahlte als ihren kenianischen Kollegen – und das, obwohl einige lokal ausgebildete Ärzte arbeitslos blieben

Mentor Publishing Company hat ein Schulbuch zurückgezogen, das eine Zeichnung des Propheten Mohammed enthielt, nachdem muslimische Führer und Eltern aufgebracht waren. Sie beschwerten sich, dass es blasphemisch sei, den Propheten zu zeichnen und die Schüler aufzufordern, die Illustration auszumalen. Der Buchverleger erklärte, er bedauere den „schwerwiegenden“ Fehler in dem Buch über islamische Studien für Schüler im zweiten Jahr der Grundschule. Etwa 11 % der Kenianer sind Muslime und damit die zweitgrößte Religionsgemeinschaft.

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