Schlagwort: Kenia

In Kenia beginnt eine von den USA geleitete Militärübung mit dem Codenamen „Justified Accord“. Die 11-tägige Übung, soll die Bereitschaft der teilnehmenden Länder für friedenserhaltende Missionen, Krisenreaktion und humanitäre Hilfe erhöhen. 1.000 Personen und Einheiten aus 23 Ländern nehmen daran teil. In den letzten Jahren wurden in der Region ähnliche Übungen durchgeführt.

Am Kenya Medical Research Institute unter der Leitung von Dr. Videlis Nduba wird an der Entwicklung einer Mobiltelefonanwendung geforscht, die KI zur Diagnose von Tuberkulose und anderen Atemwegserkrankungen einsetzt. Ziel ist es, eine Software und eine Mobiltelefonanwendung zu entwickeln, die unterscheiden kann, zwischen Husten von Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Tuberkulose, und denen ohne eine Krankheit. Laut WHO muss die Anwendung eine Tuberkuloseinfektion mit einer Genauigkeit von mindestens 90 % erkennen und mit einer Genauigkeit von mindestens 80 % feststellen, ob keine Infektion vorliegt. Die bisherigen Versuche von Dr. Nduba haben eine Genauigkeit von 80 % bei der Erkennung von Tuberkulose und eine Genauigkeit von 70 % bei der Feststellung, dass keine Tuberkulose vorliegt, ergeben. Die Vorteile sind die Verkürzung der Zeit bis zur Diagnose und Verhinderung der Weiterverbreitung von TB.

Das Kreuzfahrtschiff MV World Odyssey, das einen segelnden Universitätscampus beherbergt, machte in Mombasa fest. Das Schiff ermöglicht Studenten, die ein Studienjahr unterbrechen, ein Semester auf See zu studieren. Dabei werden verschiedene Länder angesteuert, um deren Geschichte und Kultur kennenzulernen. An Bord des Schiffes befinden sich 763 Passagiere, von denen 585 Studenten sind.  Die Universität beherbergt auch „lebenslang Lernende“, die 30 Jahre oder älter sind, sowie Dozenten und Mitarbeiter. Während der mehr als 100-tägigen Reise können, die Studierenden 12-15 Credits von der Colorado State University erwerben, während sie Haupt- oder Wahlfächer aus 20-25 Studienbereichen belegen. Die MV World Odyssey wird als der „größte schwimmende Campus der Welt“ bezeichnet. Die Universität wird vom Institute for Shipboard Education betrieben.

Präsident William Ruto wurde letztes Jahr gefeiert, als er ankündigte, dass sein Land für afrikanische Besucher visumfrei werden würde, aber viele wurden von den neuen Anforderungen überrascht, die für einige neue Kosten und Papierkram mit sich bringen. Nach den neuen Vorschriften müssen Reisende bei jeder Einreise nach Kenia eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) einholen; die 90 Tage gilt, 30 Dollar kostet und eine Bearbeitungszeit von bis zu 3 Tagen hat.  Die Flugdaten und eine Hotelbuchung müssen nachgewiesen werden. Nur Bürger aus Ländern der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) sind derzeit davon befreit.

In allen größeren Städten Kenias fanden Demonstrationen statt, um gegen die zunehmenden Fälle von Femizid und anderer Gewalt gegen Frauen zu protestieren. In Nairobi, Nakuru, Mombasa, Nyeri und Lodwar wurden Plakate mit den Namen der Getöteten getragen. Die Anti-Femizid-Demonstration war die größte Veranstaltung gegen sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, die jemals, in dem Land stattgefunden hat. Eine Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass mindestens eine von drei kenianischen Frauen irgendwann in ihrem Leben körperliche Gewalt erlebt hat.

Die 2023 Schulabschlussergebnisse, das Kenya Certificate of Secondary Education (KCSE), vergleichbar mit einem deutschen Realschulabschluss, geben Anlass zur Sorge. „Als Land müssen wir anfangen, Daten und Beweise zu hinterfragen, um kritische Entscheidungen treffen zu können, die sicherstellen, dass sich alle Ressourcen, die die Regierung in den Bildungssektor steckt, auch wirklich auszahlen“, so Ezekiel Machogu. Über 40.000 Kinder (5.33%) hatten die niedrigste Durchschnittsnote E erreicht; die Note A
1 216 (0,14 %) und für den kenianischen Hochschulzugang von C plus und besser, waren es 22,27 % der Gesamtkandidaten.

Kenia hat sich von dem kongolesischen Oppositionellen Corneille Nangaa distanziert, der in Nairobi ein Bündnis mit Militanten eingegangen ist, was zu einem diplomatischen Streit mit Kinshasa führte. Die Kongofluss-Allianz, wurde am 15. Dezember 2023 in Nairobi gegründet. Die neue Allianz, die laut Nangaa verschiedene kongolesische bewaffnete Gruppen, Milizen sowie soziale und politische Organisationen zusammenbringen soll, ist ein zusätzliches Problem in einer Region, in der seit Jahrzehnten Unsicherheit herrscht, die durch ethnische Rivalitäten und den Kampf um Ressourcen angeheizt wird. Das kenianische Außenministerium kündigte eine deutliche Distanzierung von dem politisch-militärischen Bündnis an und versprach, die Angelegenheit zu untersuchen, nachdem die Demokratische Republik Kongo (DRK) ihren Botschafter aus Protest zurückgerufen hatte.

Im Beisein von Präsident Ruto und der EU – Kommisionschefin Von der Leyen wurde das Abkommen unterzeichnet, tritt aber erst nach der Ratifizierung durch die beiden Parlamente in Kraft. Kenia soll zollfreieren und unbegrenzteren Zugang für ausgewählte Produkte in die EU erhalten. Im Gegenzug muss Kenia seinen Markt schrittweise für EU- Produkte öffnen. Die EU ist bereits Kenias wichtigstes Exportziel und zweitgrößter Handelspartner mit einem Gesamtwert von etwa 3,3 Milliarden € in 2022.

Am Sonntagabend kam es zu einem Stromausfall, der weite Teile des Landes lahmlegte. Der Verkehrsminister forderte eine Untersuchung wegen „möglicher Sabotageakte und Vertuschung“ des dritten landesweiten Stromausfalls innerhalb von drei Monaten. Der Stromausfall begann gegen 20.00 Uhr und beeinträchtigte viele wichtige Einrichtungen, darunter den Hauptflughafen in der Hauptstadt Nairobi, der ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist. Der staatliche Stromversorger Kenya Power machte eine „Systemstörung“ für den Stromausfall verantwortlich und erklärte, das Problem werde von Technikern behoben. Beim Stromausfall im letzten Monat brauchten die Techniker über 12 Stunden, um die Stromversorgung wiederherzustellen. Am schlimmsten war der Stromausfall jedoch am 25. August – die längste Unterbrechung in der Geschichte Kenias. Die Ursache ist nach wie vor rätselhaft.

Die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag „Jamhuri“ fanden in den Uhuru-Gärten („Freiheit“) statt, wo Kenias erster Präsident Jomo Kenyatta die Macht übernahm, nachdem er die britische Flagge gesenkt und die kenianische gehisst hatte und dies mit dem Pflanzen eines Baumes markierte.  Präsident William Ruto, der den Feiertag zum zweiten Mal als Staatsoberhaupt begeht, sagte: „Dieser Jahrestag gibt uns die Gelegenheit, als Familie zusammenzukommen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir uns in den vergangenen sechs Jahrzehnten entwickelt haben…. dies ist ein Tag, um die erzielten Fortschritte zu feiern und zu betonen, dass die demokratische Glaubwürdigkeit der politischen Kultur Kenias stark und die institutionelle Reife über jeden Zweifel erhaben ist“. Jamhuri bedeutet auf Suaheli „Republik“, und der Feiertag markiert offiziell das Datum, an dem Kenia am 12. Dezember 1963, nach 68 Jahren britischer Herrschaft, unabhängig wurde.

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