Schlagwort: Kamerun

Die Bischöfe prangern den Versuch des Parlamentspräsident Paul Biya an, Wählerstimmen zu kaufen. Dieser hatte den Wahllokalen eine Zahlung von 100.000 CFA-Franc (ca. 152 Euro) angeboten, falls die machthabende Partei 100 Prozent der Stimmen bei den Parlaments- und Gemeinderatswahlen am kommenden Sonntag erreiche

Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz g reisten zur Feier des 100-jährigen Bestehens der katholischen Kirche, die durch deutsche Pallotiner Missionare gegründet wurde, nach Kamerun. Auf einem gemeinsamen Symposium wurde eine engere Zusammenarbeit bei der Bewältigung sozialer Probleme vereinbart. Die Delegation besuchte außerdem das Grab des ersten Bischofs von Kamerun, Heinrich Vieter.

Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen in Kamerun kritisieren ein Projekt, in wenigen Monaten mit dem Bau eines hydroelektrischen Staudamms am Lom Fluss zu beginnen. Negative Wirkungen auf die Umwelt und für die 30.000 Menschen, die ihr Land verlieren, werden befürchtet.

Was als ein Streik der Taxifahrer begann, ist zu einem nationalen Protest gegen die Regierung eskaliert. Trotz einer Ausgangssperre gehen die Proteste in mehreren Städten weiter. Bisher sind 17 Todesopfer zu beklagen. Präsident Paul Biya beschuldigte die politische Opposition, die Gewalttätigkeiten angezettelt zu haben, um die geplante Verfassungsänderung zu verhindern, die seine Amtszeit unbegrenzt verlängern würde.

Papst Benedikt XVI. ist auf seiner „missionarischen Reise“ nach Afrika in Kamerun eingetroffen. Er will auf seiner sechstägigen Reise den von Armut, Hunger, Unterdrückung, Krankheit und Krieg heimgesuchten Menschen ein Zeichen der Hoffnung geben. Bei der Begrüßung in Yaounde würdigte der Präsident das Kommen des Papstes. Benedikt selbst sprach von der Ganzheit der christlichen Botschaft, die schon lange auf afrikanischen Boden Fuß gefasst hat. Er wird auf seiner Reise noch manche Probleme angehen und um internationale Solidarität für Afrika bitten.

Ihr Land steht im Mittelpunkt des diesjährigen Frauengebetstags am 5 März. Deshalb haben Frauen aus Kamerun die Gottesdienstordnung für die Gebetstreffen erstellt unter dem Motto „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“. Die bei den Gottesdiensten gesammelten Kollekten gehen überwiegend nach Kamerun. Informiertes Beten stärke die Verantwortung füreinander, sagen die Frauen, und die finanzielle Unterstützung von Frauenprojekten fördere deren Eigeninitiative.

Unterstützt von mehreren internationalen NGOs protestieren die Menschen gegen die Abholzung von 70,000 Hektar Regenwald durch die US-Firma Herakles im Südwesten des Landes inmitten von vier artenreichen Naturschutzgebieten, um eine riesige Palmölplantage zu errichten. Nach der Urwaldzerstörung, dem Landraub und Verstoß gegen Menschenrechte soll das Palmöl auf keinen Fall ein Nachhaltigkeitssiegel erhalten. Noch konnten die Pläne nicht gestoppt werden, aber das Ringen um einen Kompromiss geht weiter. Die Bewohner fühlen sich gestärkt durch das Interesse und die Rückendeckung der internationalen Gemeinschaft.

Die Nationalversammlung hat einen Regierungsvorschlag angenommen, die Verfassung zu ändern, damit Präsident Paul Biya nach Ablauf seiner Amtszeit in 2011 weiter im Amt bleiben kann. Er regiert seit 1982. Kritiker ziehen Parallelen zu Simbabwe und bedauern den Egoismus mancher afrikanischer Führer, die alles in ihrer Macht tun, um für immer an der Macht zu bleiben.

Jean-Bosco Talla, ein Journalist, der an einem Bericht der französichen Nichtregierungsorganisation ‚CCFD-Terre Solidaire‘ über die angehäuften Reichtümer und die ausländischen Immobilien der Präsidentenfamilie mitgearbeitet hatte, erhält regelmäßige Todesdrohungen.

Bei dem ersten großen Gottesdienst auf afrikanischem Boden im Amadou Ahidjo Stadium in Yaounde bedauerte der Papst das Schwinden der afrikanischen Großfamilie und den schleichenden Materialismus. Er lobte das friedliche Miteinander von Islam und Christentum. Kamerun könnte ein leuchtendes Beispiel für andere Länder Afrikas sein. Er rief die 60.000 Gläubigen auf, die Kostbarkeit und Würde des menschlichen Lebens zu schätzen.

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