Schlagwort: Kamerun

Sierra Leone hat sich bereit erklärt, Hunderte westafrikanischer Migranten aufzunehmen, die von den Vereinigten Staaten abgeschoben werden. Der erste Flug wird am 20. Mai in Sierra Leone eintreffen. An; Bord befinden sich 25 Staatsangehörige aus dem Senegal, Ghana, Guinea und Nigeria. „Sierra Leone hat mit den USA ein Abkommen über Drittstaatsangehörige unterzeichnet, wonach jährlich 300 ECOWAS-Bürger aus den USA aufgenommen werden sollen, mit einer Obergrenze von 25 pro Monat. Die USA haben zuvor bereits Drittstaatsangehörige in afrikanische Staaten abgeschoben, darunter die Demokratische Republik Kongo, Ghana, Kamerun, Äquatorialguinea und Eswatini.

Landesweite Proteste, die Hauptstadt Moroni wurde vollständig lahmgelegt, und gewaltsame Zusammenstöße veranlassten Präsident Azali Assoumani das Dekret der Treibstofferhöhung einzufrieren. Diesel war um 46 % und Benzin um 35 % angehoben worden. Die Verantwortlichen der Transport- und Händlergewerkschaften erklärten danach das offizielle Streikende.

Die sudanesische Armee hat Khor Hassan, im südöstlichen Bundesstaat Blauer Nil, zurückerobert. Der Bundesstaat ist aufgrund seiner geografischen Lage ein zentraler Brennpunkt, des seit mehr als drei Jahren tobenden Bürgerkriegs mit den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), geworden. Wer ihn kontrolliert, hat größere Chancen, in die zentralen Regionen des Landes vorzudringen. Der Bundesstaat grenzt zudem an Äthiopien, das die sudanesische Regierung zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten beschuldigt, die RSF zu unterstützen. Beide Länder weisen die Vorwürfe zurück.

Ein sich rasch ausbreitender Ebola-Ausbruch des Bundibugyo-Stammes hat in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 80 Menschen das Leben gekostet und die Großstädte Goma, Kinshasa und Kampala in Uganda erreicht. Dies Weltgesundheitsorganisation rief einen internationalen Gesundheitsnotstand aus, da befürchtet wird, dass das tatsächliche Ausmaß der Krise weitaus größer ist als berichtet. Bei dem Ausbruch handelt es sich um den Bundibugyo-Stamm, der erstmals 2007 identifiziert wurde. Im Gegensatz zum Zaire-Stamm, für ein Impfstoff vorhanden ist, gibt es für Bundibugyo keinen zugelassenen Impfstoff oder eine spezifische Behandlung. Die Sterblichkeitsrate kann bis zu 50 % betragen. Dies ist der 17. Ebola-Ausbruch in der DR Kongo, einem Land, das 4x so groß ist wie Frankreich und über 100 Millionen Einwohner hat. Der tödlichste Ausbruch in der Region zwischen 2018 und 2020 forderte fast 2.300 Todesopfer.

Während ihrer zweiten Sitzung zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) wurden die nationalen Kommunikationsdirektoren von AMECEA (Bischofskonferenzen Ostafrikas) daran erinnert, wie wichtig es ist, bei der Nutzung von KI ethische Standards einzuhalten. Das 2025 veröffentlichte vatikanische Dokument Antiqua et Nova, das sich mit der Beziehung zwischen KI und menschlicher Intelligenz befasst wurde als richtungsweisend diskutiert. Die Botschaft von Antiqua et Nova richtet sich an Ingenieure, Entwickler und Unternehmen der KI-Technologie und fordert diese auf, das Wohlergehen des Menschen über den Profit zu stellen. Die Kommunikationsdirektoren der AMECEA sollen die KI-Kompetenz in ihren jeweiligen Büros und Bischofskonferenzen zu fördern und die Menschen zu befähigen, sich kritisch und verantwortungsbewusst mit der Technologie auseinanderzusetzen.

Sansibar hat offiziell ein Sonderprojekt gestartet, bei dem Drohnen eingesetzt werden, um Mückenbrutstätten zu identifizieren und zu beseitigen. Dies ist Teil der laufenden Bemühungen, Malaria auf den Inseln vollständig auszurotten. Das Projekt wird von der japanischen Regierung mit einem Betrag von 1 Milliarde Shilling finanziert.

Die Anti-Korruptionskonferenz des Commonwealth legt eine Vision für den KI-gestützten Kampf gegen Korruption in Afrika vor. In Yaoundé versammelten sich Vertreter aus 20 afrikanischen Staaten sowie über 200 internationale Expertenmit dem Ziel moderne Oversight-Mechanismen zu etablieren, um Haushaltsunregelmäßigkeiten, Unterschlagung und mangelnde Transparenz in öffentlichen Verwaltungen zu bekämpfen. Nigeria präsentierte seine Technologie-Initiative CEPTI (Constituency and Executive Projects Tracking Initiative) Das System nutzt Geospatial-Mapping und Datenanalysen zur Echtzeitüberwachung staatlich finanzierter Projekte. Seit dem Start der Initiative wurden Projekte im Wert von 22,9 Billionen Naira überwacht, über 4,9 Milliarden Naira direkt aus mangelhaften Verträgen zurückgewonnen und Einsparungen von 91,4 Milliarden Naira durch das Verhindern künstlich aufgeblähter Budgets erzielt.

Südafrikas Oberstes Gericht hat entschieden, dass Ausländer keinen erneuten Asylantrag stellen dürfen, sobald ihr Antrag abgelehnt wurde, da dies Abschiebungen verhindern und zu einem administrativen Chaos führen würde. Das Urteil beendet einen langjährigen Rechtsstreit, den zwei Staatsangehörige aus Burundi angestrengt hatten, die 2018 erneut Asyl beantragt hatten, nachdem ihre Anträge 2014 abgelehnt worden waren. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) beherbergte Südafrika im Jahr 2025 mehr als 167.000 Flüchtlinge und Asylsuchende, vor allem aus Burundi, der Demokratischen Republik Kongo, Somalia, dem Südsudan, Ruanda und Simbabwe. In Südafrika leben laut offiziellen Zahlen etwa 2,4 Millionen Migranten, was knapp 4 % der Bevölkerung entspricht, obwohl davon ausgegangen wird, dass sich noch weitaus mehr Menschen inoffiziell im Land aufhalten.

Die Regierung hat den 12. Mai zum Feiertag erklärt, da der 81-jährige Yoweri Museveni auf dem Kololo Independence Grounds in Kampala für seine siebte Amtszeit in Folge vereidigt wurde. Im Vorfeld der Amtseinführung wurden in der Hauptstadt umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, darunter auch der Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen. Zahlreiche afrikanische Staats- und Regierungschefs nahmen an der Zeremonie teil, darunter die Präsidenten von Tansania, Kenia, Ruanda, Südsudan, Somalia und der Demokratischen Republik Kongo. Museveni kam 1986 als Rebellenführer an die Macht und hat seitdem sieben Wahlen gewonnen.

Aus abgelegenen Dörfern im Marsabit County im Norden Kenias verklagen 298 Bewohner BP und die kenianische Regierung. Ihrer Meinung nach haben Explorationsbohrungen in der Chalbi-Wüste Krebserkrankungen verursacht.  Die Gemeinden werfen dem Unternehmen vor, giftige Stoffe unsachgemäß entsorgt und es versäumt zu haben, die leeren Explorationsbohrlöcher sicher zu verschließen. Zwischen 1986 und 1989 bohrte der amerikanische Ölkonzern Amoco. Da keine kommerziell nutzbaren Ölvorkommen gefunden wurden, wurden die Bohrlöcher aufgegeben. 1998 übernahm BP Amoco. Unabhängige Untersuchungen ergaben hohe Konzentrationen gefährlicher Schwermetalle, darunter Arsen, Blei und Nitrate, in den örtlichen Wasserquellen. Die Zahl der Krebsfälle und Todesfälle ist stetig gestiegen; mehr als 500 Menschen sollen an Krebserkrankungen des Verdauungstrakts, insbesondere der Speiseröhre und des Magens, gestorben sein.

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