Schlagwort: Kamerun

Die islamistische Terrorsekte Boko Haram erstrebt, nach eigenen Angaben, nicht nur den Sturz der nigerianischen Regierung und die Einführung der Scharia, sondern wirkt auch über die Grenzen hinaus. Kamerun, Tschad und Niger sind besonders betroffen. Geschlossene Grenzen erschweren die Versorgung im Landesinnern und lähmen den Handel. Boko Haram rekrutiert dort auch Mitglieder, die den fanatischen Kampf weitertragen. Die kamerunische Regierung wehrt sich vehement gegen das „Dogma des Hasses“, das alles zerstören will, was die Werte der Gesellschaft ausmacht.

Die Eltern, ein Onkel und vier Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren wurden von sechs Bewaffneten auf Motorrädern gekidnappt und über die Grenze nach Nigeria verschleppt. Der Vater ist Mitarbeiter der französischen Firma GDF Suez in Yaoundé und hatte mit seiner Familie den Nationalpark Waza im Norden besucht. Vermutliche Täter sind Mitglieder von Boko Haram. Französische Staatsbürger sind seit der Einmischung Frankreichs in Mali besonders gefährdet.

Die Partei des Präsidenten Biya RDPC hat bei den Parlaments- und Kommunalwahlen die überwältigende Mehrheit der Stimmen gewonnen. Nach ersten Angaben eroberten die Kandidaten der Regierungspartei 152 der 180 Parlamentssitze. Die größte Oppositionspartei SDF fiel von 22 auf 14 Mandate zurück und beklagte sich über massiven Wahlbetrug. Die Wahlbeteiligung betrug 62%.

Die zwei italienischen Priester und eine kanadische Ordensfrau, die Anfang April im Maroua Distrikt im Norden des Landes entführt wurden, sind freigelassen und wurden am Sonntag nach Yaoundé geflogen. Die Freude ist groß, aber über Bedingungen ist nichts bekannt.

Nach einer Registrierung aller Staatsangestellten stellte sich heraus, dass die Regierung monatlich 10 Millionen Dollar verliert durch Auszahlung von Gehältern an 45.000 nicht-existierende Beamte. Gläubigerländer hatten einen Schuldenerlass Kameruns von der Bedingung abhängig gemacht, gegen die notorische Korruption ernsthaft anzugehen.

Fünf chinesische Fischer wurden in der Nähe der Bakassi-Halbinsel, die vor kurzem von Nigeria an Kamerun übergeben wurde, von Unbekannten verschleppt. Viele Boote fischen illegal in den Gewässern vor der westafrikanischen Küste.

Der französische katholische Priester, der vor sieben Wochen im Norden Kameruns gekidnappt wurde, ist von Präsident Hollande bei seiner Rückkehr nach Frankreich empfangen und gewürdigt worden. Eineinhalb Monate saß er unter Boko Haram Bewachung unter einem Baum. Jetzt gilt seine Sorge den andern Geiseln.

Der Wirtschafts- und Finanzminister von Kamerun und ein Vertreter der Weltbank haben ein Abkommen über eine Hilfe von 14,5 Millionen US Dollar unterzeichnet zur Finanzierung von regionalen Projekten zur Flugsicherheit in Westafrika.

Präsident Paul Biya erwägt eine Verfassungsänderung, um eine weitere Amtsperiode für sich möglich zu machen. Er regiert seit 1982.

Der Vorschlag der FAO, marodierende Elefanten mit Pfeffer Sprays von den Feldern zu jagen, kommt bei den Bauern nicht gut an. Die Tiere seien unberechenbar und hätten ein zu gutes Gedächtnis; sie könnten Rache üben. Im Durchschnitt erleidet jeder kamerunische Bauer durch Einfall von Elefanten jährlich eine Einbuße seiner Ernte von über 500 Dollar.

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