Schlagwort: Kamerun

Die 7-köpfige Familie, drei Erwachsene und vier Kinder, die im Februar beim Besuch des Waza-Nationalparks im Norden von Kamerun entführt wurde, ist wieder frei, wohlauf und zurück in Frankreich. Die Islamistengruppe Boko Haram hatte sich zur Entführung bekannt und die Familie wahrscheinlich in Nigeria gefangen gehalten. Wie sie frei kam, ist nicht bekannt. Es soll kein Lösegeld bezahlt worden sein. Boko Haram hatte wohl die Freilassung von in Frankreich und Kamerun inhaftierten Islamisten gefordert.

Der als „Vater der afrikanischen Befreiungstheologie“ bekannte Theologe Jean-Marc Ela starb am 25.12. 2008 nach schwerer Krankheit in seinem Exil in Kanada. In seinen theologischen Überlegungen reflektierte er sowohl die kulturelle als auch die politische Dimension der Evangelisierung. Nach Morddrohungen 1995 sein Heimatland wanderte er nach Kanada aus. Sein bekanntestes Werk ist „Gott befreit – Neue Wege afrikanischer Theologie“

In Douala haben Bulldozer ganze Straßenzüge niedergerissen, um Platz für neue Verkehrswege zu schaffen. Die Stadtverwaltung behauptet, dass die Gebäude illegal errichtet wurden und zahlt keine Kompensation.

Nach Angaben des Welternährungsprogramm sind eine viertel Million Menschen im Nord des Kamerun auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Eine Verfassungsänderung, die dem Präsidenten eine unbefristete Amtszeit gewährt, soll diese Woche vom Parlament verabschiedet werden.

Nach der Geiselnahme auf einem Öltanker des Konzerns Total vor der Küste Kameruns fordern nun die Rebellen Verbesserungen der Lebensbedingungen auf der ölreichen Halbinsel Bakassi. Sie drohen, die Geiseln zu töten falls Militär eingesetzt wird. Bakassi wurde im August von Nigeria an Kamerun übergeben. Man vermutet im Golf von Guinea bis zu 10 % der weltweiten Öl- und Gasvorkommen.

„Le Président“, die neueste Produktion des Filmemachers Jean-Pierre Bekolo, erzählt die Geschichte eines Greises, der nach 42 Jahren amtsmüde in einem stagnierten Land regiert. Da der Film eine Parodie des kamerunischen Staatschefs Biyah ist, der seit 30 Jahren an der Macht klebt, darf er als politisch gefährlich im Land seiner Herkunft nicht gezeigt werden. Dafür aber in Paris und Berlin.

Kamerun hat Nigeria beschuldigt, mehrere Attacken auf die erdölreiche Halbinsel Bakasi im Golf von Guinea unternommen zu haben. Der Internationale Gerichtshof hatte letztes Jahr das umstrittene Gebiet Kamerun zugesprochen. Nigeria weigerte sich bisher, seine dort stationierten Truppen abzuziehen.

Nach einer fünfjährigen Übergangszeit hat Kamerun endgülitig die Kontrolle über die Halbinsel Bakassi übernommen. In einem Streit mit Nigeria hatte der Internationale Gerichtshof 2002 den Ansprüchen Kameruns Recht gegeben. Unter den 40,000 Bewohnern sind viele Nigerianer, die jetzt die kamerunische Staatsbürgerschaft oder ein Visum beantragen müssen.

Zwei italienische Priester und eine Ordensfrau aus Kanada wurden in der Nacht zum Samstag von Bewaffneten entführt, nachdem diese ihr Haus geplündert hatten. Der Überfall ereignete sich in der Maroua Region, die an die von Boko Haram dominierten Teile Nigerias angrenzt. Die Missionare waren offenbar vorher bedroht worden, haben aber nicht schnell genug darauf reagiert. In derselben Gegend wurde im November 2013 der französische Priester Vandenbeusch entführt, der in der Silvesternacht unversehrt wieder freigelassen wurde.

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