Schlagwort: Algerien

Anlässlich des 23. Thronjubiläums von König Mohammed VI, erklärte der König, er wolle die Beziehungen zum Nachbarland Algerien verbessern. Er bezeichnete beide Länder als „brüderliche Völker, die durch die Geschichte, die menschlichen Bande und das gemeinsame Schicksal verbunden sind“. Die diplomatischen Beziehungen waren auf Eis gelegt, da beide Länder sich gegenseitig für zahlreiche regionale und innenpolitische Probleme verantwortlich machen. Algier wirft Marokko vor, Separatisten und islamistische Oppositionsbewegungen in Algerien zu unterstützen, während Rabat die Unterstützung Algiers für Separatisten in der von Marokko beanspruchten Westsahara ablehnt.

Der algerische Kohlenwasserstoffriese Sonatrach gab bekannt, dass in der Sahara, in Zusammenarbeit mit dem italienischen Konzern Eni, drei Öl- und Gasfunde gemacht wurden. Die erste Exploration, die mit Eigenmitteln von Sonatrach durchgeführt wurde, betrifft zwei Reservoirs im Forschungsgebiet – In Amenas 2 – des Illizi-Beckens. Die zweite Entdeckung wurde von Sonatrach und seinem italienischen Partner Eni in der nördlichen Region des Berkine-Beckens gemacht und war „ein Erdölfund“. Während des Produktionstests lieferte das Bohrloch 1.300 Barrel Öl pro Tag und 51.000 m3/Tag Begleitgas.

Algerien, ein wichtiger Tourismuslieferant für Tunesien, wird die Landgrenze zwischen den beiden Ländern ab dem 15. Juli wieder öffnen. Die Grenze wurde 2020 während des Höhepunkts des Covid-19 geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der Straßenverkehr zwischen beiden Ländern wurde auf den Gütertransport beschränkt. Vor der Coronavirus-Pandemie reisten nach Angaben lokaler Medien jedes Jahr mehr als 3 Millionen Algerier nach Tunesien. Die Luft- und Seeverbindungen zwischen den beiden Ländern wurden bereits im Juni 2021 wieder aufgenommen.

Algerien hat einen 20 Jahre alten Kooperationsvertrag mit Spanien ausgesetzt, nachdem Madrid seine neutrale Haltung gegenüber der Westsahara aufgegeben hat. Im März erkannte Spanien öffentlich Marokkos Autonomieplan für das umstrittene Gebiet an. Marokko kontrolliert rund 80 % der Westsahara. Der Rest wird von der von Algerien unterstützten Polisario-Bewegung gehalten, die nach dem Abzug der spanischen Streitkräfte im Jahr 1975 einen 15-jährigen Krieg mit Marokko führte. Die 1976 von der Polisario-Front ausgerufene Demokratische Arabische Republik Sahara (SADR) wird inzwischen von vielen Regierungen anerkannt und ist Vollmitglied der Afrikanischen Union.

Präsident Abdelmadjid Tebboune hat die Ausfuhr von Lebensmitteln verboten, die das Land importiert; dazu gehören Zucker, Öl, Nudeln, Grieß und Weizenderivate; auch die Einfuhr von gefrorenen Fleischprodukten wurde verboten. Der Präsident bezeichne es als wirtschaftliche Sabotage, Waren zu verkaufen, die das Land nicht selbst produziert. Algerien importiert den Großteil seiner Lebensmittel. Es gab bereits Proteste gegen den Anstieg der Lebensmittelpreise. Bereits am 22. März 2020 hatte Premierminister Abdelaziz Djerad ein vorübergehendes Ausfuhrverbot für bestimmte Medizinprodukte und Lebensmittel angeordnet. Das flächenmäßig größte Land des afrikanischen Kontinents hat ertragreiche Rohstoffvorkommen (Öl, Gas, Phosphat, Eisenerz) aber auch eine hohe Abhängigkeit vom Öl- und Gassektor. Eine kaum diversifizierte Industrie, ein schwacher Privatsektor, sowie hohe Jugendarbeitslosigkeit bereiten dem Land Probleme.

Waldbrände sind in Algerien und insbesondere in der nordöstlichen Region von Tizi Ouzou kein neues Phänomen. Dieses Jahr wurde die Region von mehr als 100 Waldbränden heimgesucht. Die Hitze war noch in Dutzenden von Kilometern Entfernung zu spüren. Zehntausende Hektar von Olivenhainen und Nadelbäumen rund um die Dörfer Larbaâ Nath Irathen, Beni Douala und Aït Mesbah wurden vollständig von den Flammen verschlungen und hinterließen verkohlte Silhouetten; die größten Schäden seit Gedenken. Mindestens 90 Menschen starben bei der Bekämpfung der Flammen, darunter 33 Militärangehörige. Waldbrände sind nicht die einzigen Symptome des Klimawandels in Algerien; die Wüste Sahara (etwa 80 % der Fläche des Landes) hat sich im letzten Jahrhundert um 10 % ausgedehnt. Die globale Erwärmung spielt in der öffentlichen Diskussion in Algerien jedoch keine große Rolle.

Mindestens 42 Menschen sind bei schweren Waldbränden ums Leben gekommen. Die meisten Brände wüteten in der bewaldeten und dicht besiedelten Bergregion Kabyle östlich der Hauptstadt Algier. Nach Regierungsangaben brachen im Norden des Landes mehr als 70 Feuer aus. Innenminister Beldjoud sagte, die Feuer seien „krimineller Natur, es sei unmöglich, dass 50 Feuer gleichzeitig ausbrechen“.

Algerien ist einer der wichtigsten strategischen Partner Äthiopiens. Bislang haben die beiden Länder mehr als 20 Kooperationsabkommen in verschiedenen Bereichen unterzeichnet, darunter Handel, Investitionsschutz und -förderung sowie Vermeidung von Doppelbesteuerung. Darüber hinaus haben sie auch eine Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Technik vereinbart. Nun wollen sie ihre historischen bilateralen Beziehungen weiter festigen. Sie beraten auch die Bedingungen für eine Stärkung ihrer Rolle in der Afrikanischen Union (AU) aufgrund ihres bedeutenden Einflusses bei der Gründung der AU.

Nachdem sie im Meer gebadet hatten, litten 150 Menschen unter Übelkeit, Fieber und Rötung der Augen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Grund dafür, so wird vermutet, ist das unter tansanischer Flagge fahrende Schiff »Barhom II«, das von Sète (Südfranreich) nach Ténès (Algerien) mit Vieh beladen unterwegs war. Nach dem Vorfall wurden im nordwestalgerischen Ténès drei Strände sowie eine Meerwasser-Entsalzungsanlage geschlossen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Henri Tessier, in Lyon geboren, beeinflusste stark das Verständnis von Mission als Dialog zwischen den Religionen. Sein Vorbild war Charles de Foucauld, der als Einsiedler in der Sahara lebte und ermordet wurde. Auch in den schwierigen Jahren, als im Bürgerkrieg Zehntausende Algerier den Tod fanden, darunter 100 Imame, solidarisierte sich die katholische Kirche mit der leidenden Bevölkerung. 18 katholische Missionare wurden von den Islamisten ermordet und letztes Jahr seliggesprochen, darunter ein Bischof, sieben Trappistenmönche, vier Weiße Väter und mehrere Ordensschwestern.

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