Schlagwort: Algerien

Heftige Regenfälle haben in der Region M’Sila, 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Algier, kleine Flüsse über die Ufer treten lassen. Wassermassen haben mindestens 15 Menschen in den Tod gerissen. Straßenverbindungen wurden unterbrochen, mehrere Brücken stürzten ein. Einige Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Kardinal Philippe Barbarin von Lyon und der Präsidenten des französischen Islamrates der Region Rhône-Alpes, Azzedi-ne Gaci, sind in Algerien, um den interreligiösen Dialog voranzutreiben. Die Delegation wird auch das Trappisten-Kloster Tibhirine besuchen, wo 1996 sieben Möche entführt und ermordet wurden.

Bei einer seiner ersten Auslandsreisen hat der französische Präsident Sarkozy Algerien und Tunesien besucht, um engere Beziehungen mit den ehemaligen Kolonien Frankreichs zu knüpfen.

Erzbischof Henri Tessier hat sein Befremden geäußert über das von Papst Benedikt in Regensburg verwandte Zitat über den Islam. Es sei in seiner Rede fehl am Platz und dem Islam abträglich gewesen.

Trotz des seit 1992 geltenden Ausnahmezustands gingen Algerier auf die Straße gegen politische Unterdrückung und für mehr Demokratie. Die Polizei hat die Demonstration gewaltsam aufgelöst. Es gab Verletzte und Festnahmen. Für den 9. Februar haben die Gewerkschaften zu einer Großkundgebung aufgerufen.

Zum 40. Mal beginnt in Algiers das Panafrikanische Kulturfestival (PANAF), zu dem 8.000 Künstler aus 44 Ländern erwartet werden. 500 Konzerte und 12 Ausstellungen stehen auf dem Programm.

Die Regierung hat das Wochenende offiziell um einen Tag verschoben, von Donnerstag – Freitag auf Freitag – Samstag. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar haben sich dem westlichen Standard angenähert.

Bei den zwei Autobombenanschlägen in der algerischen Hauptstadt Algier sind mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Menschen, unter ihnen Ausländer, sind zum Teil schwer verletzt worden.Nahezu zeitgleich waren ein Tankwagen vor dem UNHCR-Büro im Wohnviertel Hydra sowie ein Schulbus nahe dem Obersten Gerichtshof auf der Anhöhe von Ben Aknoun in die Luft gesprengt worden.

Unlängst hat die Unesco die Kasbah ins Weltkulturerbe aufgenommen. Jetzt hat das Land knapp drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die historische Altstadt zu restaurieren und dadurch Touristen anzuziehen. Ein Sprecher der Stadt Algier sagte, das Geld solle eingesetzt werden, um in den nächsten drei Jahren verfallene Häuser und Moscheen zu reparieren. Einige Häuser sollen zu Bibliotheken umgebaut werden.

Der regimekritische Journalist Mohamed Benchicou ist nach zwei Jahren aus der Haft entlassen worden. Im März hatte Präsident Boutaflika andere inhaftierte Journalisten begnadigt.

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