Schlagwort: Algerien

Algerien – Die Polizei hat Dutzende festgenommen, unter ihnen sogar hohe Beamte im Bildungswesen, unter dem Verdacht, Examenspapiere für das Bachelor Examen durch die sozialen Netzwerke veröffentlicht zu haben oder durch Stillschweigen dies ermöglichten. Für die Studenten bedeutet das, dass 300,000 von 800,000 am 19. Juni die Schlussprüfung für die sieben durchgesickerten Fächer nochmal machen müssen. Der Verdruss ist groß, aber ohne diesen Abschluss gibt es keine Immatrikulierung.

Algerien – Ohne Einzelheiten anzugeben, hat der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz von Algerien bestätigt, dass möglicherweise bald eine religiöse Gemeinschaft in das Kloster einziehen wird, in dem vor 20 Jahren sieben Trappistenmönche von islamischen Fundamentalisten entführt und Wochen später enthauptet aufgefunden wurden. Ihr Ausharren und ihr Tod wurden durch den preisgekrönten Film „Von Menschen und Göttern“ (2010) weltweit bekannt. Das Kloster Tibhirine wurde nie ganz verlassen sondern immer wieder von Priestern besucht und ehrenamtlich betreut.

Unweit der Grenze zu Niger wurden 13 Leichen gefunden. 33 Migranten von derselben Gruppe werden noch in dem Wüstengebiet vermisst, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Für sie ist ein Überleben in der Wüste eher unwahrscheinlich. Für lange Zeit war Algerien Transitland für Migranten, die von Mali, Niger und Tschad nach Europa wollten, aber da das Mittelmeer immer schärfer bewacht ist, bleiben viele gleich in Algerien und siedeln sich in Tamanrasset an, einer Oasenstadt, die am Trans-Sahara Highway liegt.

Nach Berichten des staatlichen Rundfunks ist der zweitranghöchste Anführer der Organisation Al-Kaida im Maghreb, Samir Mousaab, bei einem Gefecht mit Sicherheitskräften getötet worden.

Vier Algerier wurden zu Haft – und Geldstrafen verurteilt, weil sie zum Christentum konvertierten. Zwei andere wurden wieder freigelassen, weil sie dem neuen Glauben abschworen. Die Verhaftung kam wegen des Besuchs eines „illegalen“ Gottesdienstes.

Bei zwei Bombenanschlägen in Algiers, in der Nähe des Sitz des Ministerpräsidenten und vor einer Polizeistation, wurden mindestens 33 Menschen getötet und 160 verwundet. Nach unbestätigten Angaben konnten zwei weitere Bomben entschärft werden. Die Gruppe Al-Kaida im Maghreb hat sich zu den Anschlägen bekannt.

15 Angeklagte im größten Korruptionsskandal, bei dem Hunderte Millionen Dollar der Khalifa Bank veruntreut wurden, erhielten bis zu 15 Jahren Gefängnis. Der Hauptangeklagte, Rafik Khalifa, der im Exil in London lebt, wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

Papst Benedikt hat den algerischen Philosophen Mustapha Cherif, Professor an der Univefrsität von Algers im Vatikan empfangen. Cherif drückte seine Sorge aus, den Rat für interreligiösen Dialog und für Kultur zusammenzulegen, da die Bedeutung des Dialogs damit vermindert würde

Etwa 500 km östlich der Hauptstadt stürzte eine C-130 Hercules Maschine ab. An Bord waren Soldaten und ihre Familien. Rund 100 Menschen kamen ums Leben. Kurz vor der Landung soll das Flugzeug in schlechtes Wetter mit Sturmböen und dichtem Schneefall geraten sein.

Präsident Bouteflika hat ein neues Kabinett vorgestellt. Neuer Außenminister wird Mohammed Bedjaoui, der Vorsitzende des Verfassungsrats, neuer Finanzminister Mourad Medelci. Bouteflika will wirtschaftliche Reformen durchsetzen und hofft, dass Algerien in Juli der Welthandelsorganisation (WTO) beitreten kann.

Länder