Schlagwort: Afrika

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat Namibia, die Demokratische Republik Kongo, den Tschad und Nigeria besucht. In Abuja führte Wang Gespräche mit dem nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu und Außenminister Yusuf Tuggar und bekräftigte dabei Chinas Engagement für Afrika. „China wird die Afrikaner nachdrücklich dabei unterstützen, afrikanische Probleme auf afrikanische Art und Weise anzugehen. Die Menschen in Afrika sind die wahren Herren dieses Kontinents“, sagte Wang. Während der Reise kündigte Wang an, dass China Afrika eine Milliarde Yuan (136 Millionen Dollar) an Militärhilfe zusagen werde. Außerdem sagte er die Ausbildung von 6.000 Soldaten und 1.000 Polizeibeamten auf dem gesamten Kontinent zu und betonte damit Pekings Engagement für die regionale Sicherheit.

Die Staats- und Regierungschefs Ägyptens, Zyperns und Griechenlands sind in Kairo zusammengekommen, um die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten anzusprechen, darunter die Konflikte im Gazastreifen, in Israel und im Libanon sowie die allgemeine Instabilität in Syrien, Libyen, Jemen und Sudan.

Die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) hat 40 neue Objekte die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Darunter aus Afrika: Ägypten – Herstellung und Spiel der Simsimiyya; Algerien, Gandoura und Melehfa – Zeremonielle Trachten der Frauen im Osten Algeriens; Côte d’Ivoire – Attiéké-Herstellung in Côte d’Ivoire; Ghana – Traditionelle Kente-Weberei; Kamerun – Ngondo: Wasserorakel der Sawa; Ruanda – Intore-Tanz; Sambia – Mangwengwe-Tanz; Tunesien – Die Twāyef-Kunst der Ghbonten.

Andrée Blouin (1921 – 1986), mit dem Wissen um die Gräueltaten der französischen Kolonialisten, mobilisierte die Frauen in der Demokratischen Republik Kongo gegen den Kolonialismus und wurde zu einer wichtigen Beraterin von Patrice Lumumba, dem ersten Premierminister der DR Kongo und verehrten Unabhängigkeitshelden. Sie tauschte Ideen mit berühmten Revolutionären wie Kwame Nkrumah aus Ghana, Sékou Touré aus Guinea und Ahmed Ben Bella aus Algerien aus, doch ihre Geschichte ist kaum bekannt. Ihre Memoiren ‘My Country, Africa: Autobiography of the Black Pasionaria’ wird nun neu augelegt.

Ostafrikanische Aktivisten und Gemeinden haben ihren Widerstand gegen die East African Crude Oil Pipeline (EACOP) verstärkt und Berichte über eine mögliche finanzielle Unterstützung durch China angeprangert. Demonstranten in Kampala und Dar es Salaam forderten die chinesischen Botschaften auf, Investitionen in erneuerbare Energien anstelle der EACOP zu unterstützen und wiesen auf die verheerenden Auswirkungen auf Gemeinden und Ökosysteme hin.  Nach Angaben der ugandischen Regierung werden chinesische Finanzinstitute, darunter Sinosure und die China Exim Bank, das Projekt finanzieren. Die Chinese National Offshore Oil Corporation (CNOOC) und verschiedene chinesische Auftragnehmer spielen bereits eine wichtige Rolle beim Betrieb und der Entwicklung der EACOP.

Ecowas (Economic Community of West African States) setzt Hoffnungen den Bau einer 1.028 km langen Autobahn von Abidjan in der Elfenbeinküste durch Ghana, Togo, Benin nach Lagos in Nigeria. Der Baubeginn ist für 2026 geplant, und von verschiedenen Geldgebern und Investoren wurden bereits 15,6 Mrd. $ zugesagt. Der Plan zum Bau des modernen Verkehrskorridors entlang der westafrikanischen Küste wurde ursprünglich vor acht Jahren genehmigt – lange vor den Putschen, die die zivile Herrschaft in Mali, Burkina Faso und Niger gestürzt haben. Das Projekt für den Küstenverkehrskorridor, soll die Fähigkeit der verbleibenden Mitgliedsländer zur Zusammenarbeit unter Beweis stellen und das Wachstum des Handels und die Anziehungskraft der städtischen Küstengebiete Westafrikas beschleunigen. Durch den Bau der geplanten vier- bis sechsspurigen Autobahn sollen 70.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

Auf ihrem Staats- und Regierungschefs Treffen in Abuja genehmigte Ecowas den Zeitplan für das Ende der Mitgliedschaft von Niger, Mali und Burkina Faso –die von Militärjuntas regiert werden. Der offizielle Austritt der Länder ist für den 29. Januar 2025 angesetzt. Bis zum 29. Juli soll es eine Übergangsphase geben. Die drei Länder werfen Ecowas (der Gruppe aus 15 Mitgliedsstaaten) „unmenschliche und unverantwortliche“ Sanktionen im Zusammenhang mit den Putschen in Niger, in Mali und Burkina Faso vor. Ecowas habe es auch versäumt, den drei Ländern bei der Bekämpfung interner Sicherheitsprobleme zu helfen. Mit dem Austritt Malis, Burkinas und Nigers verliert der Block 76 Millionen seiner 446 Millionen Einwohner und mehr als die Hälfte seiner gesamten geografischen Fläche sowie weite Teile der Sahara.

Auf der französischen Insel Mayotte im Indischen Ozean sind mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen sind, nachdem Zyklon Chido mit Windgeschwindigkeiten von 225 km/h und bis zu acht Meter hohen Wellen die Insel heimgesucht hat. Zyklon Chido setzt seinen Weg in westlicher Richtung fort und erreicht Pemba in Mosambik. Danach zieht der Sturm weiter landeinwärts durch Mosambik und Malawi. Im Laufe des Montags wird es das südliche Malawi und anschließend die mosambikanische Provinz Tete überqueren, bevor es in der Nacht zum Dienstag auf Simbabwe zusteuert. Obwohl er sich leicht abgeschwächt hatte, handelte es sich immer noch um einen schweren Wirbelsturm. Es wird erwartet, dass es zu intensiven Regenfällen mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommen wird.  

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist vom 10. bis 14. Dezember zu offiziellen Besuchen in die Bundesrepublik Nigeria, in die Republik Südafrika und in das Königreich Lesotho gereist. In Nigeria empfing Präsident Bola Ahmed Tinubu ihn mit militärischen Ehren. Steinmeier betonte, dass jungen Nigerianerinnen und Nigerianer, die in Deutschland studierten, wunderbare Brückenbauer seien. Auch sprach er mit Omar Touray mit dem Präsidenten der Kommission der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas. Bei dem Treffen mit Präsident Cyril Ramaphosa betonte der Bundespräsident die Bedeutung der deutsch-südafrikanischen-Partnerschaft und wie wichtig die Wirtschaft in den Beziehungen zwischen unseren Ländern sei.  Er hob die Rolle der über 600 deutschen Unternehmen hervor, die in Südafrika investieren. Sie haben mehr als 100.000 Arbeitsplätze hier geschaffen – und sichern sie. König Letsie III. empfing den Bundespräsidenten in Maseru. Im Gespräch würdigte der Bundespräsident Lesothos Bekenntnis zur Demokratie und zum Multilateralismus.

Seit dreißig Jahren fordert der afrikanische Kontinent einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Auch der Vatikan ruft nach einer Reform der UNO. Die USA sind mittlerweile für einen afrikanischen Sitz, wollen ihm aber kein Vetorecht einräumen. Bisher haben fünf Länder im Sicherheitsrat einen ständigen Sitz mit Vetorecht: China, Russland, Frankreich, Großbritannien und die USA. Der Rat hat auch zehn weitere nichtständige Mitglieder, die von der Generalversammlung jeweils für eine zweijährige Amtszeit gewählt werden. Bisher hatten nur drei afrikanische Länder schon mal einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat: Sierra Leone, Algerien und Mosambik.

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