Schlagwort: Afrika – Länder

Laut Surfshark waren 2022 weltweit 4,2 Milliarden Menschen einer weit verbreiteten Internetzensur ausgesetzt, davon etwa 300 Millionen in Afrika. Viele dieser Fälle betrafen vollständige Unterbrechungen des Internets auf lokaler oder nationaler Ebene.  Dem Bericht zufolge stand Afrika nach Asien an zweiter Stelle bei den Internetabschaltungen, da autokratische Länder die Internetzensur weiterhin als beliebte Taktik einsetzen, um ihre Bürger von der Außenwelt abzuschneiden. In Simbabwe (3), Somalia (1), Sierra Leone (2), Burkina Faso (3) und Sudan (4) wurden insgesamt 13 Internetbeschränkungen für die Bevölkerung verhängt. In Burkina Faso ist die anhaltende Beschränkung von Facebook die zeitlich längste der Welt, gefolgt von Russland und Aserbaidschan..

Die schlimmste Dürre seit vier Jahrzehnten hat das Horn von Afrika heimgesucht; vom Süden Äthiopiens bis zum Norden Kenias und Somalia sind rund 22 Millionen Menschen von Hunger bedroht. In den betroffenen Gebieten sind die Bewohner, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Viehzucht und Subsistenzlandwirtschaft bestreiten, seit Ende 2020 zum fünften Mal in Folge einer schlechten Regenzeit ausgesetzt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 12 Millionen Menschen in Äthiopien, 5,6 Millionen in Somalia und 4,3 Millionen in Kenia von „akuter Ernährungsunsicherheit“ betroffen.

Laut dem christlichen Hilfswerk „Open Doors“ hat die brutale Gewalt gegen Christen aller Konfessionen in Afrika deutlich zugenommen. Der neue Weltverfolgungsindex zeigt die wachsende Gewalt gegen Christen, obwohl die Zahl der wegen ihres Glaubens verfolgten und diskriminierten Menschen weltweit weiterhin bei etwa 360 Millionen liegt. Zwischen dem 1. Oktober 2021 und  30.9. 2022 wurden 5621 Christen ermordet, 80% mehr als vor 5 Jahren. In Nigeria gab es in dem Zeitraum 4726 Entführungen mit vielen Todesfällen, im Jahr davor 2510. Von den 10 Ländern weltweit mit den schlimmsten Verfolgungen liegen 5 in Afrika: Somalia Platz 2, Eritrea (4),  Libyen (5), Nigeria (6) und Sudan (10). Immer wieder kommen Berichte von Bombenanschlägen auf Gottesdienste und Angriffe auf kirchliche Einrichtungen und Personal. Der Papstbesuch in Afrika könnte die Aufmerksamkeit der Welt auf das Leid der afrikanischen Christen lenken.

Russlands Krieg in der Ukraine trifft die Afrikaner besonders hart, da er die Ernährungsunsicherheit verschärft und die Wirtschaft des Kontinents unnötig belastet, sagte US-Finanzministerin Janet Yellen in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Yellen sagte, dass die Beendigung des Krieges der Weltwirtschaft am besten helfen würde, aber das Finanzministerium schätzte, dass eine Preisobergrenze für russisches Rohöl und raffinierte Produkte zur Begrenzung der russischen Einnahmen den 17 größten afrikanischen Netto-Ölimporteuren jährlich 6 Milliarden Dollar einsparen könnte.

Im Rahmen der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AFCFTA) werden laut dem neuen Prognosebericht des Weltwirtschaftsforums und der AFCTA die Automobilindustrie, die Landwirtschaft und die agroverarbeitende Industrie zusammen mit der Pharmaindustrie, dem Transportwesen und der Logistik ein schnelles Wachstum verzeichnen. Die Automobilindustrie wird bis 2027 voraussichtlich um 40 % wachsen, da es eine durchschnittliche jährliche Nachfrage nach 2,4 Millionen Autos und 300 000 Nutzfahrzeugen gibt. In der Pharmaindustrie werden 61% der Pharmazeutika importiert, während 36% lokal hergestellt, aber nicht gehandelt werden. Nur 3 % der Nachfrage wird durch den Handel innerhalb Afrikas gedeckt. Der Prognosebericht in Davos zeigt globalen Unternehmen und Investoren Wege auf, um die wichtigsten Trends, Chancen und Strategien für erfolgreiche Investitionen und hohe Renditen in Afrika zu verstehen.

Divisionen der US-Armee in Afrika werden ab nächsten Monat eine Reihe von Einsätzen und Übungen mit ihren afrikanischen Partnern durchführen. Die Streitkräfte von Botswana, Ruanda, Uganda, Kenia, Dschibuti und Somalia nehmen an der Übung mit dem Codenamen „Justified Accord“ teil. Die Übung umfasst Schieß- und Seeübungen, einen Cyberkurs, Feldtraining und Spezialeinsätze. Die Aktivitäten werden größtenteils in Nairobi und Isiolo in Kenia stattfinden, weitere Aktivitäten werden in Uganda, Ruanda, Botswana und Dschibuti durchgeführt.

Esel werden in westafrikanischen Gemeinschaften als wertvolle Einkommens- und Transportquelle geschätzt. Die Tiere geraten jedoch zunehmend ins Visier transnationaler organisierter krimineller Gruppen. Der Bestand an Hauseseln in China ist von 11 Millionen in den 1990er Jahren auf 6 Millionen im Jahr 2013 zurückgegangen. Angesichts der hohen Nachfrage auf dem lokalen chinesischen Markt von über 4 Millionen Eselshäuten pro Jahr haben sich die Händler nach Afrika orientiert. In Niger ist die Zahl der Esel infolgedessen drastisch zurückgegangen. In Mali schlachtet ein chinesisches Unternehmen täglich 300 Esel und exportiert deren Häute nach China. Esel werden von Nordafrika, dem Tschad und Kamerun, über Burkina Faso nach Ghana transportiert, wo sie geschlachtet werden. Man schätzt, dass dort jedes Jahr 100 000 Esel geschlachtet werden und ihre Häute nach China und Hongkong exportiert werden. Vor zwei Jahren wurde ein Esel in Westafrika für 20 US-Dollar verkauft und seine Haut für 150 US-Dollar gekauft, der Preis für die Haut in China ist auf 800 US-Dollar in die Höhe geschnellt.

Ein eritreischer Flüchtling, dem vorgeworfen wird, der „meistgesuchte Menschenschmuggler der Welt“ zu sein, wurde in Zusammenarbeit mit den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate im Sudan festgenommen. Kidane Zekarias Habtemariam wird beschuldigt, ein Schleuserboss zu sein und ein Lager in Libyen zu betreiben, in dem Hunderte ostafrikanischer Migranten, die nach Europa gelangen wollten, entführt, vergewaltigt und erpresst worden sein sollen.

Die Türkei ist bestrebt, ihren Einfluss in Afrika auszuweiten. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu reist nach Südafrika anschließend nach Simbabwe, Ruanda und Gabun und seine Reise in São Tomé und Príncipe abschließen. in Kapstadt wurde ein Generalkonsulat eröffnet. 2005 erhielt die Türkei Beobachterstatus bei der Afrikanischen Union (AU) und wurde 2008 durch den ersten Türkei-Afrika-Gipfel in Istanbul zu einem strategischen Partner. Der Gesamtwert des türkischen Handels mit Afrika stieg von 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2003 auf 26 Milliarden Dollar im Jahr 2021. Die Türkei ist bestrebt, ihren Einfluss auf dem Kontinent zu erhöhen, indem sie alle Kanäle der Diplomatie, des Handels, der Investitionen, der Bildung, der Gesundheit, der Sicherheit und der militärischen Zusammenarbeit nutzt.

Der kongolesische Kardinal Fridolin Ambongo lobte Benedikts Einsatz für Afrika. Er habe den Kontinent „mit Leidenschaft, Überzeugung und Großmut getragen“. Zweimal hat er als Papst Afrika besucht. Durch die zweite Sondersynode für Afrika in 2009 hat er der Kirche auf dem Kontinent „neue Triebkraft“ gegeben. Auch habe er zum „Dialog zwischen den Kulturen“ beigetragen und sich für „Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung“ eingesetzt. Laut dem Erzbischof von Kapstadt war Benedikt „kein Afropessimist“ gewesen; er war überzeugt, dass die afrikanische Kirche eine „lebendige und junge Kirche ist“ und hegte „große Hoffnung für die Zukunft“.

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