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Seine Exzellenz Joseph Nyuma Boakai, Sr. Präsident der Republik Liberia, hat per Proklamation, Freitag, den 29. November 2024, zum Nationalfeiertag erklärt. In der Proklamation heißt es, dass auf der dritten Sitzung der 42. Legislaturperiode der Republik Liberia ein Gesetz verabschiedet wurde, das den 29. November eines jeden Jahres zum Geburtstag von William Vacanarat Shadrach Tubman, dem 18. Präsidenten der Republik Liberia, zum Nationalfeiertag erklärt, und zwar in Übereinstimmung mit dem Willen des liberianischen Volkes. Mit diesem Gesetz werden seine produktiven, bedeutsamen Leistungen und seine Politik gewürdigt, darunter die Integrationspolitik, die Einführung des Wahlrechts für Frauen sowie die nationale Politik in Bezug auf viele andere sozioökonomische Entwicklungen und seine Beiträge zur Emanzipation der afrikanischen Kolonialgebiete in die Eigenstaatlichkeit.

Aus einer Pipeline der Nigerian National Petroleum Company Limited (NNPCL) in der Gemeinde Iloma in der Region Bonny im Bundesstaat Rivers ist massiv Öl ausgetreten. Betroffen sind unter anderem die Gemeinden Iloma, Epelema, Orupiri, Ayaminima, Minima, Oloma und Oguede, deren Umwelt einschließlich Bächen, Flüssen und Rinnsalen, Wasserlebewesen und Lebensgrundlagen zerstört wurden. Die Anwohner mussten evakuiert werden, da das ausgelaufenen ÖL auf ihre Dächer, Ackerflächen, Gärten und die allgemeine Umgebung spritzte, was die Gemeinde zu einem Entzündungsrisiko machte, sollte es dort zu irgendeiner Form der Brandentstehung, insbesondere beim Kochen, kommen. Bewohner der verschiedenen betroffenen Gemeinden wurden auch dabei beobachtet, wie sie das Rohöl aus den Flüssen und Bächen schöpften.

Inmitten einer Welle historischer Wahlniederlagen im südlichen Afrika gehen die Namibier an die Urnen, um an den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen teilzunehmen die, als die bisher um härtesten umkämpften gelten. Die Wahl am 27.11.2024 findet statt, nachdem die Befreiungsparteien aus der Unabhängigkeitsepoche, die sich lange an der Macht hielten, in Botswana aus dem Amt geworfen und in Südafrika Anfang des Jahres gescheitert sind. In Mosambik hat der jüngste Wahlsieg der regierenden Frelimo-Partei zu anhaltenden, tödlichen Protesten geführt, die von Vorwürfen der Wahlmanipulation begleitet waren.

Angesichts anhaltender Unsicherheit und Gewalt in Mosambik hat die Bischofskonferenz des Landes einen nationalen Gebetstag ausgerufen. Am 3. Dezember, dem Fest des heiligen Franz Xaver, sollen landesweit Gottesdienste und Gebete stattfinden, um Frieden, Versöhnung und Stabilität zu erbitten. Die Parlamentswahlen Anfang Oktobers hatten landesweit Proteste ausgelöst, da sie von Manipulationsvorwürfen und der Tötung von Oppositionsanhängern überschattet waren. Auch die Bischofskonferenz hatte die Ergebnisse der Parlamentswahlen als gefälscht und manipuliert zurückgewiesen. Bischof Osório betonte, dass gerade jetzt es notwendig sei, „das Engagement der Kirche für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenwürde und den Aufbau einer brüderlichen Gesellschaft zu bekräftigen.“ In Zeiten der Spaltung müsse die Kirche die Einheit fördern und ein Raum der Versöhnung sein.

Simbabwe plant 331 Millionen Dollar an ehemalige weiße Farmer zu zahlen, deren Land im Jahr 2000 beschlagnahmt wurde. Dies ist ein Schritt, um die Gläubiger dazu zu bringen, einer Umstrukturierung des Schuldenbergs des Landes zuzustimmen, der das Land seit mehr als zwei Jahrzehnten von den internationalen Kapitalmärkten ausgesperrt. Die Regierung hat mindestens 439 ehemalige Landbesitzer als „Begünstigte für einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 331 Millionen Dollar“ identifiziert, sagte der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank, Akinwumi Adesina.

Amnesty International hat die Entführung des prominenten ugandischen Oppositionspolitikers Kizza Besigye in Kenia und seine anschließende Anhörung vor einem Militärgericht in Kampala verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation erklärte, die Aktion sei „Teil eines wachsenden und besorgniserregenden Trends der grenzüberschreitenden Unterdrückung durch Regierungen, die Menschenrechte außerhalb ihrer Grenzen verletzen“.  Amnesty International beschuldigte Uganda, „systematisch“ gegen oppositionelle politische Parteien vorzugehen.

Im Land hat nur einer von drei Menschen Zugang zu einer richtigen Toilette. In den Fischerdörfern im Süden des Landes findet jedoch eine stille Revolution statt. In der Küstengemeinde Saint-Augustin sind Dutzende von behelfsmäßigen Toilettenhäuschen in der Nähe von Familienhäusern entstanden, was einen bedeutenden Wandel der lokalen Praktiken darstellt. Ein solches Gebäude, das sich drei Haushalte teilen, bietet Platz für 17 Personen. „Wir Menschen hier haben schon immer im Freien unsere Notdurft verrichtet. Das ist kulturell bedingt. Aber man hat uns erklärt, dass das Krankheiten verursacht. Also haben wir vor zwei Monaten beschlossen, das zu ändern. Wir haben unser Geld zusammengelegt und gebaut.“, sagt Linah, eine Mutter aus der Gegend.

Bei dem vierstöckigen Gebäudeeinsturz in Kariakoo gibt es 20 Tote und 86 Gerettete; aber mehrere Personen werden noch vermisst. Präsidentin Samia Suluhu Hassan hat eine umfassende Inspektion aller Gebäude in Kariakoo angeordnet. Kariakoo (Kata ya Kariakoo, auf Suaheli) ist ein Verwaltungsbezirk des Ilala Municipal Council in der Region Dar es Salaam in Tansania und ein kommerzielles Zentrum.

Die Sambia-Konferenz der katholischen Bischöfe veröffentlichte einen Hirtenbrief, indem es heißt, die Kirche sei beunruhigt über grobe Menschenrechtsverletzungen und undemokratische Tendenzen seitens der sambischen Regierung. In dem Schreiben, das von allen 11 katholischen Bischöfen des Landes unterzeichnet wurde, beklagen sie die erhebliche Einschränkung der demokratischen Freiheit.  Sie schlagen Alarm wegen der zunehmenden Verhaftungen und längeren Inhaftierungen von Oppositionsführern und Journalisten. Kasamas Erzbischof Ignatius Chama, sagte: „Noch alarmierender ist die beunruhigende Tendenz der Polizei, Verdächtige länger in Haft zu halten als gesetzlich vorgeschrieben.“ Chama fordert die Behörden auch auf, einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuchs, der im Parlament geprüft wird, zurückzuziehen, um weitere Konsultationen zu ermöglichen.

Wissenschaftler des Internationalen Zentrums für Insektenphysiologie und -ökologie (ICIPE) in Nairobi haben ein Insekt entdeckt, das helfen könnte, das Problem des Plastikmülls zu lösen. Es ist das erste Mal, dass eine in Afrika beheimatete Insektenart in der Lage ist, verschmutzendes Plastik abzubauen. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Larven des Kleinen Mehlwurms, einer Käferart namens Alphitobius, in der Lage sind, Kunststoffe zu fressen. Die afrikanischen Länder stehen aufgrund der hohen Einfuhr von Kunststoffprodukten, der geringen Wiederverwendung und des fehlenden Recyclings von Kunststoffprodukten vor einer besonderen ökologischen Herausforderung.

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