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Tunesien – Eine Studie der Maryland Universität durch amerikanische und tunesische Wissenschaftler aus dem Frühjahr 2015 hat festgestellt, dass die Unterstützung für einen politischen Islam rückläufig ist und die Präferenz für ein demokratisches Gesellschaftsmodell und einen religiösen Pluralismus an Boden gewinnt.

Tunesien – Schon 3000 Jahre lang bauen die Menschen in Tunesien Oliven an. Jetzt könnten die Wechsel von Fluten und extremer Dürre die Produktion in 15 Jahren halbieren. Obwohl dieses Jahr noch eine Rekordernte aufweist, geht der allgemeine Trend nach unten. Nur einige hundert Kilometer liegen zwischen der fruchtbaren Mittelmeerküste und der Sahara; letztere rückt immer näher.

Tunesien – Ein 16-jähriger Tunesier wurde am Samstag von militanten Islamisten enthauptet, weil er für die Regierung spioniert haben soll. Sein Kopf wurde den Eltern nach Sidi Bouzid geschickt. Bilder gingen durch das nationale Fernsehen und die sozialen Medien.

Tunesien – Das war die Reaktion von Ilario Antoniazzi, kath. Erzbischof von Tunis, auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an vier äußerst engagierte Tunesier. Das Dialog Quartett überbrückte die Gräben zwischen Islamisten und den Oppositionspolitikern. Tunesien ist das einzige Land, das als funktionierende Demokratie durch den „arabischen Frühling“ kam. Wie zerbrechlich der Friede jedoch ist, zeigt sich an wiederholten Attentaten und Bedrohungen von Extremisten. Doch das Volk hat sich für den Dialog entschieden, und immer öfter wird die Kirche um ihre Meinung zu Vergebung und Zusammenleben gefragt.

Eine Gesetzesvorlage zur „wirtschaftlichen Versöhnung“ soll in Kürze im Parlament eingebracht werden. Für die Regierung handelt es sich darum, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und das Investitionsklima zu verbessern. Die Opposition sieht darin den Versuch, die Wirtschaftsverbrechen der Ära Ben Ali durch eine generelle Amnesty weiß zu waschen.

Tunesien – Nach dem Anschlag in Sousse und der Verhängung von einem vierwöchigen Ausnahmezustand hat Tunesien jetzt den Bau einer Mauer an der Grenze zu Libyen angekündigt. Der 168 km lange und zwei Meter hohe Schutzwall soll zwischen den Städten Ras Jedir und Dhehiba gezogen werden. Er soll illegal einreisende Extremisten fernhalten und verhindern, dass junge Tunesier nach Libyen gelangen. Über 3000 Jugendliche haben sich bereits in Libyen, Syrien und dem Irak in die Reihen von Dschihad-Gruppen aufnehmen lassen.

Tunesien – Weil ein weiterer Terroranschlag „hochwahrscheinlich“ sei, wurden britische Touristen aufgefordert, Tunesien sofort zu verlassen. Nach dem Blutbad am Strand von Sousse, bei dem 30 der 38 Opfer Briten waren, sei die Bedrohung für verbliebene Staatsbürger gewachsen. Ministerpräsident Essid versprach jegliche Hilfe und Sicherheit zu gewährleisten und ist tief besorgt über die Auswirkung der Reisewarnung auf sein Land.

Tunesien – So beschreibt der Erzbischof von Tunis, Ilario Antoniazzi, das Befinden im Land. Dass nur wenige Monate nach dem Angriff auf das Museum in Tunis nun 38 Menschen auf dem Strand von Sousse umkamen, zeigt, dass die Täter nur „Hass verbreiten“ und Tunesiens Image vor der Welt „verzerren“ wollen.

Tunesien – Die tunesische Regierung will gegen die Terroristen, die im Bardo Nationalmuseum in Tunis 23 Menschen erschossen haben – darunter 20 Touristen – rigoros vorgehen. Die IS Terrorgruppe „Islamischer Staat“ hat sich in einer Audio-Botschaft zu dem Anschlag bekannt und die toten Angreifer als „Ritter“ gefeiert, die in die „Höhle der Ungläubigen“ eingedrungen sind. Die etwa 3000 Tunesier, die sich den Dschihadisten in Syrien und im Irak angeschlossen haben, werden bei ihrer Rückkehr eine ernste Bedrohung sein. Für die junge Demokratie ist dieser Terror Akt ein harter Schlag.

Tunesien – Der Erzbischof von Tunis, Ilario Antoniazzi, berichtete in Rom, dass sich das Land vor dem Eindringen der IS fürchtet. Tunesien ist das einzige Land, das nach dem „arabischen Frühling“ eine Wende zur Demokratie geschafft hat. Nun stehen die IS-Kämpfer schon an der Grenze zu Libyen und haben bereits einen Anschlag versucht. Mehr als militärische Übergriffe befürchten Tunesier ein leises Eindringen durch unbewachte Grenzposten oder vom Meer her. So könnte IS die Gesellschaft beeinflussen. Bisher sollen etwa 9000 junge Tunesier davon abgehalten worden sein, sich den Dschihad-Gruppen in Syrien und im Irak anzuschließen.

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