Schlagwort: Tunesien

Tunesien – Als militante Islamisten von Libyen die Grenze nach Tunesien überquerten und einen Militärstützpunkt in Ben Guerdane angriffen, kam es zu einem Feuergefecht. Unter den 45 Toten waren auch 7 Zivilisten, ein Zollbeamter und 10 tunesische Soldaten. Man vermutet, dass IS-Milizen die Angreifer waren. Die tunesische Regierung ist besorgt, dass die libyschen Unruhen nach Tunesien überschwappen und hat den Grenzschutz verstärkt. Ein elektronisch bewachter Sandwall steht bereits.

Tunesien – Etwa 600 Personen, denen man Vandalismus und Gewalt vorgeworfen hatte, wurden festgenommen. Die Lage hat sich etwas beruhigt. Premier Essid drückte Verständnis für den Missmut der Bevölkerung aus, und Präsident Essebsi machte fremde Kräfte für das Chaos verantwortlich. Diese könnten nicht ertragen, dass Tunesien als einziges Land es geschafft hat, den Weg zur Demokratie zu beschreiten. Der IS scheut keine Mühe, Angst und Unsicherheit zu verbreiten und den Menschen alle Perspektiven zu nehmen.

Tunesien – Eine Studie der Maryland Universität durch amerikanische und tunesische Wissenschaftler aus dem Frühjahr 2015 hat festgestellt, dass die Unterstützung für einen politischen Islam rückläufig ist und die Präferenz für ein demokratisches Gesellschaftsmodell und einen religiösen Pluralismus an Boden gewinnt.

Tunesien – Schon 3000 Jahre lang bauen die Menschen in Tunesien Oliven an. Jetzt könnten die Wechsel von Fluten und extremer Dürre die Produktion in 15 Jahren halbieren. Obwohl dieses Jahr noch eine Rekordernte aufweist, geht der allgemeine Trend nach unten. Nur einige hundert Kilometer liegen zwischen der fruchtbaren Mittelmeerküste und der Sahara; letztere rückt immer näher.

Tunesien – Ein 16-jähriger Tunesier wurde am Samstag von militanten Islamisten enthauptet, weil er für die Regierung spioniert haben soll. Sein Kopf wurde den Eltern nach Sidi Bouzid geschickt. Bilder gingen durch das nationale Fernsehen und die sozialen Medien.

Tunesien – Das war die Reaktion von Ilario Antoniazzi, kath. Erzbischof von Tunis, auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an vier äußerst engagierte Tunesier. Das Dialog Quartett überbrückte die Gräben zwischen Islamisten und den Oppositionspolitikern. Tunesien ist das einzige Land, das als funktionierende Demokratie durch den „arabischen Frühling“ kam. Wie zerbrechlich der Friede jedoch ist, zeigt sich an wiederholten Attentaten und Bedrohungen von Extremisten. Doch das Volk hat sich für den Dialog entschieden, und immer öfter wird die Kirche um ihre Meinung zu Vergebung und Zusammenleben gefragt.

Eine Gesetzesvorlage zur „wirtschaftlichen Versöhnung“ soll in Kürze im Parlament eingebracht werden. Für die Regierung handelt es sich darum, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und das Investitionsklima zu verbessern. Die Opposition sieht darin den Versuch, die Wirtschaftsverbrechen der Ära Ben Ali durch eine generelle Amnesty weiß zu waschen.

Tunesien – Nach dem Anschlag in Sousse und der Verhängung von einem vierwöchigen Ausnahmezustand hat Tunesien jetzt den Bau einer Mauer an der Grenze zu Libyen angekündigt. Der 168 km lange und zwei Meter hohe Schutzwall soll zwischen den Städten Ras Jedir und Dhehiba gezogen werden. Er soll illegal einreisende Extremisten fernhalten und verhindern, dass junge Tunesier nach Libyen gelangen. Über 3000 Jugendliche haben sich bereits in Libyen, Syrien und dem Irak in die Reihen von Dschihad-Gruppen aufnehmen lassen.

Tunesien – Weil ein weiterer Terroranschlag „hochwahrscheinlich“ sei, wurden britische Touristen aufgefordert, Tunesien sofort zu verlassen. Nach dem Blutbad am Strand von Sousse, bei dem 30 der 38 Opfer Briten waren, sei die Bedrohung für verbliebene Staatsbürger gewachsen. Ministerpräsident Essid versprach jegliche Hilfe und Sicherheit zu gewährleisten und ist tief besorgt über die Auswirkung der Reisewarnung auf sein Land.

Tunesien – So beschreibt der Erzbischof von Tunis, Ilario Antoniazzi, das Befinden im Land. Dass nur wenige Monate nach dem Angriff auf das Museum in Tunis nun 38 Menschen auf dem Strand von Sousse umkamen, zeigt, dass die Täter nur „Hass verbreiten“ und Tunesiens Image vor der Welt „verzerren“ wollen.

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