Schlagwort: Tschad

Ein Gesetz, das vorschreibt, einen Teil der Erdöleinkommen für Armutsbekämpfung zu verwenden, soll jetzt abgeändert werden. Das Geld soll für die Lösung der Finanz- und Sicherheitsprobleme des Landes verwendet werden. Das Gesetz war eine Bedingung der Weltbank für die Finanzierung der 3.7 Milliarden teuren Pipeline.

In den Vororten der Hauptstadt lieferten sich Regierungstruppen und Einheiten der Rebellenbewegung FUC heftige Kämpfe. Die Rebellen haben im Südosten des Landes mehrere Städte eingenommen. Die Armee konnte die Ortschaft Mongo wiedererobern. Ziel der Rebellen ist es, die Wiederwahl von Präsident Idriss Déby am 3. Mai zu verhindern. Frankreich, das Präsident Idriss Déby unterstützt, hat seine militärische Präsenz verstärkt. Hinter den Rebellen steht der Sudan und auch chinesische Interessen am Erdöl des Tschad.

War er einmal so groß wie Deutschland, erreicht er in Trockenjahren nur noch die Größe der Stadt Berlin mit einer Durchschnittstiefe von 1,50 Meter. Als Gründe für das Verschwinden werden die Klimaveränderung, Abholzung und verstärkte Nutzung des Wassers von See und Zuflüssen für Mensch, Feld und Tier angegeben. Um ein Austrocknen des Sees zu verhindern, planen die Anrainerstaaten Nigeria, Niger, Kamerun und Tschad, einen Teil des Ouabangui, Nebenfluss des Kongo, durch Kanal und Chari Flussbett in den See zu leiten. Das Projekt könnte an den Kosten scheitern, aber gemeinsam setzen sich die Länder schon für ein nachhaltiges Wasser Management ein. Ohne ernste Schritte könnte der See in kurzer Zeit von der Landkarte verschwinden.

Tschad und Sudan haben sich in einem Abkommen verpflichtet, Rebellenbewegungen nicht länger zu unterstützen und gemeinsam die 1000 km lange Grenze zu kontrollieren. Die diplomatischen Beziehungen, die der Tschad im April abgebrochen hatte, sollen wieder aufgenommen werden.

Eine Friedenszusammenkunft zwischen Tschad und dem Sudan ist von senegalesischem Präsidenten Abdoulaye Wade angekündigt worden. Dieses Treffen soll am 12. März, am Vorabend des 11. Gipfels der Organisation « Conférence Islamique », in Dakar stattfinden.

Bei der Afrika Synode klagen die Bischöfe im zehn ärmsten Land der Welt über die Ausbeutung ihrer Rohstoffe durch Länder wie Frankreich, die Vereinten Nationen und China, zu Lasten ihres Landes und seiner Einwohner. Die neue Pipeline von Koudalwa nach N’Djamena wird 10 Dörfer zerstören und viele Menschen vertreiben.

Präsident Idriss Deby hat den US-Konzern Chevron-Texaco und das malayische Unternehmen Petroas des Landes verwiesen. Offizieller Grund ist die Weigerung der Firmen, ihre Steuern zu bezahlen. Beobachter glauben, dass Tschad die Erdölförderung an chinesische Unternehmen übertragen will.

Die Wahlkommission hat erklärt, dass die Mehrzahl der Stimmberechtigten die Verfassungsänderung angenommen haben, die Präsident Déby eine dritte Amtszeit ermöglicht. Oppositionsparteien hatten zum Boykott der Volksabstimmung aufgerufen und bezweifeln die offiziellen Angaben von einer Beteiligung von 71%.

Zum dritten Mal in vier Jahren hat die Regierung mit den Rebellen im Norden des Tschad ein Friedensabkommen geschlossen. Danach sollen die Rebellen in die Armee integriert und alle Kriegsgefangenen freigelassen werden.

Bei Kämpfen zwischen der tschadischen und sudanesischen Armee gab es auf beiden Seiten mehrere Tote. Die Regierungen schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu.

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