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Sudan – Präsident al-Bashir hat ein Dekret erlassen, das diese Massen-Freilassung anordnete. Die meisten der Betroffenen waren vor drei Monaten in den Protesten gegen steigende Lebensmittelpreise und erhöhte Militärausgaben verhaftet worden, zur Empörung im In-und Ausland. Al-Bashir, fast 30 Jahre an der Macht, ist wegen Menschenrechtsverletzungen vor dem Internationalen Gerichtshof angeklagt, hat aber seine Hilfe in der internationalen Terrorbekämpfung angeboten und will auch seinen Ruf im eignen Land verbessern. Für die Wahlen in 2020 wolle er nicht mehr kandidieren.

Sudan – Nach Absichtserklärung mit dem russischen Nuklearkonzern „Rosatom“ und einem Fahrplan für die Umsetzung soll der Bau etwa anderthalb Jahre brauchen und bis 2020 mehr als 5000 Megawatt Strom erzeugen. Da der Sudan über die drittgrößten Uranvorkommen der Welt verfügt, ist Moskau sehr interessiert, seine Führerrolle in der Kernenergie auch im östlichen Afrika zu stärken.

Sudan – Sudan ist in ernsten Gesprächen mit der IAEA (Internatonal Atomic Energy Ageny). Bei dem Treffen in Wien wurde bestätigt, dass der Sudan gute Fortschritte in der Entwicklung von Personal, Technik und legaler Struktur gemacht hat, um die IAEA Bedingungen zu erfüllen und technische Hilfe für die friedliche Nutzung der Atomenergie zu erhalten. China soll Ostafrikas erstes AKW bauen.

Sudan – Seit 26 Jahren gibt es Krieg in Südkordofan, neu entflammt in 2011. Al-Bashir lässt Bomben abwerfen; die militanten Rebellengruppen wehren sich gegen die erzwungene Islamisierung. Sie sind in jeder Weise benachteiligt und wollen mehr Selbstbestimmung. Jetzt hat al-Hilu, der Anführer der SPLM-N in den Nuba Bergen und der Blue Nile Region, eine 6-monatige Waffenruhe erklärt. Auch die Regierung in Khartum hatte ein Ende der Kämpfe angekündigt, weil sie eine Annullierung der Sanktionen erhofft.

In einer bilateralen Partnerschaft will die Regierung 793.000 Hektar Land in sechs Standorten für 99 Jahre an die Turkei verpachten. Investoren wollen bis zu 10 Milliarden Dollar in landwirtschaftliche Projekte investieren.

Sudan – Trotz des internationalen Haftbefehls, der gegen ihn wegen Kriegsverbrechen vorliegt, reist Sudans Staatschef zum morgigen Gipfeltreffen der Arabischen Liga nach Amman. Die Organisation Human Rights Watch hat Jordanien aufgefordert, ihm die Einreise zu verweigern oder ihn festzunehmen. Bashir werden der Tod von 300.000 und die Flucht von zweieinhalb Millionen Menschen in der Region Darfur angelastet. Jordaniens König Abdullah besteht auf al-Bashirs Teilnahme. Meist reist er in Länder, die dem IStGH nicht angehören. In Südafrika kam er glimpflich davon.

Sudan – In der Region Kordofan hat der 70-jährige Ibrahim Yagoup Fudeili, dessen Schulbildung aus finanziellen Gründen abgebrochen wurde, jetzt das CPE – Abschlussexamen der Grundschule – geschrieben, in der Hoffnung, ein Gymnasium und später eine Uni zu besuchen. Zu Radio Dabanga sagte er, dass er Kinder und Jugendliche ermutigen will, am lernen zu bleiben, um ihr Land Sudan voranzubringen.

Sudan – Mit 6 Jahren wurde der sudanesische Junge Deng Adut von Milizen entführt, mit 9 trug er eine Waffe (AK47) und mit 14 gelang ihm die Flucht. Als Analphabet und traumatisierter Teenager kam er nach Australien, brachte sich die Sprache bei und studierte Jura. Heute ist er ein erfolgreicher Strafverteidiger in Sydney und hat für seine vorzügliche Arbeit mit afrikanischen Migranten gerade den NSW Australier des Jahres Preis entgegen genommen. Er ist auch unter den Nominierten für die im Januar anstehende „Australier des Jahres“ Auszeichnung.

Sudan – Seit der Unabhängigkeit des Südsudan sind die Menschen im südlichen Grenzgebiet Bombenangriffen von Khartum, sowie Hunger und Krankheit ausgesetzt. Die Nuba-Berge liegen im muslimisch geprägten Sudan, aber die Menschen dort fühlen sich dem Südsudan mehr verbunden. Tausende sind geflohen, etwa 1,3 Mio. bleiben – die Hälfte von ihnen Kinder. Wenn sie nicht von den Bomben getroffen werden, sterben sie vor Hunger und an Krankheit. Der Konflikt erhielt letzte Woche neue Aufmerksamkeit durch die Konferenz bei den „Sternsingern“ in Aachen.

Sudan – Amnesty International konnte heute zahlreiche Belege bringen, dass seit Jahresanfang in der Krisenregion Darfur 32-mal Chemiewaffen gegen die Bevölkerung eingesetzt wurden. Mindestens 200 Menschen sollen gestorben sein, darunter viele Kinder. Ausgewertete Bilder, Videos und Interviews weisen auf Senfgas hin. Chemische Kampfstoffe sind durch mehrere, auch vom Sudan unterzeichnete Verträge, verboten. Die großangelegte Offensive gegen die Rebellengruppe SLA, die sich gegen al-Bashir auflehnt, läuft schon 13 Jahre. Nach UN-Schätzungen kamen 300.000 Menschen ums Leben.

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