Chemiewaffen gegen das eigene Volk

Sudan – Amnesty International konnte heute zahlreiche Belege bringen, dass seit Jahresanfang in der Krisenregion Darfur 32-mal Chemiewaffen gegen die Bevölkerung eingesetzt wurden. Mindestens 200 Menschen sollen gestorben sein, darunter viele Kinder. Ausgewertete Bilder, Videos und Interviews weisen auf Senfgas hin. Chemische Kampfstoffe sind durch mehrere, auch vom Sudan unterzeichnete Verträge, verboten. Die großangelegte Offensive gegen die Rebellengruppe SLA, die sich gegen al-Bashir auflehnt, läuft schon 13 Jahre. Nach UN-Schätzungen kamen 300.000 Menschen ums Leben.